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Die Welt · 1903-02-13 · 7 (13.2.1903) · p. 11

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
7 (13.2.1903)
Article
Wien [Nachricht]
Date
1903-02-13
Page
11 (sequence 2)
Language
German
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Nr. r „öfe?# Wfclt" Seite 11 Obmann, W. Berger, 1* Sehriftführer, E. Hermann, 2.. Schriftführer, S. I n s 1 i c h t, Kassier, S. W e i n b 1 ü t h, Bibliothekar. Ohne Funktion: J. D a n z i g e r. M. B e e r, L. Bie nenatack, J. Honig. Revisoren : G. Kohn, H. Philipp. Der Verein hat mit dem Verein jüdischer Sahäeisangestellter und dem Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter ein gemeinsames Lokal, IL, Stefaniestrasse 8. Wien, („Vereinigung zionistischer Hochschüler*, IX«. Hahngassi« 20.) Wir teilen hiemit allen Kollsgen mit, dass dsr hebräische Unterricht unter Leitung d^s Koll. Tartfikower wieder begonnen hat. Unterrichtsstunden Dienstag von 7—8 und Sonntag von 2—3 Uhr. Wien. (Mädchen- und Frauen-Verein „ B i k ur - C h a u 1 i m.") Am jüngsten Sonntag hielt Herr Dr. Jonasz im Schulsaale der israelitischen Kultusgetneiitde seinen zweiten Vortrag über »Erste Hilfeleistung", welcher ebenso wie der erste Vortrag von den zahlreich Erschienenen mit grossem Beifall aufgenommen wurde. Karlsbad. (V e r ein „Z i o n<(.) Am 17. v. M. veranstaltete der hiesige Verein seinen 1. Diskussion sabend, wobei Herr jur* Franz Steiner ein zirka einstündiges, sehr beifällig aufgenommenes Referat hielt: „Was wollen diese Zionisten und was haben sie bisher geleistet?* Dem Vortrag wohnten bemerkenswerterweise mehrere Damen bei, die dem Vereine beitraten. — Am 24. v. M. hielt Herr Rabbiner Dr. Ziegler im selben Vereine einen hochinteressanten Vortrag: „Bibel und Babel". In bekannt meisterhafter, gründlicher und fesselnder Weise unternahm es der Redner, die-kühnen, durch die Zeitungen allgemein bekannten Behauptungen der berühmten Assyriologen Professor D elitzsch über dieses Thema von w i s 8 e n s c h a f t'l i c h e m, nicht rein theologischen Standpunkte aus zu widerlegen, wofür Redner reichen Beifall erntete. — Am 21. d. M. findet hier der Schekeltag statt. Eger. Am 25. Jänner 1903 hielt der jüdisch-nationale Verein ^Ähavath Zion" seine III. ordentliche Generalversammlung ab, in welcher ausführlich über die Tätigkeit im abgelaufenen Vereinsjahre berichtet wurde. Die hierauf vorgenommenen Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Obmannr^igraunii Perg^fi1 ^111 er; Obmann-Stellvertreter: Josef F* ü r t h; Schriftführer : Robert Kohn; Kassier : Max Steiniger, Eger; Ausschussbeisitzende: Fabriksdirekfcor Julius Weiss, Bleistadt, Ignaz Weisskopf, Eger. Nadwörna. (V e r e i n „Z i o n",) Bei der am 17. Jänner stattgefundenen 6. ordentlichen Generalversammlung wurden folgende Herren in den Aussohuss gewählt: J. Mehr, Obmann, S. Griffel sea., Obmann-Stellvertreter, Leiser F ö r s t e r, Kassier, Meier Hübner, Schriftführer der hebräischen Sprache, M, Griffel, Bibliothekar, Ch. K1 e imaiü, Schriftführer der Landessprache, ferner die Herren J. Se k 1 er, D. B asecha, Ch. J o 11 e s, M. Kam o rni k, Fischel M u aj er, M. Sch reier und N. Landesmann. Nadwörna. Die diesjährige Makkabäerfeier, veranstaltet am 2. d. M. von der Jugend des Vereines „Zion", gestaltete sich überaus animiert. Der geräumige Rathaussaal war überfüllt. Unser Gg. Herr S. J oll es eröffnete die Feier mit einer zündenden Ansprache. Stürmischen Applaus erntete Frau Gisella Hirsch mit ihren meisterhaften Klavierproduktionen. Reichen Beifall fand die Deklamation „Nad brzegami Eufratu",, die von Fräulein Jenny Bürstyn vorzüglich vorgetragen wurde. Hierauf hielt Gg. Herr O. Weingarten aus Stanislau eine begeisterte Festrede in polnischer Sprache. Die Klavier vor träge, Duett von Fräulein Erna Rosenbaum und Fräulein Jenny Burstyn und die Deklamation des Fräulein Erna R o s enbaum „An die jüdische Mutter" fanden lebhaften Beifall. Herr Josef R o s e n b a u m erfreute das Publikum mit seinen humoristischen Vorträgen. Zum Schlüsse sprach Gg. Herr L. Taubes unter grossem Beifall. Mit der Absingung der ^Hatikwa* schloss der offizielle Teil der Feier. Hierauf fand bei Gg. Herrn B. J. Harz ein Kommers zu Ehren der fremden Gäste statt. Neumarkt (Galizien). Der Verein „Bnei Zion* hat seine V. ordentliche Generalversammlung am 1. d M. abgehalten. Bei dieser wurden in die Vereinsleitung folgende Herren gewählt': Hermann T e i ohne r, Präses; Julius S y r o p, Vizepräses; Joachim Silberring,Kassier;IgnazHammerschlag, Sekretär per Akklamation; die Herren Adolf Baldinger, Pinkus Birnbaum, Hermann Fischgrund, Hermann Frei, Leon Förster als Beisitzende. Riga. Am 28. November v. J. hielt der Verein „Schalom Zion" die GründungsVersammlung ab. Die Zahl unserer Mitglieder beträgt 63 und wurden sämtliche Mitglieder mit Skolim und Marken versorgt. Wir bearbeiten speziell folgende Gebiete: Wir wollen die Jugend mit unserer Geschichte bekanntmachen. Infolge dessen finden bei uns wöchentliche Vorlesungen aus unserer Geschichte statt. Wir erfreuen uns dabei jedesmal des Besuches aus anderen Vereinen, Ausserdem gründeten wir ein „Zionisten-Dilettanten-OrchesterEine aus den Mitgliedern gewählte Kommission leitet eine Gruppe von unentgeltlichen Abendkursen. In unserem Programrae befinden sich noch zwei Projekte und zwar „Vermittlungsbureau" und „Turner- Gruppe", die zur weiteren Durchführung an einige der Mitglieder übergeben worden sind. Odessa. Von dem Vereine politischer Zionisten „Max Nordau" wurde am 30./17. Jänner d. J. BStP O m ^er zionistischen Synagoge unter Beteiligung von über 1000 Betenden ein Gottesdienst für die verstorbene ffo jntp ^»nnj Mutter Max Norda u's abgehalten. Irkutsk. Ueber Veranlassung des Herrn Dr. Tschlenow kam Herr stud. Mossensohn gerade zur Chanukazeit in unsere Stadt und hielt hier mehrere äusserst instruktive Vorträge üoer den Zionismus. Die Synagoge, wo die Vorträge stattfanden, war jedesmal dicht gefüllt. Es herrscht hier grosse Begeisterung unter Alt und Jung für die Erlösung unseres Volkes. Die hebräische Sprache wird in einer eigenen Vereinigung gepflegt. Namentlich die Jugend hat sich mit grossem Eifer der zionistischen Bewegung angeschlossen. Hoffentlich erzielt Herr Mossensohn auch in anderen sibirischen Städten gute Erfolge. L. K. Birmingham. Dr. Max Bernstein und H.A. Fintelstein B. es Sc, Sekretär der „English Zionist Federation", veranstalteten vor kurzem eine Agitationsreise nach Birmingham, wo sie ein grossartiges, stark besuchtes Meeting abgehalten haben. RedrerwarDr. Bernstein. Er knüpfte an die heisse Tagesfrage im englischen Judentum — die „religiöse Reform* — an. Er ana ysierte die verschiedenen Klassen des jüdischen Volkes und ihr Verhältnis zur religiösen Tradition vom lauen, aber doch konservativ-religiösen jüdischen Kleinbürger bis zumReformer und zum Agnostiker. Er zeigte, wie die religiöse Frage notwendigerweise an die nationale gebunden ist und dass die eine ohne die andere Abbruch erleiden muss. Das richtige Verhältnis zwischen Religion und Nationalität wurde schliesslich auch von solchen Personen erkannt, die sicherlich nicht jüdisch-national gesinnt sind. So sagte der Chief-Rabbi von England Doktor Adler in seiner Rede gegen die „Religions-Union", dass wir „die Last unserer Geschieht«1 wieder auf uns laden müssen", dass die Reform im Sinne der Unionisten, die „Kontinuität* der jüdischen Geschichte unterbrechen könnte. ,,A 1 s o", schloss der Referent, „nicht Reform des jüdischen Ritus ist es, die dem jüdischen Volke nottut, sondern die des jüdischen Lebens, das heisst der Zionismu s". Johannesburg. Dr. Goodman aus Glasgow, der sich seit kurzem in Johannesburg als praktischer Arzt niedergelassen hat, hat in dem „Transvaal Leader* zwei Artikel über den Zionismus veröffeLtlicht, die viel Aufsehen erregt haben. New-York. Die „B'n ai Zion Kadimah" aus New- York hat am 17. Jänner ein „Concert and Package Party", gelegentlich der Fusion mit dem Vereine „Rumänian Zion Association Dr. Max Nordau* veranstaltet. Ein reiches Programm wurde glänzend ausgeführt unter dem Vorsitze unseres beliebten Freundes Jakob de Haas, Sekretär der Amerikanischen zionistischen Föderation. Mit grosser anhaltender Begeisterung wurden die meisterhaft gelungenen Reden der Herren J, de Haas und Reverend M. H. Rabinowitz, wie auch die Zion-Gesänge wie „Hatikwah" etc. von den Anwesenden entgegengenommen. Die neuerwählten Beamten des Vereines sind: Präsident Adolf Nath an söhn, 1. Vize-PräsidentSalomon Willner, 2. Vize-Präsident Max Zucker mann n, Finanzsekretär Osias Nathansohn, Protokoll-Sekretär David Rabinowitz, Kassier Harry Karpulkin, 1. TrusW (Ausschuss) David A. Segall, die übrigen 3 Trustees S. W. Goldmann, M. Banner und J. Bezick, Kontrollor Nathan Goodman und Bibliothekar S. Kann er. New-York. Anlässlich der Verschmelzung des zionistishen Vereines „B'nai Zion Kadimah" mit dem Verein rumänischer Zionisten, „Max Nordau" sind wegen ihrer besonderen Verdienste um den Zionismus überhaupt und den amerikanischen insbesondere die Herren: Max Nor dau zum Ehrenpräsidenten, Mr. Jacob de Haas, Rev. M. H. Rabinowitz und Herr Samuel Pin el es (in Galatz) zu Ehrenmitgliedern gewählt worden.

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