Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 25 (19.5.1903)
- Article
- Sehr geehrte Gesinnungsgenossen!
- Date
- 1903-05-19
- Page
- 8 (sequence 2)
- Language
- German
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ieiis 8 „®te 4 Wc^ä - #r. 25 Verhältnis der zionistischen Intelligenz zum jüdischen Proletariat; 7. Agitation, Presse; 8. Stellenvermittlung und Kon- ' ditionslosenfonds; 9. Eventuelles. Die Tagesordnung kann noch geändert werden. Anträge zur Tagesordnung wie auch Anmeldungen von Referaten werden bis zum 19. d. entgegengenommen. („Achwah", Lemberg, Ringplatz 12.) Die Gesinnungsgenossen, welche an dieser Konferenz teilnehmen wollen, werden ersucht, ihren Namen, Stand und genaue Adresse bis zum obigen Termine anzugeben, damit dieselben rechtzeitig zur Konferenz eingeladen werden. Indem wir hoffen, dass Sie, werte Gesinnungsgenossen, für die weiteste Verbreitung dieser Ankündigung Sorge tragen werden, zeichnen wir mit freundlichem Zionsgruss Samuel Sc hör r, Obmann; Alexander Eisenstein, Sekretär. / An die verehrten Glaubens- und Stammesgenossen! Die Unterrichtskurse in der Toynbee-Halle haben begonnen. Massenhaft strömten sie herbei, die lernbegieiigen jungen Mädchen und Jünglinge unserer armen Stammesgenossen, um teilzunehmen an den französischen, englischen, deutschen Kursen, Stenographie und Literatur. Doch welch traurige Erfahrungen mussten wir bei Beginn des Unterrichtes machen! Viele von ihnen waren nicht in der Lage, sich Bücher anzuschaffen, da ihre ärmlichen Verhältnisse es nicht erlaubten : viele, denen diese Kurse für ihre Berufe von grösster Wichtigkeit wären, mussten zurücktreten, andererseits rnufste es ermöglicht werden, 2— 3 Teilnehmer mit einem Buche zu versorgen. Ich wende mich deshalb an meine Glaubensschwestern und -Brüder mit der Bitte, beizutragen zu einem segenbringenden Werke, zur Gründung eines „Lehrmittelfonds der Toynbee-Halle", damit jene oben geschilderten Unannehmlichkeiten in Zukunft vermieden werden. Auch die kleinste Gabe wird dankbarst angenommen. Spenden beliebe man zu senden an Herrn Johann Kremenetzky, Fabrikant, IX. Eisengasse 3 oder an die Unterzeichnete. Namens des Unterrichtskomitees: Frau Ida Berliner, XIV/2 MariahilferStrasse 191. * Ein offener Brief an die werte ,Israelitische Allianz" in Wien. Ich erhielt Ihren dreissigsten Jahresbericht, der den Beweis erbringt, wie ausserordentlich tätig Ihr sehr verehrter Verein im Interesse des Judentums wirkt. Ihr Vorwurf, dass die Juden für das Judentum im allgemeinen wenig leisten, ist sehr gerechtfertigt, was Sie jedoch nicht zur Bepprechung bringen, ist, dass die Juden für alle möglichen deutscher, tschechischen u. s. w. Vereine zur Beitragsleistung herangezogen werden und ihnen dadurch oft die Möglichkeil benommen wird, für ihre eigenen Glaubensbrüder ein Mohr zu leisten. Es wäre vor allem der Herren an der Spitze Ihres verehrten Vereines Sorge, dahin zu wirken, wie man einer solchen Kalamität steuern könnte. Durch die Verbindung aller Vereine, die im Interesse, des Judentums wirken, durch die Kreierung einer Zentralstelle für alle diese Vereine, mit dem Grundsatze, dass alle diese ihren Mitgliedern die sukzessive Rückziehung ihrer Beiträge für auegesprochen fremdnationale Zwecke anraten und nur d*r Förderung der jüdischen Wohltätigkeit, zum Wohle der jüdischen Gesamtheit eingedenk bleiben — würde der Anfang zum Besseren gemacht werden. Ihre Herren Präsidenten sind die Männer, die diesen Gedanken sich zu eigen machen sollten, weil eben sie die Macht haben, Erspriessliches zu leisten. Wollen sie dieses nicht — so ist vielleicht auch nicht alles so ernst zu nehmen, wie es in Ihrem Bericht uns Kultusvorstehern am Lande klargelegt wird. Wir Juden am Lande haben nicht nur die jüdischen Vereine in der Grossstadt zu unterstützen, wir müssen verhältnismässig viel mehr Kultussteuern als unsere Brüder in der Grossstadt zahlen. Ich bin überzeugt, dass in der Grossstadt, die in gleichen Lebensverhältnissen wie unsere Glaubensgenossen am Lande lebenden Juden gar keine Kultussteuer, keine Chewra-Beiträge leisten, während uns am Lande — ich spreche aus eigener und meiner Freunde Erfahrung — täglich 20 Bettelbriefe zukommen und wir ausserdem den jüdischen Vereinen unser Möglichstes leisten. Wenn alle jüdischen Vereine nur im Interesse des Judentums sich verbinden, so wäre den Juden zu helfen. Hofowitz. Julius B o n d i, Kultusvorsteher.! •"»min i pari nßö onnpbi onpinnm ban aa aainai ,pK a^ann maa moK lanpn n« stjid sy>o ^a b"n i^inn ,c:vn Minna bv «-d^w WTbw 'aiaaa „njwn.n;r nraa onnpa w ^ipk nwan jn na lanwa erm maia ■•a jjr bas* ♦TMöb d^ibn trrnp na warr pntfa irn« np« niya ,ianK bv v'K *jnnK o.Twa nt bw anmo iw na naan« n«6 «onpaa \v vnnnKa lpöntrm ,ana o.tt n» w yy •«öatp by nmayn nnpb paa ^aan nun nat&s aa ymnb nn nwaKn naa amnm v,k ^ann« »psai «nn bsb K^anb Tm» pn siynb -owi nn ba ^a npxa nnvn Triam bxvx nnK pn ♦EDJTTOa DnmDH DTK 13|T 1W ••bi« ryi ,anannb -p« an« ]vzb njna w ^k msh ttfpa« nniK /"Ks irn« maunaa nicn o^nn« naaa anpnb n^a ^atan n^ar aa in» ania <a ,tfsna aiapb ^aiK jn D^nnan n-na bnnt&a ^a /a antaian ^a m» wn*' ib ^a n-pK n*r baa ,-aK a^ann nn« iKba^ dk a^aian ba pari piö,-6 na rataKö baa t nban npatab nanp =pa ^k mbrcb vbr v,k -annKa nannn ba (K nnw (a-a-im rabib ,annx ba iawn> nma« ba bj? nn« nna ♦ran«aa«aa ^ipi« nnT» ibr» ^i^k wnn tr«n jo OK catan an a^:^ nr«a trmaa ymnb D-a^atön (a ^a i« m«öw;B nv OK ♦D-tpbrc ik o^aw o^ai^Kia qk onnaiaa ,m«Öl01B '»Sa jrac ^am« ba n« •'aK .niKama n^n"\T o^niDa nrn 6ar r^r jr^ n^aty ,npso an^na "»o jr n^Kn (!D"Sa ibnr onn» nioipaa ^a v«o no»a a^ainn a"in«n on^« <Kia^ nna* a« ■»aymn1? on^i? o m«n ^aa aa^a1? nnab baiK ik /a^ aa-wn k1? v,k omna (/br aaain mnnK p« a^ainn a^abtr anan«a ^a nyib n«n) ^au* mS"^b vby ibn pai?a nawn ^aaa anpnb jrann ba n nKtrm a^a^a aa^Ki a^Kitrna '\t> nKi nrbai ,Slöa D^lOia ♦bra maityn bib« «nn t^Kn nr a^K «bi /a a^noian iöw a« (n K^inbi ,ana bato1? mt» 'nns ntrs a^ann« naaa nanp ^aa n,",K ,n«T ^nntaana "pa ^n«i ,iaaa n« nn« bab a-^K tk ,ni«aHn a.Tby *o^b ^nana a^arasn a^ainra yniK neornta n^K ya« ntrKa^ ^naia n« irnn in^a^ nn«i nn« baa ia^nK "»a nb«a mtöa „nbaab nana -jna1? rbw wr K^ b»nv nnKW ^a "»laenni naitan t^«n bj? nm» mbrnb ,namaan laatnKa nnn pi? na bi? iana^ pn p«n na sa na^nn aa^a^i o^anpan pntn ja rnn^ ,ianna^ jai nnnm ,^nn bzb nrw na .vTan bsb Kin nnn rnKanbr p«ab .aaap -pbn nn «ba obii? wpm ,aabbaa ^"«a lan« üaa ♦•»bpa iK^m n«n «a ^aiana ji^ nanai maa ^ana naiaKa oanntrb nai^n ^tDyiKp vwb nmn^ ♦aHannn jva \nb^ ,y:rwisaKn Leib Koretz, Ropczyce (Galizien).! jvac ^aam a^annKn nma pn n«n nyman n« oanab naim nia^a * An die Delegierten aus Galizien. Vereinigung jüdischer Hoehschüler „Bar Koehba". Die Delegierten des Parteitages aus Galizien werden von den Mitgliedern der akademischen Vereinigung „Bar Kochba" am Bahnhofe empfangen werden und sind dieselben bereit, den Delegierten, Auskünfte in jeder Beziehung nach Möglichkeit zu erteilen. Erkennungszeichen ist eine blau-weisse Kokarde.