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Die Welt · 1903-07-17 · 29 (17.7.1903) · p. 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
29 (17.7.1903)
Article
Das goldene Buch [Nachricht]
Date
1903-07-17
Page
12 (sequence 1)
Language
German
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Vit* 12 ,,Die fr Welt" Nr. 29 Jüdischer fiationallonds. Das Goldene Buer. Sociote Sioni^Udes Eludiants D'Anvirs . . Kioimi 245.81 Verein „Agudas Hazionim" in Kopis (durch Herrn Dr. Bruck)........... „ 252.— Telscher Zionisten-Verein (durch Herrn Naftalin)................Pfd. Sterl. 10.— Achtung Gesinnungsgenossen! Die P. T. Gesinnungsgenossen werden aufmerksam gemacht, dass Nationalfondsspenden, welche nicht direkt an die Jüdische Kolonialbank oder an eine dieselben ausweisende Zeitung geschickt werden, nur gegen Ausfolgung von National fondsmarken in der Höhe des gespendeten Betrages von Privatleuten eingesammelt Averden können. Wir machen unsere Gesinnungsgenossen ferner darauf aufmerksam, dass die Nationalfondsmarken nicht auf die Aussenseite der Briefe aufgeklebt werden sollen, da dies aus posllechnischeu Gründen nicht erwünscht ist. ^us der J§e\^e$üi)gL Gedenket des Schekels! Voranzeige. Wien (Verein jüdischer Handelsangestellter IL, S t e p h an i e st r ass e 8.) Samstag, 18. Juli, um 8 Uhr abends, Diskussion über den III. Oesterreich]sehen Zionistentag, eingeleitet durch den Bericht unseres Delegierten, Gesinnungsgenossen Moses Schmitt. Samstag, 1. August. Vorlesung des: Dr. Kohn von Max Nord au. Regiebeitrag 20 Heller. Die Vorträge finden im Vereinslokale statt. Gäste willkommen. Wien. (Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter, „L e o p o 1 d s t a d t\ II, Stefaniestrasse 8). Mittwoch, den 22. Juli, Vereinsabend mit Vortrag des Herrn Robert Blau über: Nikolaus Lenau. Beginn 8 Uhr abends. Gaste willkommen. Wien. (Vergnügungs-Komitee des „Allgemeinen jüdischen Arbeiter-Vereines", IL, Stefaniestra^se 8.) Einladung zu dem Sonntag den 19. Juli 11)03 stattfindenden Garten-Fest in Leopold Czern's Gasthofgarten, Grinzing, XIX., Grinzinger-Allee 50. Konzert einer beliebten Wiener Kapelle. Humoristische, ernste und Gesangs-Vorträge unter Mitwirkung der Theatersektion des „Vereines jüdischer jugendlicher Arbeiter." Koriandoliwerfen, Gesellschaftsspiele. Schönheitskonkurrenz mit drei Damenpreisen. Im grossen Saale Tanzkränzchen. Zusammenkunft präzise 2 Uhr nachmittags Stadtbahnstationen : Schottenring und Brigittabrücke. Teilnehmerkarten a 20h (jugendliche Arbeiter 10 h) sind erhältlich im Cafe Blumschein, IL, Untere Augartenstrasse 19, im Cafe Kömpf, XX., Jägerstrasse und im Cafe „Zur Börse", Wipplingerstrasse. — Bei ungünstiger Witterung findet das Fest Sonntag den 20. Juli mit demselben Programm statt. Bei zweifelhaftem Wetter Auskunft im Vereinslokale: Stefaniestrasse 8 und in vorerwähnten Lokalen. — Kollegen, Kolleginnen und Gesinnungsgenossen! Agitiert in Bekanntenkreisen für einen zahlreichen Besuch! Berichte. Wien. Sonntag nachts kamen drei jjnge Zionisten aus Sofia (Bulgarien) hier an, die auf einer Fusstour nach Basel begriffen sind, wo sie dem Kongre-se beiwohnen wollen. Es sind dies Peretz Solomonoff, Moi'se Farchy und Simon Jörn to ff. Am 12. Juni Verliesen sie Sofia, und marschierten über Belgrad, Neusatz, Budapest. Pressburg nach Wien, von wo sie Mittwoch früh über München weiter wanderten, Sie hielten bis jetzt 10 Ruhetage, haben also zur Tour von Sofia bis Wien 20 Tage gebraucht. Es sind begeisterte Zionisten, Mitglieder der Zions-Vereine „Bnei Zioa\ „Simson-Turn verein", „Oreach-Touristen- <verein" in Sofia. Von einer Unterscheidung derSephardim und Aschkenasim wollen sie nichts wissen — der Zionismus hat uns alle gleich gemacht — sagen sie. Nur wundern sich die Herren, das« es in Wien nicht mindestens 20.000 Zionüten gibt, und dass Zionisten nicht Manifestationen auf der Strasse veranstalten, wie es in Bulgarien geschieht. Viei » r/ählen sie von (Jen feierlichen Sehekeltagen, die dort schon ein Naiionalfefit bedeuten. In Wien g< fiel es ihnen wohl, und umso behaglicher genossen sie ihre Ruhetage, als sie von Mitgliedern des „Bar Giora" geleitet, dies und jenes von Wien ansehen, und sich in ihrer gewohnten Sprache verständigen konnten. Vor ihrer Abreise gab ihnen zu Ehren der akademische Verein „Bar* Giora" eine kleine gemütliche Abschiedsfeier. Wien. (Nachtrag zum III. österreichischen Parteitag. Referent Gewitsch.) Redner bemerkt zum Kassabericht des L.-K., dass in dessen Ziffern nur die Ausgaben der Zentraladministration der österreichischen Bewegung erblickt werden können. Das eigentliche Budget der österr. Bewegung wird in denD.-K. und Einzelvereinen gebildet, von denen einzelne für die Agitation weit mehr ausgegeben haben, als die Erfordernisse des L.-K. betragen. Die Zahl der Schekel hält sich tief unter der Ziffer unserer Anhänger, weil die erst ein Jahr bestehende Organisation nicht stramm genug wirkte. Der geringe Geldverbrauch des L.-K. ist darauf zurückzuführen, dass seine Beisitzer opferwillig unbesoldete Sekretärs- und Korrespondenzarbeit verrichteten. Diese Arbeit ermöglichte es dem L.-K., mit einem Budget von kaum 4000 K schlecht und recht sein Auskommen zu finden. Das Präliminare für das kommende Jahr ist in der Zuversicht auf starke Eingänge an Parteisteuern bedeutend erhöht worden. Wenn die Zionisten ihrer Ehrenpflicht zur materiellen Stärkung ihrer Organisation nachkommen so werden die vorgezeichneten Ziffern vervielfacht werden. Das L.-K. kann umsomehr bieten, als es Mittel bekommt. Redner erläutert die einzelnen Posten des Budgets und Präliminares und entwickelt in längerer Rede seinen Standpunkt, dass nicht grössere Beiträge von den Schekeleingängen, sondern die volle Zahlung der Parteisteuer das finanzielle Fundament des L.-K. bilden mögen. (Lebhafter Beifall). L e m b e r g, am 3. Juli 1903. Im Berichte über den dritten österreichischen Parteitag (,Die Welt" Nr. 27) heisst es(S.8, Spalte 1): „G. Bader- Lemberg konnte leider sein Referat nicht mehr halten." Dieser Passus ist dahin zu berichtigen, dass ich mein Jtteferat nicht mehr halten wollte. — Das Kulturreferat ist zweimal verschoben worden. Angesichts dieser zweimaligen Verschiebung sah ich mich veranlasst, auf meinen Teil zu verzichten. Gustav Bader. Kremsier. Die am 11. Juli 1903 vorgenommenen Neuwahlen des jüdisch-akademischen Ferialvereines „Ossid* ergaben folgendes Resultat: jur. Otto Müller, Präses; ing. Max Schwoner, Präses-Stellvertreter; phih Friedrich Wertheimer, Schriftführer. Budapest. Der Budapester ZLonisten-Verein hatte Herrn Dr. Max N o r d a u das Delegiertenmandat für den VI. Kongress angeboten. Die Vereinsleitung erhielt darauf folgenden Brief zu Händen des Vize-Präsidenten Wilhelm Kohn: „HochgeehrterHerrGesinnungsgenosse! Ihre gefällige Zuschrift vom 6. d., die mir erst heute zuging, und die ich Ihrem Wunsche gemäss beantworte, hat mich tief gerührt. Ich beeile mich Ihnen zu sagen, dass ich das Anerbieten, der Vertreter des Budapester Zionisten-Vereines auf dem VI. Zionisten-Kongress zu sein, als hohe Auszeichnung empfinde und mit Stolz annehme^ Sie konnten sicher einen würdigern, aber, das wage ich zu sagen, keinen eifrigeren Vertreter finden. Ihnen für Ihr Vertrauen von ganzem Herzen dankend, bin ich mit zionistischem Grusse Ihr hochachtungsvoll ergebener Dr. MaxNordau." Berlin. 'Verein jüdischer Studenten. Stiftungsfest am 8. Juli, durch Dampferfahrt nach Hessenwinkel gefeiert. Rede des ersten Chargierten. Tanz und Amüsement. Kairo. Mit Bezug auf den in Nr. 26 unserer Zeitschrift erschienenen Aufruf der Herrn L. Friedemann aus Kairo, konstatierte die Societe Sioniste „Bar Kochbaw in Kairo, dass die Ehrung der verblichenen Mitglieder vom Vereine immer beobachtet wurde und dass der Verein in dieser Hinsicht sich nie etwas zu Schulden kommen Hess. Somit könne der Vorwurf, den Herr Friedemann den Zionisten von Cairo macht, sie nicht treffen, wohl aber vielleicht andere zionistische Vereine in anderen Orten. Sydney. Am 10. Mai wurde hier ein Meeting der zionistischen Vereinigung von Neu-Süd-Wales abgehalten. Den Vorsitz führte Mr. H. H o ckin g s, Obmann der Vereinigung „Zionist Leage". In seiner R^de sagte der Vorsitzende, man müsse einstweilen streben, den leidenden Juden ein ruhiges Plätzchen zu finden. . Er habe genaue

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