Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 52 (26.12.1902)
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1902-12-26
- Page
- 22 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- n - Mitteilungen des Aktions-Komitees. Das A>C. hat, in Ansehung des Umstandes, dass das A.-C.-Mitglied von Südafrika, Herr Ing. Leopold Kessler längere Zeit von Südafrika fernbleibt, Herrn Sam. Goldreich in Johannesburg, Präsident der zionistischen Zentrale in Südafrika, in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um die Bewegung zum Vertrauensmann in Südafrika ernannt. Für die jüdische Hochschule sind aus Baku 2300 Rubel an Dr. Herzl angelangt. ^MbuiK* Zu Chanuka wird vom D.-K. in Krakau eine Jargonbroschüre historisch - agitatorischen Inhaltes zum Preise von 5 Heller per Stück herausgegeben^ Die Broschüre, deren Verfasser ein bewährter Krakauer Gesinnungsnosse ist, eignet sich überaus zur Massenverbreitung und sind Bestellungen gegen Voreinsendung des Betrages und Porto (für zionistische Organisationen 25% Rabatt) ani HeinrichBaudet, Krakau, Grodgasse, zusenden. Jüdischer Nationalfonds. Das goldene Buch. Israel Bachrach M 200;—. „Cho wewe Z ion" in Ekaterinoslaw Pfund Sterl. 10.~. „Degel Zion" in Smorgon Pfund Sterl. 10.—. „Chowewe Zion* in Wischnewo Pfund Sterl. 10.—•» Zionistenverein in Baranowitz-Rözwadowo Pfund Sterl. 10.—. Nacso Wuischuw zur Eintragung des Herrn, Dr. Jacob ben Mordchai Bernstein-K oh an ins Goldene Buch Pfund Sterl. 10.—. Der Fr auen ver ein der sephardischen Gemeinde in Belgrad Pfund Sterl. 10.—. Zionistenverein in Roslawl K 253.50. Zionistenverein in Neu-Buchara K 380.25. Zionistenverein in Kursk K 253.50. Zionistenverein in Orenburg K 240.72. Zionistenverein in Stadolischtsche K 240.72. »Agudas Zion* in Perm K 253.50. Herr Isak Kaminsky K 253.50. Frau Dr. Lia Berger, geb. Lewowitschin Paris zur Eintragung ihres verewigten Grossvaters Pinches Aron, Krakow K 252.—. .Dorsch ei Zion' in Brooklyn K 246.53. „Ohel Zion" in Rowno Pfund Sterl. 10.—. Bücher- und Zeitschriften-Rundschau. Die schwedische Zeitung „Jämtlunds Tidning" bringt in den Nummern 141—143 einen höchst interessanten Artikel von Henning Melander unter dem Titel: „Haag oder Jerusalem?" Der Verfasser dieses Artikels steht zwar auf theologischem Standpunkte, äussert aber auch manchen tiefen politischen Gedanken. Warum, fragt er, hat man zur ständigen Stätte des internationalen Schiedsgerichtes gerade Haag, diese unbedeutende und der grossen Völkermasse unbekannte Stadt gewählt? Sollte der Friedensgedanke die Völker der Erde und nicht nur die Politiker für sich gewinnen, so muss er von einer Glorie der Heiligkeit umstrahlt sein, so muss er dort seinen Tempel, seine höchste Instanz haben, wo die Nationen, Christen, Juden und Mohamedaner ihre heiligste Stätte haben. Und welchen Ort gibt es denn, der dem entsprechen würde, ausser Jerusalem? Und weiter entwickelt der Verfasser seinen Gedanken: Da das Ideal, der hehre Verbrüderungsgedanke der Menschheit, einen Träger, einen treuen und selbstlosen Hüter haben muss und aus politischen Gründen keine der europäischen Nationen dazu geeignet ist, so muss es sich an das einzige Volk wenden, das, abseits von der Politik stehend, gleichsam dazu prädestiniert ist — das jüdische. Aber vor allem muss es befreit werden, muss es in Palästina frei und selbstständig leben und sich entwickeln können. Dies erstrebt der Zionismus. Die Juden, die die ganze Not, das ganze Elend der Bedrückten und Verfolgten aus eigener Erfahrung kennen gelernt haben, werden am besten dazu geeignet sein, sich aller Unglücklichen, aller Elenden anzunehmen. Jerusalem wird das Zentrum der Zivilisation, das „Heim des Friedens" (fridens boning) werden. ^Wann wird sich dieses Ideal eines Schiedsgerichtshofes /verwirklichen?" fragt der Verfasser. „Es wird sich verwirklichen an dem Tage, wo der Herr Juda und Jerusalem aufrichten wird," so lauten die Worte des Propheten. Judas Auferstehung ist für die endgiltige Lösung derFriedens-Schiedsgerichtsfrage un erlässlich. Aber wann wird Juda auferstehen? Es gibt schon Zeichen, dass die Auferstehung schon in der Gegenwart beginnt. Der Zionismus ist ein Zeichen dafür. . . . / Diese Worte, wenn ihrer mystischen Hülle entkleidet, bergen einen tiefen historischen Sinn und einen politischen Fernblick über die Stellung, welche die Juden im Weltkonzert einnehmen könnten und welche Bedeutung für die Politik der beiden Welten und am meisten Europas die Realisierung des zionistischen Ideals —nämlich Schaffungeiner jüdischen autonomen Gemeinschaft, erlangen könnte..... c—k. Der „Jud" wird vom Neujahr das Eigentum des bisherigen Redakteurs Dr. J. Lurj e werden. Wir hoffen, dass die Zeitung auch unter der neuen Leitung dieselbe Objektivität und Richtung behalten wird. IRocznik zydowski*) — Jüdisches Jahrbuch für 1903 (5663/4). Vom Verlag des m£a\ in Lemberg erseheinenden »Jüdischen |§|lgj\ Jahrbuches" wird uns ein Miniature des lljgyr heurigen Titelblattes zur Verfügung BBpjffi gestellt und geschrieben, dass das Jahr- IJHr^fj buch schon seiner vielen Illustrationen Hfej wegen auch für Gesinnungsgenossen, BHTj die nicht polnisch lesen, ein bedeuten- EkTl des Interesse haben wird, jä^jd ^s wir(* U11S fi*elierilJ wenn das Ver- Spjgl^ sprochene gehalten wird und behalten wir uns vor, das Buch ausführlich zu besprechen. — Heute entnehmen wir der Verlagsanzeige noch die Details, das? daeJahrbuch eine grosse Anzahl Voll- und Zierbilder unserer ersten jüdischen Maler und Zeichner enthält und dass selbem überdies fünf (gefaltete) Kunstblätter von Leopold Horowitz, Hirschenberg, Israels, Kaufmann und Jan SJyka beigefaltet sind. — Jan SJyka ist bekanntlich Christ und einer der bedeutendsten polnischen Maler. Die überaus gelungene Kopie seines Kolossalgemäldes „Prophetin Hulda" wird — unter anderem Erwähnenswerten — mit Recht eine Attraktion des Jahrbuches sein! ftus der J$e^e£ui)£- Gedenket des Schekels! Voranzeigen. Wien. Am 27. d. M. findet im Restaurant Herlinger, XIV., Schwendergassel, eine vom Einzelvereine „Fünfhaus" des „Zion" in Verbindung mit der akademischen Verbindung „Libanonia" veranstaltete grosse Makkabäerfeier statt. Programm: I. Gebete und Gesänge, ausgeführt vom Herrn Oberkantor Jakob Schleifer und dem Gesangverein „Zion* in Fünfhaus; II. Festrede, gehalten vom Mitglied des Landeskomitees Herrn Alfred Weissberger; III. Deklamationen der Herren J.-U.-C. Jakob Löwen stein und Samuel Strauss; IV. Kommers der akademischen Verbindung „Libanonia". Beginn 8 Uhr. Regiebeitrag 40 Heller. Wien. (Jüdischer Verein jugendlicher Arbeiter Wien, IL, Untere Augartenstrasse Nr. 19.) Sonntag, den 28. Dezember 1902 findet im Saale des „Caf£ Neptun" XX., Mathildenplatz Nr. 7, eine Makkab äer-Feier unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Richard Grossmann, Mitglied des Jantsch-Theaters, Herrn Siegfried Grüner, Mitglied des Karl-Theaters und anderer vorzüglicher Kunstkräfte statt. Festrede gehalten von Herrn Doktor Max Bernhardt. Juxpost, Juxlotterie. Das Reinerträgnis fiiesst der zu gründenden Ortsgruppe „Brigittenau* zu. Beginn präzise halb 8 Uhr abends. Garderobe frei. Ausfuhrliche Programme an der Abendkasse. Eintrittskarten k 40 Heller (an der Kassa 50 Heller) sind zu haben: I. Bezirk: *) Rocznik zydowski (Jüdisches Jahrbuch für 1903 [5563/4] ca. 20 Bogen 16°, Preis 1 Krone, zu beziehen: beim Verlag des "Jüdischen, Jahrbuches" in Lemberg (Postfach).