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Die Welt · 1903-01-30 · 5 (30.1.1903) · p. 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
5 (30.1.1903)
Article
Palestine Exploration Fund Quarterly statement [Rezension]
Date
1903-01-30
Page
9 (sequence 2)
Language
German
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„Die $ Welt" Seite 9 das Buch von Prof. Curtin: „Primitive semitie Religion to-day.« C. ♦nnn nyawb ^in^KpDpb^ä nw-rp Jüdischer Volkskalender. Achter Jahrgang. Redigiert von G. Bader. Lemberg 1902. Ein Kalender, der zwar im grossen und ganzen sehr gut ist, aber doch seine eigentliche Bestimmung — ein Volkskalender zu sein ^- verfehlt. Für das Volk ist er zu reich und zu . . . arnrT Reich an Dingen, die das Volk nicht versteht und arm ah solchen, die ihm nötig sind. So fehlen hier Artikel, die populär und allgemeinverständlich Wesen und Ziel des Zionismus darstellten. Von den publizistischen Artikeln sind hervorzuheben der von Bader: „Jüdisch-national oder zionistisch"5von S. Schiller: „Ueber Achad-Haam" und der halbpublizistische Artikel von M. Wirth: »Der Eros in der Judengass'" über den Przybvszewskianismüs im galizischen Judentum. Im letzten Artikel finden wir einen derben, aber echten Judenhumor. Von den belletristischen Beiträgen ist die kurze, aber wunderbar tiefe und poetische Szene von Perez: „Er und sieu, die das Problem der Liebe in origineller Weise berührt, hervorzuheben; auch die Humoreske: „Ein Morgen in Glupsk" vom Altmeister Mendele Mochersphorim ist sehr schön, obwohl schon abgelebte —k. Eine neue zionistische Zeitschrift „Marian" in polnischer Sprache ist am 1. Jänner in Lemberg erschienen. Sie ist für die Jugend, und zwar für die Gymnasialjugend bestimmt. Der bestgewählte und gediegene Inhalt, worunter ein für die Jugend geeigneter und sehr anziehend geschriebener Artikel von Dr. Thon über „Die Hasmonäer in ihrem Verhältnisse zu den damaligen religiös-politischen Parteien" hervorragt, lässt uns von dieser Monatsschrift das Beste erwarten. Der Artikel von L. Reich will die Jugend über den jetzt in Lemberg zwischen den zionistischen Hochschülern und den „Polen mosaischer Konfession" herrschenden Kampf unterrichten. Der Zweck der Schrift ist, sagt der Redakteur Herr Jakob Thon, „heisse Liebe zum Judentum in der Jugend zu erregen, tiefes Verständnis für sein Wesen bei ihr zu erzeugen, ihren Geist und ihren Mut zu stählen, ihren Geist und ihren Mut zu stärken, ihre Willenskraft und Opferfreudigkeit zu wecken." Noch hat sich der Zionismus mit der studierenden Jugend zu wenig befasst, die „Moriah" darf als bedeutender Schritt auf diesem Gebiete angesehen werden. K. The Spirit of the Ghetto. Studies of the Jewish Quarter in New-York hj Hutchins Hapgood mit Zeichnungen von Jacob Epstein. New-York and London, Funk and Wagnall Co., 1902. Die Literatar über das Ghetto von New-York wächst und vergrössert sich. Zu den zahlreichen Werken, die über die ökonomisch-soziale Lage des Ghetto-Juden in Amerika handeln, ist noch eines hinzugekommen, das aber eine andere Seite des jüdischen Ghettolebens in Betracht zieht — die geistige. „Geist des Ghettos" heisst das Buch und der Verfasser beschreibt mit seltener Objektivität und erstaunlicher Sachkenntnis (der Verfasser ist ein Christ) das geistige Leben des Ghettos in all seinen Aeusserungen. So geht er in das Studium der amerikanisch-jüdischen Literatur, sowohl der englischen als auch der „Jargon- Literatur, die in Amerika so stark entwickelt ist, ein, sorgfältig behandelt er das Thema über die jüdische Kunst in Amerika, die jüdische Bühne u. s. w. Qnd nicht nur Beschreiben allein ist seine Aufgabe, sondern auch Erklären. Er begnügt sich nicht damit, die Tatsache zu konstatieren, er spürt auch ihren Ursachen nach. Und manchmal sind seine Erklärungen geradezu treffend; aber immerhin trägt das Buch das Zeichen einer offenen und unverhohlenen Sympathie zu den besprochenen Personen an sich. Das Buch ist ein sehr lesenswertes und nächst dem Buche von Professor Wiener über die „Yiddish Litterature in XIX th Century" das beste Werk in diesem Fache. A. C. ffas cUf J£e\ücguoc. Gedenket des Schekelsi__- Voranzeigen. Repertoir sämtlicher Veranstaltungen der zionistischen Korporationen Wiens. „Jüdische Toynbee-Halle": Freitag den 30. Jänner, Erklärung der Sidra; Samstag den 31. Jänner Konzert und Bezitation. — „Jüdisch-nationaler Arbeiterverein": Samstag den 31. Jänner Gründungsfest mit anschliessendem Tanzkränzchen, Restauration L ö b 1, VI. Bez., Schmalzhofgasse Nr. 10. — „Ortsgruppe Zion" Mariahilf- Neubau: Sonntag den 1, Februar Unterhaltungs-Abend, Restauration L ö b 1, VI.,* Schmalzhöfgasse Nr. 10. — „Verein Jüdischer jugendlicher Arbeiter64 Ortsgruppe Brigittehau: Sonntag den 1. Februar Vortrag: Wie wird und wie soll das judische Proletariat erzogen werden? — Jüdischer Gesangverein „Schir Zion": Donnerstag den 5. Februar Konstituierende Generalversammlung im Kongress-Bureau, IX., Türkenstrasse 9, 7 Uhr abends. — „Jüdisches Bildungsheim" XIV., Denglergasse Nr. 2,-1. . Stock: 3. Februar Dr. H. Kadiseh, „Moderner Sozialismus und moderner Nationalismus"; 10. Februar Dr. E. M. Z w e ig: „Die Juden Mährens"; 17. Februar Jakob Kr aus z: „Babel und Bibel"; 24. Februar, Konzert. Wien. (W o c h e n p r o g r a m m der „Jüdischen Toynbee-Halle", XX., Karajangasse Nr. 20.) .Sonntag den 1. Februar: Hr. F. Waschitz ,;Aus vergangenen Tagen". — Montag den 2. Februar: Dr. Jerusalem „Oesterreichisches Staatsrecht". — Dienstag de-n 3. Februar: Prof. Dr. Kellner „Hamlet''. — Mittwoch den 4. Februar: Herr S. Str au s s „Byron". — Donnerstag den 5.Februar: Doz. Dr. J. P o 11 a k „Hygiene des Ohres". II. -- Freitag den 6. Februar: Hr. M. G. Mehr er „Erklärung der Sidra". — Samstag den 7. F e b r u a r : Konzert. — Anmeldungen zu Vorträgen beliebe man zu richten an Herrn Dr. Siegmund Werner, IV., Wiedener Hauptstrasse Nr. 18. Wien. Im lit. Geselligkeits - Verein jüd. Mädchen ,,Moria<; wird Sonntag den 1. Februar Herr Dr. Karl Lifczis einen Vortrag über das Thema: „Manches über die jüdischen Ehen", halten. Beginn präzise 3l/2 Uhr nachmittags im Religionssaale der israelitischen Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse 2, II. Stock. Gäste herzlichst willkommen.. Wien. (Im Mädchen- und Frauen-Verein „B iku r-C h auli m") fiodet Sonntag den 8. Februar ein )Z W e i t er Vortrag . des Herrn Dr. Jo nas z . im Schulzimmer der Israelitischen Kultusgemeinde I., Seitenstetten- -gasse 2 statt, und zwar über „Erste Hilfeleistung;>bis zur Ankunft des Arztes bei plötzlichen rkr.an kungen", wozu Garste, sowohl Damen als ^Herren, freundlichst eingeladen werden. M.—B. Wien. (D er „Ei.nzelverein Wien" des _„Z.iona) gibt bekannt, dass in seinem Vereinslokale IL, Obere •Donaustrasse Nr. 47 (Cafe Augartenbrücke) jeden Dienstag — fBeginn 8 Uhr abends — Vorträge gehalten werden. Der jeweilige Referent und das Thema werdeni jede Woche bekanntgegeben werden. Den ersten Vortrag hielt am 27. Jänner Herr DirektorW e b e r über „Kultus und Schule" und fand 1 dieser reichen Beifall. Nächsten Dienstag wird Herr Dr. K. iLifczis, Hof- und Gerichtsadvokat, über Jüdische ■1 Familien" sprechen. Gäste herzlichst willkommen. Wien. („Lese- und Redena 11 e j ü d i s ch e r Höchts chüler41, IX., Ber gg asse 25.) Donnerstag den5.Februar, - V28 Uhr abends, findet ein Vortrag des Schriftstellers Herrn -Bernhard Tag über „Altneuland" statt. Gäste, auch Damen, ' willkommen. Prag. („Bar-Koc.hba", Verein jüdischer Hochs.chüler.) Mittwoch am 4. Februar findet im „Hotel -Bristol" ein jung-jüdischer Rezitationsabend statt.Programm: 'i. „Die jüdische Moderne." Einleitende Worte von JUC. E. Gütig. II. Rezitation: Die BB. med. G. Fischer, , jur. M.: G a c h, phü. H. Bergmann. Beginn 8 Uhr; Eingeführte Gäste willkommen. Berichte. Oesterreich-Ungarn. Distriktskomitee Stanäslau. (VolksT.ers amml.un g.) In der richtigen Erkenntnis der Tatsache, dass nur ZLonisten berufen und gewillt sind, die Interessen des jüdischen Volkes zu wahren und gegen jede neue drohende Gefahr Front zu machen, hat das hiesige Distriktskomi* t ee, beschlossen, im Laufe des Winters mehrere Massen v er sa mm Lungen einzuberufen, in denen die im Reichsrate — zur Bespeisung dieser oder jener politischen Partei — von der Regierung eingebrachten sozialpolitischen Gesetzesvorlagen (Sonntagsruhe, Hausierhandel etc.), deren Spitze ja in allererster Reihe doch immer gegen die Juden gewendet ist, besprochen und eventuell Massnahmen getroffen werden sollen. Auf Sonntag den 18. Jänner, um 11 Uhr vormittags, wurde nach dem grossen Theatersääle die erste Volk s versa m m- 1 u 11 g zwecks Besprechung des Sonntagsruhe-Gesetzentwurfes

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