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Die Welt · 1903-01-16 · 3 (16.1.1903) · p. 9

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
3 (16.1.1903)
Article
Aufruf!
Date
1903-01-16
Page
9 (sequence 1)
Language
German
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Nr. 3 Die $ Welt" Seite 9 Aufruf! Das österreichische Landeskomitee „Verband Zion" hat den 2. Adar — 1. März 1903 ~ im Anschlüsse an die Vorlesung des Abschnittes vom Schekel — Parschat Schkelim — als allgemeinen Schekeltag für Oesterreich festgesetzt. . Zionisten I Wie in den unvergesslichen Tagen der Selbständigkeit die Opfergabe mit der Zählung des Volkes verbunden war, so soll auch heuer der 2. Adar nach Zeit und Ziel an unsere Vergangenheit anknüpfen. Gleich unseren Gesinnungsgenossen in den übrigen Ländern, die den Schekeltag zu einem Festtage erhoben haben, an welchem allen Juden unsere hehren Bestrebungen zum ßewusstsein gebracht werden, sollen auch die österreichischen Organisationen durch diesen Tag ihre Stärke nach aussen und innen dokumentieren und die Zahl unserer Anhänger feststellen. Der Tag soll durch Versammlungen und Festlichkeiten von allen Zionisten ausnahmslos gefeiert werden. Die leitenden'Mitglieder der Vereine sollen dafür Sorge tragen, dass sich der Entrichtung des Schekels kein Zionist entziehe. Der Schekeltag Oesterreichs soll würdig ausfallen und als dauernde Institution die Zahl der jüdischnationalen Festtage vermehren. Gesinnungsgenossen! Das österreichische Landeskomitee erwartet, dass alle Organisationen hinter jenen anderer Länder nicht zurückbleiben werden. * Mitteilungen des innerösterreichischen Distrikts-Komitees. Die heürige grosae Makkabäer - Feier findet Donnerstag den -22. Jänner d. J. in den Sofien* Sälen statt. Um die Makkabäer-Feier zu einer imposanten Kundgebung zu gestalten* hat sich ein Damen-Komitee von zirka 200 Ffauen und Mädchen gebildet, welches eine grosse Propaganda im grossen Stile entfaltet. Ihre freundliche Mitwirkung haben unter anderen zugesagt: die Konzeilsängerin Fräulein Kamilla T heumann, der k. k. Hof-Schauspieler Herr Konrad Loewe, Herr Professor Josef Sulz er, k. u. k. Hofinusiker etc. Die Konzert- und Tanzmusik besorgt die Kapplle des k. u. k. Infanterie-Regimentes Nr. 6. Der akademische Gesangs-Chor unter Leitung seines Dirigenten Herrn L ou betzki wird eine Glanznummer des Abends sein. Die Nachfrage nach Karten ist eine sehr rege und verspricht einen massenhaften Besuch. Einzelkarten a K 2.—, Familienkarten a K ö.—, reservierte (numerierte) Sitze sind erhältlich; I: Wiener Arkaden-Cafe\ Universitätsstrasse 3, „Cafe de France", Schottenring 4, Cafe „zur Börse", WipplingerstrasSe 35, Restaurant Khuner, Adlergasse. — IL: „Cafe Orient", Praterstrasse 66, Cafe Herz, Untere Augartenstrasse 6, „Cafe Augartenbrücke", Obere Donaustrasse 47, „Cafe Donau«, Praterstrasse 10, Restaurant Guth, Stefaniestrasse» k> k. Tabak -Trafik, Taborstrasse 3. — IIL: Cafe Storchheim, Löwengasse 37, Restaurant Slatky, Pragerstrasse 12. — IV. t Restaurant Fischer, Schirfamtsgasse, „Cafe Technik". — V.: Terrassen - Cafe, Margarethenplatz 4, Restaurant Diamant, Margarethen platz 7. — VL/VII. : „Cafe Mariahilf", Mariahilferstrasse 89a, „CafeWestend", Mariahiiferstrasse 128, Restaurant Löbl, Schmalzhofgasse 10, Restaurant Neumann, Kollergerngasse. — VIII./IX. : Administration der „Welt", Tiirkenstrasse 9, „Cafe" City", Porzellangasse 1, „Cafe Jägerhof«, Porzellangasse 21, Restaurant Wendlinger, Seegasse 7. — X.: Gasthaus Oczereth, KepLergasse 7.— XIL—XV.: „ Cafe Rudolfsheim-, Mariahilferstrasse 182, Restaurant Herlinger, Schwendergasse. — XVL—XIX.: Restaurant Müller, Hubergasse 10, Cafe Jungmann, Ottakringerstrasse 21. — XX.: »Cafe Neptun", Mathildenplatz 7. Das Exekutiv-Komitee für die Makkabäer-Feier. * Wien. (,,0 ester reichisch-israelitische U n i o n".) Samstag den 17. Jänner ya8 Uhr abends, findet im Festsaale des „Niederösterreichischen Gewerbe Vereines I., Eschenbachgasse 11, eine Plenarversammlung der „Oesterreichisch-Israelitischen Union" statt, in welcher der bekannte Nationalökonom Dr. Franz Oppenheim er aus Berlin einen Vortrag über das Thema „Der Staatentod im Alterfume und die jüdische Nation" halten wird. ludischer Nationalfonds. Das goldene Buch. „South African Zionist Association" in Johannesburg zur Eintragung des Rev. Dr. Hertz Kr. 240.—, „So cieteTikwas Israel. Sektion Dr. Lippe* in Jassy Kr. 237.61 L. Et t in g er Kr. 252.—. Zionistische Vereinigung „B'noth Jehuda* in Koidanow Kr. 252.—. „Agudas Zion" in Wilkowischki Kr. 252.-—. Frauenverein „Geulas Zion" in Wilkowischki Kr. 252.—. Bezalel Jaffe Kr. 252.—. F. Russota Kr. 252.-. Die Kinder des verstorbenen Lazar ßregmann, zur Eintragung ihrer verewigten Eltern Lazar Moissej e w i t s c h und Chaja Sore Heschelewna Bergmann ins goldene Buch Kr. 504.—, „B'n ei Zion'1 in Koidonow Pfd. Sterl. 10.—. „S i s t e r s o f A 11 e r e t h Zion" in New -York Pfd. SterUlO.—. M o r d c h a i ben Duber Hileis Kr. 252.—. J. B. Nissenbaum Kr. 252.—. Verein „Kaiman Schulmann" inßacau Lei 260.-. Verein „S e P e s ir u" in Bukarest Lei 253.— . „B'noth Zion", Sektion „Dr. Tb. Herzl"in Stefanesci Lei 253.—. „B'nei Zion in Koidanow Pfd. Sterl. 10.—. „Agudas B'n o t h J e h u d a" in Koidanow Kr. 252.-. Richtigstellung : In Nr. 2 soll es statt Verein „Zeirei" richtig heissen: Verein „Zieino* Pfd. Sterl. 10.—. Bücher- und Zeitschriften-Rundschau. Unser wackeres französisches Bruderblatt: „L'Echo Sioniste" setzt seine mutige zionistische Propaganda mit Erfolg fort Mit der Dezember-Nummer des „Echo Sioniste" ist das dritte Jahr seines Bestandes vollendet. Schon durch diese Tatsache hat das Organ des französischen Zionismus seine Lebenskraft bewiesen und wir wünschen ihm langes Leben zum grösseren Vorteil unserer Sache. Das „Echo Sioniste" trägt durch seine Verbreitung in allen Ländern, wo die französische Sprache gesprochen wird, viel zur Weckung des jüdischen Nationalbewusstseins im ganzen Orient bei und verbreitet die Lehre des Zionismus bis in die entferntesten Regionen des Morgenlandes. Aus dem Grunde verdient es Unterstützung und Ermutigung seitens aller Zionisten. Wir geben hier den Inhalt der wichtigsten Artikel aus dem Dezemberhefte, das wir soeben empfangen, wieder. In dem Leitartikel „Politischer und praktischer Zionismus" drückt Dr. A. Raskine die. Meinung aus, dass alle Kräfte der arbeitenden Zionisten auf den Erwerb der materiellen Mittel zur Verwirklichung des zionistischen Ideals nötig sind. Die Kulturfrage müsse vor der praktischen Tätigkeit weichen. Die wichtigsten Institutionen der zionistischen Bewegung seien deshalb die Kolonialbank und der Nationalfonds. Herr Rokeach kritisiert in seinem Artikel: „Das negative Programm" mit viel Geist die Tendenz unserer Assimilanten in dem Kampfe mit dem Antisemitismus eine Rettang zu sehen. Er zeigt, dass die Assimilanten nur ein negatives Ziel haben, während die Zionisten ein positives, reelles Programm besitzen. Herr Jacobsohn berichtet uns von seiner interessanten Reise nach Palästina. Er konstatiert die Tatsache, dass der ganze Handel in Palästina in Händen von Nicht¬ Juden konzentriert ist. Der einzige Exportartikel der Juden ist Kognak und Wein aus Rischon Lezion. So wurde aus dieser Kolonie im Jahre 1900 für 1,061.000 Francs Wein und Kognak exportiert. Der in unserem Blatte in der Nummer 52 besprochene Aufsatz des ungarischen Reichstapsabgeordneten Vaszonyi über den Zionismus unter dem Titel „Die Kreuzritter" ist in unserem Bruderblatte „Ungarische Wochenschrift", Budapest das eine sehr interessante und lesenswerte Polemik über den Zionismus im Anschlüsse an den obenerwähnten Artikel eröffnet hat, erschienen. Kus dei* Jle^eäüoä- _Gedenket des Schekels! Voranzeigen. Wien. Im literarischen Geselligkeitsvrerein jüdischer Mädchen „Moria* wird Sonntag den 18. d. M. Herr

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