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Die Welt · 1903-04-17 · 16 (17.4.1903) · p. 12

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
16 (17.4.1903)
Article
Das goldene Buch [Nachricht]
Date
1903-04-17
Page
12 (sequence 1)
Language
German
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Seite 12 „Öfe %Weltw Nr. 16 Jüdischer Nationalfonds. Das Goldene Buch. Verein „Agudas Hazionim" in Mir . . „Poalei Zion" in Gorodeja ....... „O h a w e L Z i o n* in Ekaterinoslaw .. . . . A. Per Iis inWilna behufs Eintragung der Frau Rachel Perlis, geb. Eisenstange . Verein „Agidas Jerusalem" in Vaslui „SocietateZionista, Sectia Haschachar" in M i h a i 1 e n i........... Verein „Ohawei Zion* in Dublin. . . Verein „Agudas Z i o n" in Dunaewzi. Morris Samitca in Ne w-Y ork behufs Eintragung seiner verstorbenen Frau Klara, geb. Goldener (geboren in Jassy. gestorben im 31. Lebensjahr in New-York am 9. August 1902, Ab. 5662) . Simon Russota und Frau Anna, geb. ßassewitz.............. Verein „Ohawei Schulom* in Weliki Luki................. Sammlung der Herren J. Masie und J. Bomstein zurEintrasung des Rechtsanwaltes Oskar G r u se n b e r g........ Pfd. St. Kronen Pfd. St Lei Kronen 10.— 252.— 10.— 10.— 260.— 235.60 252.— 252.— Pfd. St. » Kronen 10.— 10.— 252.— Pfd. St. 10.- $fas de* JSe\fre£üi)g. Gedenket des Schekels! Voranzeigen. Wien. (Allgemeiner jüdischer Arbeiter- Verein, II. Stefaniestrasse Nr. 8.) Samstag, den 18. April um 8 Uhr abends: Vortrag über „Land und Leute Palästinas". Herr Lifschitz, der Palästinenser ist, wird in diesem Vortrage die Lage des Landes wie das Leben der dortigen Juden genau schildern. Niemand soll es versäumen, diesen interessanten Vortrag beizuwohnen. — Die „Arbeitsvermittlung" des Vereines ist bereits in voller Funktion und haben wir schon mehrere Stellen vermittelt. Wir müssen aber zu unserem Leide konstatieren, dass die Arbeitslosigkeit der jüdischen Arbeiter so überhandgenommen hat, dass wir förmlich von arbeitslosen n Arbeitern überstürmt werden. Es ergeht daher der Appell an alle unsere Gesinnungsgenossen, insbesondere an die zionistischen Vereine Wiens, uns bei dieser hohen Aufgabe zu unterstützen. Jeder, der von einem frei gewordenen Posten in irgendeinem jüdischen Geschäfte weiss, wolle es .; uns gleich mitteilen und auch gleichzeitig den jüdischen Arbeitgeber auf unsere Arbeitsvermittlung aufmerksam machen. Wien. Im I. Wiener Jüdischen Turnverein eröffnet die Frauen- und Zöglingsriege am I.Mai d. J. ihre Tätigkeit. Die Fechtsektion hat ihre Uebungen bereits aufgenommen. Um zahlreichen Beitritt wird gebeten. Berichte. Wien. Der B.-K. der jüdisch-akademischen Verbindung „Makkabäa" hat ihren B.-K. Ingenieur Josef Baar zum A.-H. rezipiert. Wien. (Theologischer Verein der Hörer an der isr. theol. Lehranstalt in W i e n.) „Mit der Donnerstag am 2. April abgehaltenen Sitzung schloss der Verein das XIX. Semester seines Bestandes. Wie in den früheren Semestern, kann der Verein auch in diesem Semester auf eine reiche Tätigkeit zurückblicken. Die Vorträge, die an den einzelnen Abenden im Laufe des Semesters gehalten wurden, gehören verschiedenen Gebieten, wie Philosophie, jüdische Geschichte, Belletristik, Homiletik, Sprach- und Altertumskunde, an. M. G. Mehr er: Glauben und Wissen, S. Zimmels: Nachkantische Ethik, H. Schwenger: Die Beteiligung der Juden an den Freiheitskämpfen im Jahre 1848, Dr. S. Ochs er: Die Mandaeer, A. Beck: Die Lage der Juden in Rumänien, G. Sicher: Die Stellung der Israeliten und Judäer zu den Fremden, K. Kupfer: Saul Tschernichowsky, ein junghebräischer Dichter, Dr. G. Rosenmann: Sabbatay Kohen, ein Lebensbild, Dr. R. Feder: Sabbatpredigt zu Kedoschim, M. Tauber: Die Gesetze Hammurabis und das Gesetz Mosis, S. Asje: Die syrische Dreschtafel, J. St ö ssler: Die Stellung des Rabbiners zum Zionismus. Sämtliche Vorträge waren fast von allen Mitgliedern des Vereines besucht und die Diskussionen gestalteten sich zu einem sehr lehrreichen, anregenden Meinungsaustausche über die einzelnen Themen." Wien. (Literarischer G e s e 11 ig k e i t s v e r e i n jüdischer M ä d c h e n „M o r i a".) Sonntag den 5. d. M. jährte sich zum zweiterimale der Sterbetag der unver.- gesslichen Rosa K o 11 m a n n. Aus diesem . Anlasse veranstaltete der Verein j>Mbria'4 eine Trauerfeier mit gleichzeitiger Beteilung zweier Waisenmädchen mit Kleidungs¬ und Wäschestücken aus dem Erträgnisse 1 der Kollman- Stiftung. Nachdem die Präsidentin, Fräulein Herr mann, die Feier mit einigen ergreifenden Worten, eingeleitet hatte, hielt Fräulein Wagner eine Gedenkrede, in welcher sie auch dem Landes-Komitee, sowie Herrn Dr. Krenberger und Frau Dr. Kahn für ihr selbstloses Bemühen um das Zustandekommen der Stiftung den Dank des Vereines zum Ausdrucke brachte. — Die Präsidentin nahm nunmehr die Beteilung vor und forderte die zahlreich versammelten Mitglieder und Gäste auf, sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen zu erheben, — Damit fand die würdige Feier ihren Abschluss. Wien. Am 31. März fand der letzte Vortragsabend in der Wiener Jüdischen Toynbee-Halle statt. In gewohnt musterhafter Weise besprach Pro f. Dr. Leon Kellner Shakespeares „Sturm". Nach der Pause ergriff Herr Stein- Rchneider das Wort, um dem Vorstande zu danken. Herr Kremenetzky vom Vorstande der Jüdischen Toynbee-Halle besprach die finanziellen Schwierigkeiten, von denen dieses schöne Unternehmen noch immer bedroht sei und wirkte durch die Aeusserung seiner Besorgnisse betreffs der Zukunft der Jüdischen Toynbee-Halle mächtig auf das Publikum. Nachdem noch Dr. Siegmund Werner namens des Vorstandes gesprochen und die Sommerkurse angekündigt hatte, wurde der Abend unter stürmischen Hochrufen der Versammelten auf Prof. Kellner geschlossen. — Behufs Eintragung Professor Leon Kellner's, Wien, ins goldene Buch des „National- Fonds«, wurden am letzten Toynbeehalle-Abend gesammelt: Je eine Krone : B er 1 i n er Mimi, H alb er th al Helene. B r a i n e r Jenny, K o h n Gisela, Goldstadt Paula, Schmiedl Hedwig, Hirschler Sidonie, W eis s Marie. Summe acht Kronen. Die weiteren Spenden werden in der „Welt" ausgewiesen werden. Wien. Am 4. April fand im Ballsaale Ronacher das erste Schauturnen des I. Wiener jüdischen Turnvereine s .statt. Dasselbe fiel in jeder Hinsicht günstig aus und bedeutet einen entschiedenen Erfolg des Vereines. Das zahlreich erschienene Publikum akklanaierte stürmisch die in ihrer kleidsamen Tracht stramm aufmarschierenden Turner und die in einem äusserst schmucken blau-weissen Kostüme sich präsentierenden Turnerinnen. Das turnerische Programm wurde exakt durchgeführt und zogen namentlich die hervorragenden Leistungen der 1. Riege am hohen Reck die aligemeine Aufmerksamkeit auf sich. Den Höhepunkt des Festes bildete unstreitig der Damenreigen, der sehr präzise zur Ausführung gelangte und mit seinen wechselnden Figuren ein entzückendes und anmutiges Biid bot. Auch die übrigen turnerischen Vorführungen, so namentlich die Stabübungen der Herrenriege, fanden den lebhaften Beifall des Publikums. Volles Lob gebührt dem ersten Turnwarte, Herrn Rudolf Po Hak, der die Aufführungen in überaus glücklicher Weise zusammengestellt und viel Mühe und Zeit auf die Einstudierung derselben verwendet hatte. Auf das Schauturnen folgte ein Tanzkränzchen, welches von den kostümierten Turnerinnen und den Herren vom Komitee eröffnet wurde. Trotz der vorhergegangenen anstrengenden Uebungen beteiligten sich Turner und Turnerinnen in erster Linie eifrig und ausdauernd am Tanze. Demselben wurde bis in den grauen Morgen gehuldigt und herrschte die ganze Zeit hindurch die animierteste Stimmung. Zahlreiche Telegramme und Begrüssungsschreiben trafen im Laufe des Abends von jüdischen Turnvereinen des In- und Auslandes und von Freunden des Vereines ein, so zum Beispiel vom jüdischen Turnverein in Philippopel, Hamburg, Halberatadt, Troppau, Berlin, von Berthold Feiwel (Lausanne) etc. So kann denn der I, Wiener jüdische Turnverein mit dieser seiner ersten grösseren turnerischen Veranstaltung vollauf zufrieden sein, die seine turnerische Leistungsfähigkeit voll und ganz erbracht hat. Von den offiziellen Persönlichkeiten der Wiener jüdischen Gemeinde hat es niemand für nötig befunden zu erscheinen. Wien. (Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter „B rigitten au.") Der Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter „Brigittenau" veranstaltete am 5. d.M. im Festsaale des j,Hotel Union" sein I. Gründungsfest. Nach der Begrüssung des Obmannes Rosenthal kam die Ouvertüre „Wache der Königin" von einer Damenkapelle unter Leitung des Kapellmeisters Ehrlich, zum

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