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Die Welt · 1903-07-31 · 31 (31.7.1903) · p. 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
31 (31.7.1903)
Article
Geehrte Redaktion!
Date
1903-07-31
Page
8 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Seit* 8 „»!* # W«ty» Nr. 31 ,'Pomorzäny, 26. Juli 1903. Geehrte Redaktion! Wir bitten um gef. Aufnahme folgender Zeilen in die „Tribüne" Ihres Blattes : Auf Veranlassung des hiesigen zionistischen Vereines sehen wir uns bewogen, hiermit anzuzeigen, dass hier die Stelle eines Arztes frei ist. Unsere Stadt zählt 3800 Einwohner und hat überdies eine reiche und grosse Umgegend und ist eventuell vorauszusehen, dass auch der Posten als Stadtarzt, dem die Gemeinde ein jährliches Gehalt von 940 Kronen zahlt, zu erlangen sei. Gesinnungsgenossen, die bereits einige Praxis haben, wären uns erwünscht. Diesbezügliche Auskünfte erteilt die hiesige israelitische Kultusgemeinde bis zum 25. August L J. Für die Kultusgemeinde: S. Braksmeijer, Kultuspräsident. Für unseren Verein „Jachad Schiwtei Israel" : Grosskopf, H. L. Teller, Sekretär. Präsident. •X- Horowitz, 27. Juli 1903.j Verehrte Redaktion „Die Welt", Wien. Alle Distriktskomitees in Oesterreich und Ungarn werden dringend ersucht, so bald als möglich, Mitglieder des Clearingverkehrs des k. k. Postsparkassa-Amtes zu werden. Die Einlage von K 100.— dürfte überall vorhanden sein. Ich bitte sehr, obiges im nächsten Blatte zu bringen. Mit Zionsgruss, Hochachtend B o n d y. * An die löbliche Redaktion der Welt! Ich möchte Sie bitten, den folgenden Vorschlag möglichst frühe, der Kürze der Zeit wegen, abdrucken zu wollen. „Bis jetzt pflegte der Profit vom Büffet und vom Verkauf der Ansichtskarten und Broschüren während der Kongresstage einzelnen Unternehmern zuteil werden. Es wäre aber wünschenswerter, dass ihn unser Nationalfonds bekäme. Die Baseler Ortsgruppe könnte es am Besten arrangieren. Die verschiedenen Broschüren, Karten etc. könnten von der Ortsgruppe selbst verkauft werden und das Büffet von ihr Einem, unter gewissen Bedingungen, abgegeben werden. Da der Kongress diesmal länger dauern wird, und der Besuch wahrscheinlich ein kolossaler sein dürfte, so kann man leicht voraussehen, dass der Nationalfonds keinen geringen Nutzen dadurch haben wird. Mit Zionsgruss Dr. J. Junowitsch Strassburg (Eis.) :* Hochverehrte Redaktion! Ich ersuche höflichst um gefällige Aufnahme und Veröffentlichung nachstehender Zeilen in der „Tribüne44 Ihres geschätzten Blattes. Stets gewohnt, unseren Führern, sowie auch allen denjenigen, denen die jüdische Sache am Herzen liegt, dadurch Beweise der Dankbarkeit zu bringen, dass ihnen das jüdische Volk durch die Eintragung ins goldene Buch ein ewiges Denkmal setzt, halte ich es für richtig, auf ebendieselbe Weise den tapferen Verfechter jüdischer Interessen zu jeder Zeit und ganz besonders gegenüber den jüngsten abscheulichen Vorfällen in Kischenew, das edle Staatshaupt Nordamerikas den Herrn Präsidenten Theodore Roosevelt durch hochherzige Spenden ins goldene Buch einzutragen. Mit Zionsgruss Josef C auf m an. Burdujeni (Rumäu.), 19. Juli 1903. * Jüdische Arbeitgeber! Die Stellenvermittlungs-Abteilung des „Verbandes Jüdischer Handelsangestellter und Arbeiter Oesterreichs" stellt den p. t. Arbeitgebern ihre Dienste behufs Besorgung männlichen und weiblichen Personals jedweden Berufes, sowie den p. t. Kultusgemeindert zur Besetzung offener Posten kostenlos zur Verfügung, und bittet, im Bedarfsfalle sich an dieselbe zu wenden. Jüdische Handelsangestellte, Kultusb e a m t e sowie manuelle Arbeiter, die Posten suchen, wTenden sidi an die Stelle n Vermittlungs-Abteilung des „Verbandes Jüdischer Handelsangestellter und Arbeite r", Brünn, Zeile 25. * Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, IL, T a b o r s t r. 59 (Tel. 13 920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Am 25. Juli 1903 standen in Vormerkung: I. Klasse. Manuelle Arbeiter: 15 Anstreicher, 18 Aufpapper, 6 Bäcker, 11 Buchbinder, 5 Buchdrucker, 3 Bürstenbinder, 3 Kartonnagearbeiter, 8 Drechsler, 10 Elektromonteure, 12 Fleischhauer, 2 Friseure, 10 Glaser, 13 Goldarbeiter, 44 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 47 Hilfsarbeiter, 3 Hutmacher, 12 Kellner, 5 Kutscher, .12 Laufburschen, 9 Lehrlinge, 6 Magazineure, 1 Maschinist, 8 Metallarbeiter, 11 Monteure, 48 Schlosser, 42 Schneider, 5 Schuhmacher, 34 Spengler, 3 Tapezierer, 3 Taschner, 10 Tischler, 8 Uhrmacher, 1 Zeichner, 8 Zimmermaler, 5 Zuckerbäcke.r, 11 tüchtige und verlässliche Hausbesorger. II. Klasse. Kaufmännische Angestelite: 5 Brantweinverschleisser, 19 Buchhalter und Korrespondenten, 85 Kommi.s diverser Branchen, 62 Kontoristen und Strazzisten, 3 Inkassanten, 5 Kanzlisten und Schreiber, 6 Manipulanten und Expedienten, 3 Platz-Agenten und -Vertreter, 34 Praktikanten, 8 Reisende. Weibliche Abteilung: 2 Bonnen. 44 Kontoristinnen und Kanzlistinnen, 13 Expedientinnen und Manipulantinnen, 1 Hilfsarheiterin, 1 Kassafräulein, 14 Praktikantinnen, 35 Verkäuferinnen, 2 Verschleisserinnen, 10 Wirtschafterinnen und Stützen der Hausfrau. III. Klasse. Geistige Arbeit: 40 Hauslehrer und Hofmeister (meistens Hochschüler, welche Gymnasiasten und Realschüler unterrichten), 2 Lehrerinnen und Erzieherinnen. Das Bureau des Vereines hat seit seiner Eröffnung im November 1899 bis inklusive 25. Juli 1903 6825 Vermittlungen durchgeführt, und zwar: 3184 Vermittlungen in der I. Klasse (manuelle Arbeiter), 1611 Vermittlungen in der II. Klasse (Handelsangestellte), 1898 Vermittlungen in der weiblichen Abteilung, 132 Vermittlungen in der III. Klasse (geistige Arbeit). Korrespondenzen. Wien. (Rumänische Emigranten.) Ununterbrochen treffen allwöchentlich zweitn a 1 hier rumänische Emigranten ein, die, auf der Fahrt nach Amerika begriffen, kurze Rast in Wien halten und nach wenigen Stunden wieder Weiterreisen, um drüben Erwerb und Lebensunterhalt zu suchen. Tausende dieser Emigranten befinden sich schon in verschiedenen grossen und kleineren Städten Nordamerikas und Kanadas, woselbst sie bereits für sich und ihre Familien durch ihrer Hände Arbeit lohnenden Verdienst haben. Auch am 24. d. M. passierten mehrere Gruppen Wien. Es befand sich darunter eine grössere Familie, bestehend aus Vater, Mutter und sieben erwachsenen Kindern, die wohl Anspruch auf besondere Erwähnung haben. Der Vater war bis vor wenigen Jahren ein grosser Kaufmann in Bukarest, dessen Geschäft sich eines ausgezeichneten Rufes erfreute und der sich ein ansehnliches Vermögen erwarb, das er der Ausbildung seiner Kinder, Söhne und Töchter, widmete. Diese studierten in Berlin und Paris. Da aber infolge des Boykotts das Geschäft zurückging, musste die Familie zum Wanderstab greifen. „N. Fr. Pr." Wien. (Israelitische Allianz.) Die zugunsten der bedauernswerten Opfer in Kischenew eingeleitete Spenden- Sammlung hat bisher die Höhe von K 216 000 erreicht; ausser den bereits veröffentlichten Beträgen seien noch folgende er-

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