Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 20 (15.5.1903)
- Article
- Repertoire der öffentlichen Veranstaltungen der zionistischen Korporationen des innerösterreichischen Distriktskomitees [Nachricht]
- Date
- 1903-05-15
- Page
- 13 (sequence 1)
- Language
- German
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Nr, 29 „Die # Welt** Seite 13 f\us der JSe^egui)g. Gedenket des Schekels! Voranzeigen. Repertoire der cFfentlicheii Veranstaltungen itor zionistisclien Korporationen An innerösterreichischen Distriktskomitees. (E» liegt im eigenen* Interesse der Vereine, rechtzeitig Anmeldungen an Dr. Bernhardt, VII. Neubaugasse 14, zu richten.) Samstag 4en 16.: E in z e 1 v e rein „Wien", La-gbeaumerteiej im k. k. Prater, Restaurfction „zum schwarzen Bären." 8 Uhr. — Sonntag den 1F,: Lokalkomitee Baden. Versammlung im Sitzungssaale der Kultusgemeinde. Beginn 3 Umv Referenten : Dr. Siegmmad Werner, De» Leopold Kahn, Frau Dr. Kahn. •—Donnerstag, den 21. (Feiertag): Lokalkomitee Neu n kir c h e n: Vormittags A u s f 1 u g ins Semmeringgetoiet, nachmittags Uhr Volksversammlung.— Soaatag den 24., 2 Uhr nachmittags: „Allgemeiner zionist jeher Frauenverein*, Ausflug mit Saparatdampfei nach Greifenstein, Wien* Die „Akademische Verbindung Kadimah* gibt allen ihren A. H. A. H. umi Freunden bekannt, dass die Promotion ihres i. a. B. cant, jur. Israel Litt mann zum D»oktor beider Rechte Freitag den 15. Mai 1903 um 12 Uhr mittag im grossen F^stsaaie der Universität in Wien stattfindet. Wien. Der Eiurzelverein „Zion Innere Stadt8 veranstaltet jeden Freitag im Cafe Habsburg, I, Rotenturmstrasse, präzise 9 Uhr eine zwanglose Zusammenkunft, zu. welcher er hierdurch höflichst einladet, Wien. Der Eim-elveiein „Wien* des „Ziori" gibt hiermit bekannt, dass e:r am 16. d. M. — bei ungünstigem Wetter am 23. d. M. — eine Lagbeaumer-Feier im Eestaurant „zum schwarzen Baren* im P r a t e r veranstaltet, Die Mitwirkung durchaus hervorragender Kräfte wurde für diese Feier, die jüdisch-national im schönsten Sinne des Wortes zu werden verspricht, gesichert. Beginn des Festes 8 *Uhr abends. Das Programm der Feier ist folgendes: Begrüesung der Gäste durch Herrn Pine- 1 e s. Ansprache des Herrn Ehrlich. phiL A. Beck.: Festrede. Frl. Fransiska H ornig : 1. „Largo* von Händel, 2. „Capriccio" von Mendelssohn. Frl. Susanna Schwall: 1. „Auf, mein Volk, zum edlen Tun!" % „Die Uhr<c von Loewe. M. Sonnenfeld: 1. „Neuntes Konzert" von Berriot. 2, »Kol nidre", 3. „Kavatine* von Raff. Oberkantor Ignaz Oesterreicher: 1. Arioso aus der Oper „Die Makkabäe-r" von Rubinstein, 2. „War ein kleines stüles Haus" von Donath, Musik von Lubetzlj. M. B e rkowitz: Vorlesumg. Das beabsichtigte Tanzkränzchen entfällt wegen der traurigen Ereignisse in Kis«chenew. Bis 8 Uhr abends freies Entree. Nach 8 Ulli1 wird ein ftogiebeitrag von 50 Hellern eingehoben. Wien. (Verein j üdischerHandelsangestellter Wiens.) Mittwoch den 20, Mai 1903, 8 Uhr afcends, findet die Generalversammlung des Vereines IL Stefaniestrasse 8, statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Neuwahl des Ausschusses, 3. Eventualia. Die Mitglieder werden ersticht bestimmt zu erscheinen. Mit Zionsgruss zeichnet Isidor Grobtuch, dz. L Schriftführer. Wien. Am 15. Mai, 8 Uhr abends, findet in den Apollo- Saien, XVIII. Gentagasse 54, ein Vortragsabend des allgemeinen russischem Studentenvereines mit iiaich folgendem tanzkränzchen statt Ein Teil des Reingewinnes soll den Kischinewer Opfern zufüessen. Wien. (Allgsm einer jüdischer Arbeiterverein, IL, S t e f a,n i e s t r a s s e 8.) Samstag, den 16. Mai Vortrag des Gesinnungsgenossen Lifschütz aus Palästina über das Tema: „Die Beschaffenheit der jüdischen Kolonien Palästinas". Anfang präzise 8 Uhr abends, GLste herzlichst willkommen. Wien. Die Einschreibungen zu den unentgeltlichen Kursen der Jüdischen Toynbee-Halle finden (mit Ausnahme von Freitag und Scmntag) an jedem Abend won 7—9 Uhr, XX., Karajangasse 20, statt. Beginn der Kurse: Montag den 18. Mai. Das SekTetariat. Baden. Unsere Gesinnungsgenossen in Baden veranstalten Sonntag den 11, d.M. eine Agit.ationsversamm- Lu n g. Die Wiener Teilnehmer derselben fahren ab Südbahnhof um zirka, 2 Uhr nachmittags. Zahlreiche Beteiligung erwünscht ' In Neunkirchen findet Donnerstag dem 21. d. M. (Feiertag) am Nachmittag eine zionistische Versammlung statt. Vormittags vereinigen sich die Neunkirchner Gesinnungsgenossen mit den Gästen aus Wien, Mödling, Baden und Wiener-Heustadt zu einem geselligen Ausflug ins Semmeringgebiet unter Mitwirkung einer kleinen Salonkapelle und eii-es Gesangsquartefcts. Die Abfahrtszeit wird im Koijgressbureau (Telephonnummer 14.199) bekanntgegeben. Die Wiener Gesinnungsgenossen, Damen and Herren, welcfce sich an diesem voraussichtlich sehr animierten Ausfluge beteiligen wollen, werden dringend gebeten, dies ehebaldigst (bis spätestens Dienstag den 19. «1, M.) dem Distriktskomitee IX. Türkenstrasse 9 bekanntzugeben, da bei ein «er grösseren Beteiligung eine entsprechende Fahrpreisermässigung eintritt. Eperjes. Laut Beschluss der jüngsten Konferenz des Komitees veranstaltet der „ Ahaivath Ziontf- Verein zu Eperjes am IT, Mai a. c. um 3 Uhr nachmittags in den Lokalitäten des Restaurant Altmann — oder bei schönem Wetter im Garten des Herrn Josef Hart m ann — eine grosse Festvereammlung mit reichhaltigem Programm. D^t „Ahawath Zion" - Verein zu Eperjes ladet hiermit auf di eisern Wege alldiffenigen Glaubensbrüder, die sich für unsere grosse Zions.-Sache interessieren, höllehst und dringend zur Versammlung ein. Schekeltag in Amerika. Sonntag den 17. Mai findet in Amerika ein Jom-Haschekel (Sehekeltag) statL Zu diesem Behnfe hat die Amer.-Ziob. .Föderation einen Aufruf erlassen^ worin die Bedeutung und die Besti mmung des Schekels eingeschärft wird und ermahnt, denselben am Schek^ltage zu bezahlen. Berichte. Wien. Auf Einladung des Ve r e in e s jüdischer Hoahschüler „Erez Israel* hielt Hör Dr. Paul Welsen grün im Saale des Kongressbureaus, TX., Türkenstrasse 9, einen Vortrag über rien Zusammenhang zwischen der jüdischen und der sozialenFrage. Der Vortragende führte aus, dass der nationale uni soziale Gedanlt« gleichzeitig im jüdischen Proletariate gepflegt und entwickelt werden müsse, da im jüdischen Proletariate, als der ^Majorität des jüdis-ehen Volkes, unsere Zakunft liege uni aus seinen Reili^n man die Massen, die in Palästina sieh ansiedeln werüen, erziehen wird. Der Vortrag fand grossen Beifall. Berlin. Die Berliner Zionistische Vereinigung richtete unter dem 8. Mai folgende Eingabe an das Repräsentanten- Kollegium in Berlin: Abschrift. Dringend! Berliner Zionistische Vereinigung, Berlin. Berlin NO./55, den 8-. Mai 1903. Heinersdorferstrasse 1. „Wir beehren uns, dem verehrt. Repräsentanten-Kollegium der Jüdischen Gemeinde zu Berlin den in der gestern stattgehabten Sitzung unseres Kollegiums einstimmig gefassten Beschluss mitzuteilen, wonach „eine Petition an das Repräsentant «en-Kollegium der Jüdischen Gemeinde zu Berlin zu richten ist, dahingehend, dass dieselbe möglichst schnelL eine grössere Summe für die von der schweren Katastrophein Kischinew Betroffenen zur Verfügung stellt; mit der Abfassung, Unterzeichnung im Namen des Vorstandes und der Ab Sendung dieser Petition wird das Mitglied unseres Kollegiums Herr Ludwig Beltr beauftragt/' Gemäss diesem Beschlüsse richten wir die ergebene Bitte an die verehrt. Repräsentanz, möglichst schnell für die Unglücklich u in Kischinew einzutreten, Die Grösse des Unglückes und die entsntzliche Lage vieler Tausender, die aus authentischen Zeitungs- und Privatkorrespondenzen mehr wie genügend hervorgeht, enthebt uns der Notwendigkeit einer eingehenden Begründung unserer Bitte, durch deren Erfüllung die jüdische Gemeinde einem Wunsche entgegenkommt, der in den Herzen tansender Gemeindemitglieder wach ist. In grösster Hochachtung Der Vorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. I. A.: (gfcE.) L u d w i g B e h r. An das yerehrliche Repräsenlanten-Kollegium der Jüdischen Gemeinde m B e r 1 i n." welche Eingabe jedem Mitgliede des Repräsentanten-Kollegiums uni des Vorstandes in Abschrift durch unseren Genossen Ludwig Behr mit beifolgendem Anschreiben übersendet wurde: Ludwig Behr. Berlin NO./55, den S, Mai 1903. Heine r sdorferstrasse 1. Sehr geehrter Herr! Ich beehre mich, Ihnen in der Einlage die Abschrift einer heute an das Repräsentanten-Kollegium der Jüdischen Ge-