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Die Welt · 1903-06-26 · 26 (26.6.1903) · p. 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
26 (26.6.1903)
Article
[Ohne Titel] / Friedman, L.
Date
1903-06-26
Page
8 (sequence 2)
Language
German
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Seite 8 „m* v w@ar Nr. 26 heben. Gleichzeitig will ich unseren Gesinnungsgenossen folgenden Vorschlag unterbreiten: Um verdienten Männern unserer Bewegung auch nach ihrem Tode ein Andenken zu bewahren, möge jeder Verein (Ortsgruppe) ein Buch anlegen, in welchem die Namen der Hingeschiedenen verzeichnet werden sollen. In jedem Jahre soll eine Haskara abgehalten werden, bei welcher Gelegenheit dann Spenden für den Nationalfonds zu Ehren der Verstorbenen gesammelt werden sollen. Auf diese Weise werden unsere Kämpfer für immer in Erinnerung bleiben und ihr Andenken mit unserer Bewegung aufs innigste verknüpft sein. L. Friedman (Kairo). * An unsere Gesinnungsgenossen und Genossinnen! Im Namen vieler rumänischer Zionisten erlaube ich mir folgenden Vorschlag: Zu Gunsten unseres Nationalfonds möge eine neue Institution im Zionismus kreiert werden. Diese Institution ist die der neun Selbstverleugnungstage ähnlich der „Seif Denial Week" der Salvation Army. Dies neun Tage beginnen mit dem 1. Ab und endigen am 9. Ab, dem Tage, an dem wir über die Zerstörung unseres Tempels trauern. Während dieser neun Tage werden wir uns in unserem gewohnten Vergnügungen und in den gewohnten Genüssen — Rauchen, Trinken von Bier oder Wein bei den Mahlzeiten und ausserhalb derselben, Besuch von Theatern, Konzerten und dergleichen — Enthaltsamkeit oder mindestens eine Beschränkung auferlegen. Ja, selbst unsere gewöhnliche Speiseration kann restringiert werden. All das ersparte Geld wird dem Nationalfonds zugeführt und für diesen Betrag das jüdische Volk ins goldene Buch eingetragen, unter der Bezeichnung „Das jüdische Volkwähren d dern eunSelbstverleugnungst age". Am neunten Ab sollen in allen Synagogen in den Privathäusern und selbst auf den Strassen Sammlungen veranstaltet werden. Wir glauben, dass das Resultat dieser Sammlungen ein beträchtliches sein wird und dass durch Agitation auch Nichtzionisten zum Nachdenken über die Lage unseres Volkes veranlasst werden müssen. Wenn die Landeskomitees und die zionistische Presse für dieses Projekt eintreten werden, kann es an einem grossen Erfolge nicht fehlen und dann wird eventuell auch für den Kongress die Möglichkeit vorliegen, die neun Selbstverleugnungstage zu einer dauernden Institution zu machen. Mit Zionsgruss Tgu-Neamtz. Heinrich Rosenbau m. Wien, im Juni 1993, An die Delegierten des Hl. österr. Parteitages! Nach langer Pause wird den Wiener Zionisten wieder die ehrenvolle Auszeichnung zuteil, die Verbandsdelegierten zu begrüssen. Euch allen, die Ihr nach eines langen Jahres schwerer Müh', aus weiter Ferne herbeieilt, um die Resultate der bis nun geleisteten Arbeit zu prüfen und in gemeinsamer Beratung fortzuwirken zur Ehre und zum Wohle des jüdischen Volkes, entbieten wir das herzlichste brüderliche Willkommen. Mag Wien auch als Bollwerk des rohesten Antisemitismus und der borniertesten Assimilation — dies edle Geschwisterpaar findet sich stets einträchtig zusammen — noch immer gelten, so ist es doch auch der Sitz des Aktionskomitees und unserer jungen Weltbewegung, die unserem gequälten Volk Befreiung und Erlösung verheisst. Eure Worte und Beschlüsse werden darum gerade hier verständnissvolles Gehör finden. Schwere Zeiten sind über das jüdische Volk gekommen. Wir Zionisten sind uns unserer Pflicht bewusst. Möge der III. österr. Parteitag ein neuer erfolgreicher Schritt auf dem langen Weg aus dem Exil werden. Und so heissen wir Euch nochmals aufs herzlichste willkommen! Für das innerösterreichische Distrikts - Komitee (als Wiener zionistische Parteileitung) Dr. Max Bernhard Jur. David Fuhrmann Obmann. Sekretär, * Die ßtattgefundenen Delegiertenwahlen sind behufs Uebermittlung der Legitimationskarte schleunigst anzuzeigen, (p. A. Sekretär jur. Dav. Fuhrmann, Wien, XVIIL, Schindlergasse 35). Vorherige Anzeige von Tag und Stunde der Ankunft in Wien dringend erwünscht. Die Mitglieder des Wiener Erapfangskomitees, die die Delegierten an den Bahnhöfen erwarten, sind an weissblauen Kokarden erkennbar. Freitag den 26, und Samstag den 27. sind von 9 Uhr früh bis 9 Uhr abends stets Vertreter des Landes-Komitees oder Distriks-Komitees im Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 9, um den fremden Delegierten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Daselbst auch Auskünfte in Wohnungsangelegenheiten. * Zu Ehrender Delegierten findet Samstag den 27. um 8 Uhr im Hotel Guth, IL, Stefansstrasse ein Begrüssungsabend statt. Zutritt nur für geladene Gäste. Sonntag den 28. Kommers im Ballsaale Ronacher. Ihre Mitwirkung haben zugesagt der Gesangsvertin „Schir Zion" (I. öffentliches Auftreten) unter Leitung des Chormeisters Prof. Löwenstamm und der Turnverein „Zion" in Fünfhaus. Entree 1 Krone (für Studenten und Arbeiter gegen Vorweis einer Legitimation 50 h). An die zionistischen Siudentenkorporationen Oesterreichs! Der jüdische Studententag findet Dienstag den 31. Juni 1903 im zionistischen Kongressbureau statt: Tagesordnung: Vor mittags Sitzung: Beginn 8 Uhr. 1. Begrüssung durch die Einberufer und Wahl des Bureaus. 2. Gründung des „Verbandes zionistischer Studenten Oesterreichs." Debatte über das Organisations-Statut. 3. Erziehung der jüdischen Studenten zum Zionismus. a) der Mittelschuljugend; b) der Hochschüler. Nachmittagssitzung: Beginn 3 Uhr. Debatte über Referat 3. 4. Die Betätigung der jüdischen Akademiker im Rahmen der zionistischen Organisation. 5. Die nächsten Aufgaben des Verbandes. 6. Eventualia. Die erste Vorbesprechung findet Samstag den 27. Juni 1903, eine Stunde vor dem Begrüssungsabend des L.-K., im Restaurant Guth, IL, Stephaniestrasse 14, statt. „Bar Kochba", Prag. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis Wien, IL, T a b o r s t r. 59 (Tel. 13 920) bietet den P. T. Arbeitgebern seine kostenfreien Dienste an. Brieflicher oder telephonischer Auftrag genügt, um männliche und weibliche qualifizierte Arbeitskräfte sowie Hilfsarbeiter, ferner kaufmännische Angestellte und Lehrkräfte beiderlei Geschlechtes zugewiesen zu erhalten. Am 20. Juni 1903 standen in Vormerkung: I. Klasse. Manuelle Arbeiter: 6 Anstreicher, 6 Aufpapper, 6 Bäcker, 6 Buchbinder, 4 Buchdrucker, i Bürstenbinder, 5 Drechsler, 8 Elektromonteure, 7 Fleischhauer, 2 Friseure, 5 Glaser, 11 Goldarbeiter, 35 Hausknechte, Geschäfts- und Bureaudiener, 33 Hilfsarbeiter, 1 Hutmacher, 2 Kellerarbeiter, 5 Kellner, 4 Kutscher, 4 Laufburschen,

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