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Die Welt · 1902-11-14 · 46 (14.11.1902) · p. 12

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Journal
Die Welt
Volume
6 (1902)
Issue
46 (14.11.1902)
Article
Sammlung von Gesinnungsgenossen im 10. Bezirke [Nachricht]
Date
1902-11-14
Page
12 (sequence 1)
Language
German
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Seite 12 „Die $ Welt" m. 46 Berichte. Oesterreich-Upgarn. Mitteilungen des innerösterreichischen D.-K, Für den Kultuswahlfonds sind weiters eingeflossen: Sammlung von Gesinnungsgenossen im 10. Bezirke. Dr. Schwarz K 2.—, Unterschrift unleserlich 1.—, M. Faltitschek 1.—, D. Weis 1.—, Lampel l.-S H. Fischmann 1.—, Baumgarten 1.—, Klein 1.—, St. 5.-—, Max Berger 1.—, Carl Seligmann 2.—, P. R. T. 1.— , Dr. Ernst 1.—, Dr. Kr. —.40, Eibusch 1. — , Unterschrift unleserlich 1.—, Unterschrift unleserlich 1.—. Summe: K. 22.40. Sammlung in der Vertrauensmänner-Versammlung im I. Bezirke am 6. November. Rudolf Pick K 10.—, Dr. Severin Landesberger 10.—, S. Friedmann 10.—, Altschul 5.—, Dr. Deutsch 4.—. Summe: K 39.—. Sammlung in derWahlleiier-Conferenz am 9. November. (Congresssaal.) Jizchak H—n aus Anlass erfolgreich bestandener Staatsprüfung (1. Rate) K 2.—, Dr. Lauterbach 2.—, Ignaz Weber 2.—, J. Königsberg 2.—, D. H. —.40, Epstein —.40, Meisl —.20, Encunt —.50, Strauss —.40, Weldler 1.—, Schuberth —.20, Rosenzweig —.20, Buchbinder —.50, Neubauer —.20, Thau —.20, Unbenannt —.20, Hahn —.30, Pick —.20, Ehrlich —.20, Unterschrift unleserlich —.40, Unterschrift unleserlich —.20, Unterschrift unleserlich —.20, Unterschrift unleserlich —.30, Unterschrift unleserlich — ,40. Summe: K 14.60. Mariahilfer Zionisten. J. L. Pollak K 4.-, S. E. Michelstädter 10.-, M. Knöpfelmacher 5.—, J. Apfelbaum 4.—, Moriz Wohl 1. —, Samuel Zeisler 2.—, Dr. Franck 2.—, W. Gehorsam 2. —, Heinr. Zollschan 5.—, N. Färber 4.—, Leop. Zollschan 2.—, Jos. M. Landau 1.—. Gesamtsumme: K 118.—. Wien. (Theologischer Verein der Hörer an der isr. theol. Lehranstalt.) In derGeneralversammlung am 6. November 1902 wurden folgende Herren in die Vereinsleitung gewählt: M. G. Mehrer, Präsident, G. Fischer, Vizepräsident, M. Tauber, I. Schriftführer, H. Alp er in, II. Schriftführer, V. Kurrein, Kassier, S. Arje, A. Beck, J. Stössler Ausschussmitglieder. Wien. (Vereinigung zionistischer Hochschüler.) Die »Vereinigung zionistischer Hochschüler" hielt am 29. Oktober im Saale der „Ressource0 eine öffentliche Studentenversammlung ab, die einen ausserordentlich starken Besuch aufwies. Gesinnungsgenosse Dr. Egon Zweig sprach über das Thema „Die Stellung der jüdischen Studentenschaft zum Zionismus0. Indem er von dem Gedanken ausging, dass vor allem der Student, der Intellektuelle, unter der gegenwärtigen psychischen und physischen Judennot zu leiden hätte und die Notwendigkeit seines Anschlusses an den Zionismus begründete, kam er auf den derzeitigen Stand der zionistischen Bewegung unter der Wiener Studentenschaft zu sprechen. Er schloss mit einem Appell, sich lebhaft an den bevorstehenden Kultuswahlen zu beteiligen. Die Ausführungen des Dr. Zweig wurden von dem grössten Teile der Versammlung mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. An der sich anschliessenden Debatte, die mitunter sehr bewegt wurde, beteiligten sich die Herren Dr. Ehrlich, Kauf, Herszlikiewicz, Wischnitzer. Tartakower, Hausmann und Dr. Zweig. Die Herren Dr. Fi sch 1 und Dr. Zweig beantragten, in der Angelegenheit dör Anerkennung der jüdischen Nationalität seitens der akademischen Behörden energische Schritte zu unternehmen. R. K, Wien. (Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler.) Samstag den 8. November 8 Uhr abends las in der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler Schriftsteller Dr. M. Feuerstein vor einem zahlreichen Auditorium eine eigene, bisher unveröffentlichte Novelle vor. In dieser schildert der Verfasser die Seelenkämpfe eines vor der Taufe stehenden Juden und dessen überzeugte Rückkehr zum Judentum in überaus drastischer und von scharfer Beobachtungskraft zeugender Weise. Noch zwei Kapitel aus seinem Buche „Jünglinge* gab der Vortragende zu. Reicher, anhaltender Beifall ward dem Autor zuteil. Wien. Samstag den 1. November fand in dem Saale der „Ressource* vor einem zahlreichen Publikum der diesjährige Eröffnungs-Kommers der akademischen Verbindung »Ivria* statt. Unter den Gästen befanden sich die Mitglieder des Aktions-Komitees Arch. Marmorek, Dr. Kahn, Dr. Kokesch, Dr. K1 ee, Dr. Kornhäuser, in Vertretung des Distr.-Kom. Dr. Bernhardt, ferner Rev. Hechler und Vertreter sämtlicher Verbindungen und Vereine. Nach der Begrüssung durch den Präses M. Kohn überbrachte Dr. Klee die Grüsse der Verbindung „Hasmonaea" (Berlin). Die Tendenzrede hielt in bekannt meisterhafter Weise Bb. Hugo Deutsch. Namens der alten Herren der Verbindung sprach Ing. E. Fried. Den Töast auf die Alten Herren sprach der Drittchargierte H. Kurrein. Hierauf ' ' überbrachte Bb. Jungmann die Grüsse der Verbindungen, Bb. Kur rein die der Theologen. Namens der Lesehalle sprach Herr Marco. Im offiziellen Teile, dessen Arrangement A. H. Dr. I m m e rglück übernommen hatte, wurde das humoristische „Aschantilied" (Text von Ing. Fried, Melodie von Dr. Hahn) unter grossem Beifalle aufgeführt, womit der animierte Kommers in später Nachtstunde sein Ende fand. K. Deutschland« Köln. In der vorletzten Woche fanden in Berlin zwei Versammlungen statt. In einer Mitgliederversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung sprach Rechtsanwalt Hantke über „Die neuesten Vorgänge im Zionismus" und in einer Versammlung der Frauen Vereinigung hielt Dr. Löwe einen Vortrag über das Thema : „Aus der Vorgeschichte des Zionismus/ Weiter hielt Lübeck eine Agitationsversammlung ab und über Königsberg bringt die „Jüdische Rundschau". Zahlen, die ein dauerndes Zunehmen unserer Bewegung dort erkennen lassen. Als besonders wertvolle Tatsache ist zu berichten, dass auch in dem Orden „B'nei B'rith" endlich reges Interesse für den Zionismus sich zeigt. Die Furcht, zionistische Diskussionen könnten die Eintracht gefährden, scheint zu schwinden. Dem Zionismus kann sich eben auf die Dauer keine jüdische Institution, die dem Leben dienen will, verschliessen. So haben die grossen Berliner Logen, die „Berthold Auerbach"- Loge und die „Montefiore"-Loge, Dr. K 1 e e - Berlin um einen Vortrag über das Wesen der zionistischen Bewegung ersucht, charakteristisch erweise völlig aus . eigenster Initiative, ohne jeden Anlass unsererseits. In Posen soll in der „Amicitia"-Loge ein Referat und Korreferat über Zionismus gehalten werden und in der Liste der Logenbrüder, die in deutschen „B'nei B'ritlv'-Logen Vorträge zu halten bereit sind, findet sich auch, wie uns mitgeteilt wird, Dr. Schaue r-Mainz mit dem Thema: „Zionismus, seine Geschichte, sein Wesen und seine Ziele." 1. Frankfurt a. M. Am 14. Oktober d. J. fand die Generalversammlung der Frankfurter zionistischen Ortsgruppe statt, die von etwa 30 Herren besucht war. Der Vorsitzende Herr G o i t e i n erstattete den Rechenschaftsbericht, demzufolge die Ortsgruppe 40 Mitglieder zählt, 90 Schekel gesammelt, mehrere Versammlungen abgehalten und die Begründung einer Lesehalle angeregt hat. An den Bericht schloss sich eine lebhafte Debatte an, aus der sich eine Reihe Anregungen für die künftige Agitation ergaben. Von Seiten der Herren Sondheimer, Gans und des anwesenden Mitgliedes des Zentral-Komitees, Assessor F riedemann- Wiesbaden, wurde lebhaft die Notwendigkeit einer organisatorischen Reform betont und die Wahl eines allen Ansprüchen genügenden Vorstandes gewünscht. Es wurde darauf zur Wahl geschritten, die folgendes. Ergebnis hatte: Vorsitzende mit gleichen Rechten die Herren Sondheimer und Goitein, Schriftführer Herr Friesländer, Kassier Herr Nachmann, Beisitzer die Herren: Hanauer, Lehrer Sam. Goldmann. Hoffentlich ist nunmehr der Boden für eine gedeihliche Entwicklung unserer Idee auf Frankfurter Boden geschaffen. Mainz. Die Mainzer Ortsgruppe blickt auf einen bedeutsamen Erfolg zurück. Nachdem sich bei unserer Schekelfeier im Sommer eine Anzahl Damen der zionistischen Organisation angeschlossen hatte; veranstaltete die Ortsgruppe am Samstag den 18. Oktober im Hotel >flMainzer Hof" eine Versammlung mit der Tagesordnung „Der Zionismus und die Frauen". Es hatten sich weit über 150 Personen eingefunden. Wir verzeichnen es mit Vergnügen, dass auch eine Anzahl Gesinnungsgenossen aus Russland, unter anderen Herr Schmelkin, Direktor der Moskauer Industrie- und Bandeisbank, mit seiner Gemahlin von dem benachbarten Wiesbaden sich zu der Versammlung eingefunden hatten. Herr Selig legte in kurzen Zügen das Wesen der zionistischen Bewegung dar. Er schilderte besonders die traurige Lage der jüdischen Frauen in Osteuropa* sowie die Aufgaben und Pflichten, welche der jüdischen Frau in Deutschland aus der zionistischen Bewegung erwachsen. — Als nächster Redner ergriff unser bewährter Vorkämpfer Herr Assessor.

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