Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1903-04-24 · 17 (24.4.1903) · p. 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
17 (24.4.1903)
Article
Wien [Nachricht]
Date
1903-04-24
Page
11 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3315709-3316013-3316038--39685-3331818
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Hr. 17 „Die # Welt" Seite 11 Wien. Am 14. d. M. fand die Generalversammlung der „Chewra Kadi sc.ha*6' für die Bezirke VI bis XV im Tempelgebäude, XV., Turnergasse 22r statt. Sß wurden auch 6 Mitglieder in die Vorsiehung gewählt umd von diesen simä die zwei NeugewählUm unsere erprobten* Gesinnungsgelnossen die Herren Ignatz Rechnitzer, Privatier, und Jaiob Herzog, Tuchhändler. Die anderen zier Gewählten wa.ren schon Funktionäre Wien. („V erein jüdischer jugendlicher As* b e i t e r.a Z e n t r a 1«J Bei einer im Vereinslokale des IL Bezirkes stattgehabten Vertrauensmänner-Sitzung wurde die Einführung eines Zentral-Auschusses der Wiener Vereine beschlossen. In Uesen Zentral-Ausschuss wurden delegiert von dem Verein „Leopoldstadt" (EL, Stephaniestr&sse 8) die Kollegen Körpner, Insiieht Laufer unl Stefansk^ für „Brigittenau" (XX., figerstrasse 16), Bauer, Rosenthal, Wurmann und F1 e s c h für ÄOttakring-Hernälstt (XVL, Koppstrasse 2), Grünhut, Elias, Perlgrund und Reiss. — In der ersten Zentral-Ausschusssitzung wurde Kollege Gr ö n hut (Ottakring) zum Obmann, Körpner (Leopoldstadt) zum Stellvertreter, Rosenthal (Brigittenau), zum Schriftführer, St«efansk^ (Leopoldstadt) zum Kassier gewählt. Zusclriften sind an den Zentral-Ausschuss der „Vereine jüdischer jugendlicher Arbeiter in Wien, IL, Stephaniesr:a;sse 8% zu richten. Prag. Am 15. März reranstaltete der jiädische Frauenvferein im Wintergarten des Restaurant Heine zu Ehren Parims ein grosses Kinie-rfest. An 600 Kinder nahmen an diesem Feste teil, dessen Glanznummer die lebenden Bilder, di*e Geschichte Esthers darstellend, waren. Die Bilder waren in wahrhaft künstlerischer Weise von Herrn Richard Ta u s s i g, Mitglied des d e-utschen Landestheaters, insceniert und durchwegs von Kindern dargestellt. Dfc» Prolog sprach mit viel Gefühl und vorzüglicher Betonung Frl. Paula Roth. Das äusserst gelungene Fest verschaffte dem Verein vüele neue Freunde. S. R. Tarnopol. Am 1. März fand im zionistisch-akademischen Vereine „Bar Kochba" in Tarnopol die dritte Generalversammlung statt, ~bei welcher folgende Kollegen in den Ausschuss gewählt wurden : Obmann stud. jur. Wilhelm Landau, Konsenior stud. jur. Philipp Korngrün, Schriftführer stud. jur. Juda Friedman», Kassier stud. jur. Abraham Grünb«rg, Bibliothekar stud. jur. Abraham Sa ss. Tarnopol. (Verbiadung zionistischer Hochs ohüler „Bar Koch t> a".) Mitglied erzähl 36. Wir haben eine Toynbee-Halle gegründet, die sich starken Zuspruches erfreut. Jeder Vortrag muss infolge des Andranges zweimal nacheinander wied erholt werden. Wir haben dem jüdischen Nationalfonds 240 Kronen zugeführt und sind b-ereits ins Goldene Buch eingetragen. Wir haben unter Mitwirkung unserer geehrten Gesinnungsgenossin Fräulein Rosa Pomeranz einen jüdischen Frauerrverein ins Leben grwufen, der sich sehr gut entwickelt, haben eine sehr s<ihöne, 400 Bände zählende Bibliothek, in die jedes neu erscheinende jüdische Werk sofort eingereiht wird. Als Hauptpunkt unserer Tätigkeit betrachteten wir die Agitation. Unter tätiger Mitwirkung unserer Gesinnungsgenossen kamen in allen Städtchen unserer Umgebung Makkabäer- Abende zustande. Jeden Mittwoch finden im Lokale des Vereines Vorlesungen and Vorträge über Zionismus statt. Wahl für das dritte Semester: Präses W. Landau, Vizepräses F. Korngrü», Schriftführer J. Friedmann, Kassier A. Grünberg, Bibliothekar A. S as s. Stryj. (Jüdisch-akademische7ereiniguDg „Veritas* in Stryj.} Bei der am 24. März 1. J. vorgenommenen Chargenirahl für das Sommer-Semester 1903 wurden gewählt: Dr. Heinrich Byk, «Advok.-Kand., als Präses, Kand. jur- Heinzrich Damm als Wize-Präses, stud. j nr. Heinrich Juer-Lande s b e r g, Schriftführer, stud. jiir. David Eckstein, Kassier, Fischel Apfel grün, Bibliothekar, cand. jur Michael Buxbaum und stud. phil. Leon Rosenzwng, Ersatzmänner, Advok.-Kand. Hermann Rosenberg und stud. jur. Wolf Schmorak, Kassa-Revisoren. Suczawa. (Ferial- Vereinigung ziomistischer Hochschüler „Tikwah".) Sei der am 12. d. K, stattgefundenen Generalversammlung wurde der Beschlass gefasst, den Hamen „Ferial-Vereinigung zionistischer Hochschülera in Suczawa in „Ferial-Vereinigung zionistischer Hochschüler Ti kw a h" umzuwandeln. Gleichzeitig warde infolge Resignation des Vizepräses S.M.Schäfer stud.ing.Salomon Herschensohn zon Vizopräses gewählt. Es wird ersucht, alle für die „TLkwah" bestimmten Zuschriften an cand. jo- Max Rosenstrauch in Suczawa zu richten. Fraifekfurt a. M. AmSonntag, den 22. März, veranstaltete die hiesig« jüdisch-natioaale Frauen-Vereinigung einenacliträglichfc Purimfeier, die einen schönen Verlauf nahm. Einer kikrzen, aber scbwungvollen Ansprache der Vorsitzenden, Frl. A. Griinblatt, folgte ein Referat Aas Herrn K, Cohn über „Esther und die historischen Frauen des Judentums". Um das Gelingen des unterhaltenden Teiles machte sich besonders Herr A. Jüngster aus Lodz verdien^ der unter stürmischem Beifall der Versammlung Gedichtes von Rosen ffeld und Z1 o c i s t i meisterhaft rezitierte, Den gesanglichen Teil besorgten Herr Kantor Weiss mann und FrL H e i n e m a n n, die ihr Besfees leisteten und wohlverdienten Beifall ernteten. Ein lustiger Einakter, der von den Damen Gottselig, Scheuer, Steinlfcuf und WoLff vortrefflich aufgeführt wurde, trug zur üdelen Stimmung nicht wenig bei. Erwähnt «ei noch dia sehr gelungene?Rezitation von Donaths „Prophet", die Frl. Katz besorgte, Eine sogenannte „amerikanische Versteigerung* zionistiscber Werke ergab eine beträchtliche Summe zugunsten des jadischen Nationalfonds. —m Damnstadt. Um einem längst fühlbar gewordeaen Mangel eines engeren Zusammenschlusses der jüdischen Studentenschaft abzuhefifen, wurde hier im Verflossemen Wintersemester ein jüdischer Verein unter dem Namen „A k a d em is ch e r Verein Makkabaea" gegründet. Der Verein wurde am 13. v. M. vom Rektorate der Tech nischen Hochschule genelmigt und bildet den Sammelpunkt aller jüdischen Studierenden, die sich bewusst als Jud«n fühlen. Er stellt sich atir Aufgabe, alle Strömungen und Bewegungen im Judentum, in seiner Wissenschaft, Kn nst und Literatur zu erörtern und das Studium der hebräiscltien Sprache, der Geschieht« und der gegenwärtigen Lage «des jüdischen Volkes zu fördern. Am 15. April d. J. eröffnete der Verein ein Lesezimmer, in dem hebräische, deutsche und russische Zeitschriften aufliegen werden. Denjenigen Kommilitonen, welche die hiesige Hochschule zu beziehen beabsichtigen, werden Auskünfte über die hiesigen Studien- Verhältnisse u. s. w. vom unterfertigten Ausschusse bereitwilligst erteilt. AnfrageE, Briefe etc. in jeder Sprache sind zu riclrten an den Akademischen Verein „M a kk abaea* Darmstadt, Technische Hochschule. D e r Ferien- Ausschluss des Akademischen Vereintes ,Maklabaea8: A. Ü, G o r d o n, cand. ehem., Abr. B optomolny, stud. cheni. M. L e w i n, Diplom-Ingenieur, F. W e i n r e b, stud. electr. Zionistisches Dästriktsbureau Mannheim. Kürzlich unternahm Herr Davis Trietsch aus Berlin in Süddeutschland eine ausgedehnte Vortragstouiiiee, die uns zu lebhaftem Bänke verpflichtet. Er sprach am 28. März in München, 30. März in Regensburg, 31. Mäia in Würzburg, 1. April in Frankfurt a. M, 2. April in Ma nnheim, 1. April in Mains und am 6. April in Strassburga-E. und begegnete, soweit -wir hörfn konnten, lebhaftem Interesse, keine Themata waren: „Das heutige Palästina", „Der jüdisclie Orient", „Emigration und Kolonisation." Ueber das letztere Thema sprach er hier in Mannheim innerhalb der sehr gut besuchten Gruppe in sehr interessanter Weise. Die Diskussion, die lebltaft einsetzte, beschäftigte sich unter andereon auch mit eiaw von Herrn Trietsch propagierte» neuen Orient-Kolonisationsgesellschaft, die von Berliner Zionisten, unUr anderen von Dr. Franz Opy enheim &r, kürzlich ins Leben gerufen wurde und worüber in diesen Spalten jedemfalls noch eingehend berichtet wird. Zum Schlüsse eitiielt folgende Resolution die öinstimrclge Zustimmung der Versammlung: „Die Ortsgruppe begrüsst die Gründung der jüdischen Orient-Kolonisationsgesellschaft und die Inangriffnahme der praktischen Koloimsationsarbeit in und um Palästina und ht bereit, für dies« Bestrebungen zu agitieren und zu arbeiten/ Mitteilungen des österreichischen Landeskomitees. Die Sitzungen des L.-K. finden jeden Montag abends im Kongressbureau statt Zur selben Zeit sind die Mitgli öder eben dort zu sprechen* Briefe und Geldsendungen für das L.- K, sind an den Sekretär Adolf Pollak, IX., TürUcenstrasse 9, Bestellungen von Nationalonds-Marken an den Natiomalfonds-Konomissär Dr. Hugo Benedikt, I., Tdefer Gräbern 25, zu adressieren. Die rückständigen S chekel siid unwerzügl ich zu verre thnen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.