Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 7 (1903)
- Issue
- 11 (13.3.1903)
- Article
- Freiburg i. B. [Nachricht] / K.
- Date
- 1903-03-13
- Page
- 13 (sequence 2)
- Language
- German
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{5e$e£l2 „Me Wüt» ffepll Berichte. Wien. (Jüdische akade ml sehe Verbindung „U n i t a sa.) C hargen wähl: Präses ing. R. S p i t z e r, Vizepräses ing. S. Sonnenschein, Schriftführer med. M. ßo.senzweig. Wien. (Ve reinigun'g j ü d i s eh e r Ho ch sch ü 1 er aus Ga.lizien „Bar K o c Ii l> a* i n Wien.) Präses mech. Abr. Sal. Lebensart, Vizepräses mech\ Osias R o s e n b 1 a 11, 1, Schriftführer phil. David H 0'r o w i t z, % Schriftführer ing. Siegm. Lös ehne r, Kassier ing. Simon Weinberg. Wien. (Mädch env'uad Frauenverein „B i ku r G h a u i i m".) Am Sonnig den 8 d! M. hielt Herr Dr. Em. Deutsch einen Vortrag über das Thema: „Hygiene der Wohn u n g", welcher "von. * den Erschienenen mit grossem Beifalle aufgenommen wurde. Wien. Im lilerar. Geselligkeitsverein jüd. Mädchen ,Moria" hat Sonntag den 1. März Herr Marek Scherlag; Schriftsteller, seine Novellen „Opfer aus dem Leben* vorgelesen und erntete von dem überaus zahlreichen Auditorium lebhaften Reifall. In demselben Vereine wird Sonntag den 16. d. M. um " 37$Uhr nachmittags im Religionssaale der Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse Nr. 2, II. Stock, ein Vortrag stattfinden. Gäste herzlich willkommen. Wien. (Einzel verein „ W i * n" des Verbandes „Zion".) Dienstag am 24. Februar fand; im Einzelvereine „Wien* des „Ziontf ein Vortrag des Herrn Dr. Egon M. Zweig über Israel Abraham'son und sein Buch „Islam* statt, der mit grossem Beifall aufgenommen wurde. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Zellermay er, Schimer, Ehrlich und Meisl. Brünn. (J ü d i sc Ii -akad em i s c h e V er bin düng „Veritas".) Bei d^er am 4. März d. J. stattgefundenen Generalversammlung der Jüdisch-akademischen Verbindur g »Ver i t as* würden gewählt: ing. Hermann Z e i s e I zum Präses, ing. Ignaz Wi nkels b er g zum. Vizepräses, ing. Leopold Eisinger zum Schriftführer. Prag. Herr Dr. Adolf Bergmann aus Pardubitz hielt im „Jüdischen Volks verein am 21. v. M. einen Vortrag über die kolonisatorischen Bestreb u n gen der Zioni sten und ihre Durchführbarkeit. Vor einem ungewöhnlich zahlreichen Publikum eröffnete der Obmann, Herr Dr. M. Kohn, die Versammlung. Herr Dr. Adolf Bergmann sprach zunächst böhmisch und ' widerlegte die Insinuationen der tschechischen Juden, als gräten die Zionisten hierzulande verkappte Germanisatoren. Äuf das eigentliche Thema übergehend, bewies der Redner einV staunenswerte Belesenheit in der ganzen zionistischen Litferatufc» deren Ergebnisse er überzeugend und klar darlegte;'Di.6' Notwendigkeit einer teilweisen Auswanderung /der Judern für jene, die im Lande bleiben wollen;*die Auswar der'u hg sd^ die Kolonisierung der Emigranten in ^etö Mutterlande Palästina; die Eignung/des Landes hiezu; das Äuf blühen*'Tott-Industrie und Handefiteselbst; di'e'Vergleichung der^'B^yöMkerungsdichtigkeit Böhmens von 'einst äind jetzt mit jener Palästinas; welche- VeiifaehrufTg'sie dort und in Syrien verträgt; wie leicht es werden wüfcde, benötigte Barmittel zu beschaffen, wenn ein mit Erfolg gekrönter Versuch gemacht werden möchte; das wären die Motive des Herrn Referenten. Nach länger als anderthalbstündiger Rede schloss der -Referent unter lauteni Beifall seinen Vortrag. Der Abend war in seinem Verlaufe ein «durchaus gelungener,- und man sah selbst Gäste vom . Lande, so war Herr J. Bondy aus Hofowitz zugegen und viele andere. Slatina (Sektion „J e s o d Leumi*.) Neuwahlen : H. Na d ler, Präsident, Aron Rabinowici, Kassier, Albert Z oller, Kontrolor, Julius B 1 u m enf eld, Sekretär. Die Sektion hat 28 regelmässig schekelzahlende Mitglieder und wächst stetig. Obzwar ihre Zahl klein ist (die Stadt zählt nur 37 jüdische Familien), sandte sie doch vör ll/2 Monaten an die Kolonialbank in London 10 Pfd. Sterl. behufs Eintragung unserer Sejction ins Goldene Buch desNationalfonds und agitiert nach Kräften für den Zionismus. Zastawna. Verein „Scbiwas Zion*. (Bericht verspätet eingelangt.); Makkabäerfeier am 28. Dezember. Hauptsächlich um das Arrangement verdient Herr Sipmund W ei s sgl-ass. Saal schön national dekoriert, starker Besuch, auch von einigen Mitgliedern der „Hasmonaea* (Czernowilz). Begrüssungsrede Präsident S. Weiss gl ass. Festrede jur. Sommer, Tendenzrede jur. Fie c hb a ch (beide vom Verein ^Hasmonaea*) Musik, Chorgeeang. Toast auf die nationale Frau Hr. Apotheker E. S c h e c h t Jargonrede H. Sil b ermahn p:^nj§^ Ju^v^^feifeB 0 1 d Aufruf zur Schekelsammlüng (56 Scnekel 'ie'zählt). Festkommers. Storozynetz. Vereih";B^bn^r Rege Tätigkeit unter Obmann Advokat ' T>r; Lebtf!L*u>) H gßf.' ^hithl- Versammlung 8. Vv M. ' 4<) heueMitgUedaf.1 J^ufeschuss: Dr. L uü t ing er, Präsident; Adolf Lp p päjVi%<^&sident; M. Maurüberj- Kassier;^ Ch;; R eic n öi'ii^ Wutscher Schriftführer; O. VP r e min i g e r, ' ■hebfäisch§ii ' Schriftführer; JB. Herrn ann, J. R q m an,'Kontrolltore, Ä, Zapp- 1 e r, Verwalter; L. K e 1 l-e>,'2feitüngsvefW Bibliothekar, . . - : ' i ■■> > $ •- - *4 Berlin. Bei der am 21. v. M. in der Synagoge SaarbriickerstrÄsge. ,st4tt^e|Labten.;. ©ener^lyammlung des Synagogen^erelnes^ »Ä-häwra^th Zron'a er staltete der zweite Vorsitzende Herr Ludwig B e h r den Bericht, iu welchem er das fortschreitende^ Ersto^ken^ deis Vereines konstatieren konnte, wodurch derselbe für seine gründlegenden Prinzipien v die Fördferühg «tes ^gesetzestreuen^^Judentums innerhaib des Zionismus und die ..• Förderung'- ^der^'^biDifetiisVfien •Ideen unter den .gesetzestreuen Juden wirke'h koiinte. Nach Ers^ttuog de.-*; Kasseatjerichtes und -der- Dechargierung wuroen zwei Anträge.des Vorstandes nach lebhafter Debatte einstimmig angenommen. Der eine ging dahui, die Vorstandswahlen all jähr lieh und' riiehi' in dreijährigem'. Turnus unter Auslosung eines Drittels stattfinden zii lassen. Der zweite Antrag ging dahin, den ^Nussach S'farclf, d. h. die Gebetordnurjg nach sephardischem Ritus nicht in die Statuten aufzunehmen. Vor Eintritt in die Wahl Verhandlungen sp r ach Herr R e i n h i. r t dem bi shei" igen Vorst an d e, vor allen Dingen den Herren K u p f"e: r b e r und B e h r," den Dank des Vereines für "ihre Mühewaltung äug., Es wurden gewählt: Herr; M. K U p f e r b e r.g zdöi I. Vorsitzenden, Herr Ludwig B e h r zum II. Vorsitzenden, Herr B ad i a n zuhn I. Ren danfcen, Herr G r e b 1 e r "zürn II. Rendahten, Herr Spediteur Moritz Breslau zum l. Schriftführer, Herr H. Ruckenste in zum IL Schriftführer, die Herren M. Reinhardt und M. Lesch n er zu Synagogen Vorstehern, Herr Exporteur Heinrich S i 1 b e r m a n n zum Kontrollör und die Herren Rath und Moor zu Beisitzern. H*rr Behr schloss die Versammlung, indem er die Anwesenden dringend aufforderte, ernstlich ah den Aufgaben des Vereines mitzuarbeiten. Anmeldungen zum Verein sind zu richten an': Herrn Ludwig B e hr, Berlin NO. 55, Heinersdorferstrasse 1. Bernburg (Anhalt). Auch hier, wo der Zionismus bisher meist nur aus dem ,»Berliner Tagblatttt bekannt war, hielt . Herr Dr. G r o.n.e m a n n; am . 23. d. M. in dem Vereine p Brüder" einen. Vortrag, über/die hist9rische Entwicklung des Zionismus. Dr. F las ebner, Rabbiner d,er Gemeinde, bezeugte ^denn Zionismus seine vollen Sympathien als einer Bewegung, welch« äier Unter Stützung aller, Jude? verdient. Von tosendem Beifall begleitet, schloss Referent seinen glänzenden Vortrag. Der Erfolg machte sich in sehr zahlreichen Beitrittsai^meldan gen geltend. Dr. Grone mann ' sei noch an dieser Stelle r für; seine vOfrzüglfchen, Ausführungen , der f her^Uphs^evE!; Duisburg a. Rh. : A!m^^ im nissigen -Verein für jüdische< CVscMcnte -üöd^ Litetat^-'-Sabb^er Dr. Samuel-Essen gegen den Zionismus. Unter lebhaftem Beifa II träten ifrm Dr; Ro d e n Ii ei m e rReferendar Jonas und Referendar Epstein erfolgreich entgegen. 1 Für die Wirkung des Abends .erbringen den besten Beweis die am folgenden Tage der zionistischen Vereinigung -zugegangenen Beitrittserklärungen ' / . , . 'Freiburg i. B.- Es e^lrenjicli' w^hy^u^ehmen, dass auch nichtjüdische Jöeise ^e^/Zio^isaius ,:Äuj^erksaiiikeit schenken und .dessen -s^^^(a>Becte.u;]lw^g ii?tir4tg.en> Das geschah voTj^ixr^i.'^ii^^ ,: eirier;:i Ver^ainmlung der S ozial wiss e.njs cha f tl ich en Vier ei n i g^n g der hiesigen Üniversität, iri welölier cand. 'Jur. Erwin iHe r t e 1 vor eineY wesViitJjch ^htistliclien St'iidentenjsch^ft^ein, sehr klar ünd objekfciv\vg^4^n?8 Bild . dieser Belegung entrollte. Der Vortragende : %eigtö sicnl'e^ensq unterrichtet über die Läge des jüdische^ wie''til6er:-d'ie £iele und die Organisation d^s 'Ziöniisäiü^ ' deh. er alsr. emeü ernsthaften - Vir^uch;; die >Lag^ VdesJr;jüffischeQ V^olfees^ zu; Beiern, mit syhjpälÄischen Worten 'darstellte. In seinelmi Schliissworte Mtöntfe' erinsbesondere; ^asä er in der HeryoVtiebung des jüdischen Navtib.nv^litäfög0.ani'^nf|-{: einen; entscheidenden Fortschritt erblicke. Aden in'ddf Diskussion wurden wohlwollende Beurteilungen des Zionismus laut; nur würde von einer Seite bezweifelt, ob die Juden auch genügend Idealismüs äufbrächteB, unot ein solches Werk zii vollfehren. Dieses Wort darf uns wohl zum Nachdenken veranlassen. Ein - Widerspruch gesell d%B Zionismus wurde lötur;von