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Die Welt · 1903-08-14 · 33 (14.8.1903) · p. 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
33 (14.8.1903)
Article
Prerau [Illustration]
Date
1903-08-14
Page
13 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 33 m® $ weia* Seite 13 Präsidentin. Frl. Sophie Haas, Schriftführerin, Frl. Irma M ei sei, Kassierin, Frl. Mitzi Hirsch, Ka^sa-Revisorin. Zloczow. (Jüdischer Frauenverein „Ohel Leah«), Am 17. Thamus d. J. erstattet« Herr Wasch itz den Bericht über den 11L österr. Parteitag und forderte zum Schlüsse zur eifrigen Agitation für den Nationalfonds auf. Die Ausführungen des Referenten wurden durch Herrn Dr. H. Loewenherz ergänzt. Zum Schlüsse wurde über Antrag des H^rrn Isak Katzeine Resolution gefasst, in welcher den Führern der Bewegung das vollste Vertrauen votiert wurde. An alle Mitglieder (80) des Vereines wurden Sammelbüchsen und Blocks für den Nationalfonds verteilt. Die Agitationstüchtigkeit unserer Zioniftinnen in puncto Nationalfonds hat sich viplfaoh bewährt und verspricht auch fürderhin grossen Erfolg« Unser Verein bildet eine Schekeleruppe und wird einen Delegierten nach Basel entsenden. _Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Frl. Sarah Waschitz Präsidentin. Fruu A. Jaschiwa, Vize-Präsidentin und Frl. B. Kroch mal, Sekretärin. Berlin. Die „B erliner Zionistische Vereinigung" hielt am 11. v. M. ihre ausserordentlich gut besuchte Generalversammlung ab. Aus dem Bericht des Vorsitzenden Dr. Klee entnehmen wir, dass der abtretende Vorstand, bestehend aus den Herren Dr. Klee, Dr. Katz, Rechtsanwalt Hantke, Dr. Zlocisti, Trietsch, Dr. Simonson, Wagner, Samson und Dr. Lewy zu 12 Sitzungen zusammengetreten ist, nachdem er sich durch Kooptation der Herren Engländer (Vertreter der Ausländergruppe), E. Auerbach (Vertreter der Akademischen Untergruppe), Dr. Leszynsky, Assessor Dr. Münk, Ludwig Behr und der Frau Holländer (Vertreterin der Frauengruppe) erweitert hatte. Es fanden elf Versammlungen statt, sieben öffentliche Massenversammlungen und vier Mitgliederversammlungen. In den Massenversammlungen sprachen Dr. Gronemann- Hannover, Dr. Zlocisti, Dr. B. Kahn-München, Dr. .Edelstein- Bonn, Architekt Marmorek-Wien, ferner wurden die beiden grossen Kischenew-Versammlungen abgehalten, in denen einmal Dr. Klee, das anderemal Dr. Heinrich Loewe, Dr. Zlocisti und Dr. Klee Ansprachen hielten. In den Mitgliederversammlungen sprachen Dr. Simonson über die Ergebnisse der Wiener Jahreskonferenz, Dr. Zlocisti „Zur Kritik des Hochschulprojekts", Trietsch „Zur Landfrage im Zionismus'4, Dr. A. Friedemann über „Palästinensische Reiseerinnerungen". Ausserdem arbeiteten die Untergruppen in gewohnter Weise. Die Akademische Gruppe hatte zwei Kurse: die Schulgruppe und den Palästinakurs, die Frauengruppe eine Reihe von kleineren Versammlungen und die grosse Versammlung im Architektenhaus, in der Dr. Klee über „Die jüdische Frau und der Zionismus" sprach. Die Frauengruppe veranstaltete auch im Sommer wieder ihre Ausflüge mit Kindern und beschäftigte sich mit den Vorbereitungen zur Begründung eines Kinderhorts. Die Ausländergrunpe hat den Synagogenverein Ahawath-Zion geschaffen. Weiter fanden in üblicher Weise statt die grossen Makkabäer- und Purimfeiern, die zionistischen Sederabende und die Feier des Schekeltages. Zum erstenmale wurde der Tischah-b'Abh durch eine grosse, weltliche Trauerfeier begangen, die äusserst stimmungsvoll wirkte. Die Zahl der Mitglieder beträgt 500, sie hat sich um ungefähr 50 vermehrt, erfreulicherweise aus Kreisen, die dem Zionismus bisher schroff ablehnend gegenüberstanden; zionistische Vorträge wurden von unseren Freunden in einer Reihe Berliner Vereine gehalten, deren Mitglieder unseren Ideen so näher gebracht worden sind. Die Vereinigung hat sich in das goldene Buch des Nationalfonds eintragen lassen und für 600 Mark Marken verkauft. Der Broschürenvertrieb ergab den Verkauf von etwa 8000 Broschüren, darunter 3000 von der neu herausgegebenen Broschüre „Was will der Zionismus?4', weiter sind 170 Kongressprotokolle abgesetzt worden. Der Share-Klub hat nach dem schriftlich eingegangenen Bericht der Leiterin, Frl. H. Thomaschewsky, 2978 Marken verausgabt und 122 neue Mitglieder gewonnen. Der Share-Klub-Zentrale für Deutschland wurden als Filialen angegliedert Beuthen, Breslau, Zabrze, Königsberg i. Pr., Lübeck, Frankfurt a. O. und Mainz. Eine Anzahl ganzer Aktien wurde gleichfalls durch Vermittlung des Klubs bezogen. Dem von dem Schatzmeister Wagner erstatteten Kassenbericht entnehmen wir folgende Zahlen: Kassenbestand 25. 6. 1902 (dem Tage der vorigen Generalversammlung) ............. 44,60 Mk, Einnahmen 1902/1903 ........... 2559,30 „ Ausgaben 1902/1903 ........... 2391,90 „ Kassenbestand 10. 6. 1903 ......... 212— „ Herr Emil L e v y erstattete im Namen der Revisoren den Revisionsbericht und beantragte Decharge, die einstimmig gewährt wurde. In der Debatte wurden dem Vorstand von Herrn David einige Wünsche über grössere Berücksichtigung und Förderung des jüdischen Handwerkerstandes unterbreitet. Herr Reich bat in der „Jüdischen Rundschau", die Familienliteratur tunlichst zu berücksichtigen und Herr Behr wünschte umfangreichere Berichterstattung über nichtzionistische Versammlungen in Berlin und intensivere Teilnahme der Mitglieder am allgemeinen jüdischen Vereinsleben. Bei der darauf folgenden Vorstandswahl wurde der bisherige Vorsitzende Dr. Alfred Klee und der bisherige stellvertretende Vorsitzende Dr. Katz durch Akklamation gewählt, die Zettelwahl der übrigen Vorstandsmitglieder ergab die Wiederwahl der Herren Dr. Hantke,, Dr. Zlocisti, Dr. Simonson, Wagner und Samson. An Stelle des zum Rabbiner nach Neustettin berufenen Herrn Dr. Lewy und des Herrn Trietsch wurden die Dr. H. Loewe und Herr L. Behr neugewählt. Es wurden folgende Anträge angenommen: 1. Der Mitgliederbeitrag wird auf 2 Mk. vierteljährlich erhöht, der Schekel ist in Zukunft besonders zu entrichten. Dafür erhält jedes Mitglied die „Jüdische Rundschau" unentgeltlich zugesandt. Diese Neuordnung greift vom 1. Oktober 1903 an Platz. 2. Der Vorstand wird ermächtigt, in den Vororten und Aussenbezirken besondere Vereine zu gründen. 3. Es wird eine besondere Propaganda-Kommission von drei Mitgliedern gewählt. Sie besteht aus den Herren Albert Asch, Ludwig Behr und Wollsteiner. 4. Getrennt von der Schulgruppe der Akademischen Untergruppe, ist eine zweite, abends abzuhaltende Schulgruppe zu begründen, die es auch Kaufleuten, Handwerkern und Arbeitern ermöglicht, sich zionistisch auszubilden. Die Leitung übernimmt Dr. Zlocisti. 5. Es soll eine Propaganda-Organisation geschaffen werden, die den Zweck hat, zionistische Literatur zu verbreiten. Die Mitglieder dieser Organisation erhalten zionistische Schriften, die sie im Bekanntenkreise abzusetzen suchen. In regelmässigen Zwischenräumen haben sie dem Vorstand Bericht und Abrechnung zu geben. (Der Kommission sub 3 übergehen.) 6. Die zionistische Vereinigung ruft eine jüdische Volkshochschule ins Leben. 7. Die zionistische Vereinigung sucht in geordneter Weise für Unterricht der jüdischen Jugend in der hebräischen Sprache zu sorgen. Punkt 6 und 7 werden einer Kommission, bestehend aus den Herren Dr. Zlocisti, Dr. Simonson, Hennann Struck, Dr. Bernfeld und Baumeister Kaufmann überwiesen. Ferner wurden folgende Resolutionen gefasst: 1. Es ist erforderlich, den zionistischen Synagogenverein mit allen Kräften durch Mitgliedsbeitritt flder durch Spenden zu unterstützen. 2. Es ist seitens der zionistischen Vereinigung Sorge zu tragen, dass den zugereisten Ausländern ein ihren Fähigkeiten entsprechender Erwerb nachgewiesen wird. 3. Auf zionistische Propoganda in den von Juden frequentierten Badeorten ist Gewicht zu legen. B. Frankfurt. (Zionistische Vereinigung.) Zusammen mit der Delegiertenwahl zum 6. Kongresse fand eine Diskussion über die bekannt gewordene Tagesordnung des letzteren statt. Zum Punkt „Nationalfonds" wird die Beschlussfassung über Antrag Dr. Friedmanits (sofortiger Landankauf) auf eine spätere Sitzung, wenn Daten aus Wien vorliegen, verschoben. Eine Debatte über Fraktion und Misrachi bewegt sich zugunsten des letzteren; beschlossen aber wird, jede Fraktionierung zu bekämpfen. Gewählt: Fr. Sondheimer und Goitein. Ersatzmänner: Lehrer Goldmann, Lehrer Gans. Geilingen i. B., 20. Juli. Auf Einladung der Ortsgruppe Freiburg fand gestern abends im Cafe Biedermann eine zionistische Versammlung statt, welche einen ausgezeichneten Verlauf nahm. Der grössere Teil der ansehnlichen jüdischen Gemeinde war anwesend. Als Redner fungierten: Herr Dr. med. Kauf m a n n- Freiburg, Rechtsanwalt B 1 o c h-Konstanz, Dr. Dannenb e r g-Strassburg. Es wurde eine Ortsgruppe gegründet, weicher sogleich zirka 50 Mitglieder beitraten. Das Amt der Vertrauensmänner haben zunächst Josef Bern heimer und Samuel Veit übernommen. Hervorzuheben ist die Tätigkeit, von Moriz W e i 1-Freiburg, welcher sich um das Zustandekommen der Versammlung wesentlich bemüht hat. Vor ihrer Abreise nahmen die von auswärts gekommenen Zionisten Einsicht von der hier befindlichen, in echt jüdischem Geiste geleiteten Handelsschule unseres Gesinnungsgenossen Direktors Rossmann. Die neugegründete Ortsgruppe verspricht ein vorzüglicher Hort des Zionismus zu werden. K. Kopenhagen. Die Herren Dr. Fra^nkel und Redakteur Stark der jDansk Zionist forening" unternahmen in Gemeinschaft mit dem Vorsitzenden des Zionistenvereines in Lund. Herrn Lewitan, am letzten Sonntag eine Reise nach Schweden, deren Resultat ausser der Gründung eines zionistischen Vereines von 32 Mitgliedern in Malmoe unter Vorsitz des dortigen Kantors Horowitz ein

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