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Die Welt · 1903-08-14 · 33 (14.8.1903) · p. 1

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
33 (14.8.1903)
Article
An unsere geehrten Abonnenten! [Nachricht] / Die Welt <Administration>
Date
1903-08-14
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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Redaction und Administration: VIEH IX., TOrkenstrasso Nr. 9, Telephon 14199. Erscheint jeden Freitag. Zuschritten sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaction oder Administration: Wien, IX., Türkenstrasse Nr. 9, in richten. Unfrankiert! Brlsfa werden nicht angenommen und Manuserlpts nicht zurückgesendet. Sprechstunden der Redaction täglich von 10 — 7,12 Uhr. Preise 4er Anzeigen; laut aufliegendem Tarif. Der InieratenthaU wird Dienitag abendi geithloisen. Einzelne Nummern 30 Heller. Oesterreich-Ungarn: ganzjährig Kr. 11—, halbjährig Kr, 6.—, vierteljährig Kr. 3.—. Für das öiaü B Ausland: Deutschland ganzjährig Mk. 13.70, halbjährig Mk. 6.85, vierteljährig Mk. 3.45, England ganzjährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.—, vierteljährig Shg, 3.10, Russland tranzjährig R. 7.—, halbjährig R. 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten ganzjährig Frcs. 17,—, halbjährig Frcs. 8.50, vierteljährig 4.25, Amerika ganzjährig Doli. 3.40, halbjährig Doli. 1.70. vierteljährig Doli, —.85 Nr. 33, Wien, 14, August 1903 — 21. Ab 5663, 7u Jahrgang An unsere geehrten Abonnenten! Während der Kongresszeit wird in Basel eine tägliche Separatausgabe der „Welt* erscheinen, die in umfassender Weise die Kongressverhandlungen publizieren wird* Wir wollen durch diese Separatausgabe, die unseren Abonnenten täglich unentgeltlich zugestellt werden wird, diese über die Kongressverhandlungen sofort in authentischer Weise informieren. Die neu eintretenden Abonnenten erhalten diese Separatausgabe ebenfalls gratis zugestellt. Die Redaktton und Administration der „Welt". An unsere Freunde und Gesinnungsgenossen. Unsere während des Kongresses täglich erscheinende Separatausgabe und deren unentgeltliche Zustellung an unsere Abonnenten wurden allseits mit grosser Freude begrüsst. Wir brauchen wohl nicht darauf hinzuweisen, dass die Herstellung dieser Extraausgabe und deren Gratisversendung an die Abonnenten mit beträchtlichen Kosten verbunden ist, — Umso dringender müssen wir alle jene Abonnenten, die noch mit der Zahlung des Pränumerationsbetrages im Rückstände sind, ersuchen, das Abonnement rechtzeitig zu erneuern, da wir sonst sowohl für die Zustellung der Wochenals auch der Separatausgabe keine Garantie übernehmen. Ebenso bitten wir unsere Freunde und Gesinnungsgenossen, nach wie vor Abonnenten für die „Welt" anzuwerben, denn eine 'Verbreitung des Zentralorganes bedeutet in erster Linie die Verbreitung der zionistischen Ideen — und dazu bietet der Kongress und eine authentische Berichterstattung über denselben, wie wir eine solche durch die Separatausgabe bezwecken, den besten Anlass. Die Administration der „Welt". Wir geben unseren P.T. Abonnenten bekannt, dass wir der Buchhandlung „Hazefirah" in Warschau, Marianska 2, die Hauptvertretung für Russland übergeben haben. Die Administration. Basel. Wie in längstvergangenen Zeiten, in majestätischer Ruhe und stiller Schönheit, zieht der Rhein durch die alte Schweizerstadt. Viel hat er gesehen, was nun längst verschwunden, als wäre es nie gewesen, wiewohl es zur Zeit des Entstehens und Wachsens für die Ewigkeit bestimmt schien. Und wieder manches hat aus kleinen, unscheinbaren, verlachten Anfängen sich wunderbar entwickelt und ist geblieben, stark und dauerhaft, wie die Bergriesen, die» sich in den Wogen des mächtigen Stromes seit Jahrhunderten spiegeln und stolz und ruhig das so rasch wechselnde, so rasch vergängliche Leben an seinen Ufern vorüberziehen sehen, dieses kleine und doch so grosse Leben, das tausend Menschenschicksale bedeutet, tausend Kämpfe um Licht und Glück und so wenige Siege nach unzähligen Niederlagen. Kaum eine der Begebenheiten aber, die sich seit Jahrhunderten in dieser alten Stadt ereigneten, mag so seltsam, so ganz ohne ihresgleichen dastehen, wie die Versammlung der Juden, die nach fast zweitausend Jahren der Verbannung und des Martyriums darangingen, das Werk ihrer Befreiung, ihres künftigen Gemeinwesens aufzurichten. Dass gerade Basel die Wahl traf, zur Stätte des die Zukunft eines alten Volkes bestimmenden oder mindestens gewaltig beeinflussenden Volksrates zu werden, dafür sind wir dem Schicksale dankbar. Alljährlich sieht man zahlreiche Zionisten zum St. Jakobsdenkmale pilgern, das die Söhne der Schweiz verherrlicht, die treue Hingabe für ihr Volk bis zum Tode bewiesen. Kaum werden Glieder einer anderen Nation den Festzug des 2(>. August so tief auf sich wirken lassen als gerade die Juden, die zur Rettung ihres Volkes das Grösste zu wagen entschlossen sind, als gerade die Zionisten. Wer die Szene, die sich während des zweiten Zionistenkongresscs zutrug, miterlebt, wer den Jubel der beim Kongresslokale vorüberziehenden Schweizer mitangehört, wer. das hundertstimmige, jauchzende „Hoch Zionisehte!" vernommen hat, als unsere Delegierten den Festzug tiefbewegt begrüssten, der wird auch wissen, warum uns Basel so ans Herz gewachsen ist, warum diese Stadt mit der Geschichte unserer W^icd erersteh ung für immer verbunden bleiben wird. Volk und Rat der Stadt, alle Behörden sind uns immer mit der grössten Gastfreundschaft, mit herzlicher Liebens-

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