Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 44 (31.10.1902)
- Article
- Ueber die Aufnahme der ökonomischen Tätigkeit in das zionistische Programm
- Date
- 1902-10-31
- Page
- 15 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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4tjm%mm* Seite 15 üte iiüiiii fm m tie ÄsiTaite*»! noch nicht'%dte^i^M''%iM^imgeti''i^i M$ß muss auch nicht ausseVa/efit la%s*en, däM die scBMrln Jjebensbedihgungen die" jumtfMe flhaii Äul ihrem htulliclien Frieden, von ihrein Herde wejgreissen und sie mitten in das Gewühl der BÖzlälöfeonönlisdhen Fragäri tirfd desT Kamjpres; für die Exisferife hiMnsiaieli. Ohne Vöh Wn jüdiscMh trauen, die schon seit langem in sehr helrächtlicher Anzahl am Handel teilnehmen, zu sprechen, wächst auch täglich die Anzahl der Frauen, die inr Handwerk, in der Fabrikindustrie beschäftigt sind. Im folgenden ist die %khl der Dramen-Hkfcdwerkerinnen nach einer Zählung vom Jähre 1897 wiedergegeben: a <u a « Ö <t> •—4 'eö ■M Namen des Gewerbes G 'S o» d ö 2 ' G •c <v a N •*•* e rzen •*-> iß 3 4) Ä o CS CO o 0h 1 O 73 O ScTineiderinhen 9.191 12.633 11.592 33.419 2.64 Welös^iaherihnen 7.161 5.090 5.080 17.331 1;42 Modistinnen 1.686 1.436 940 4 062 1.40 Strickerinnen 3.633 1.077 1.029 5.739 0 58 ZigärVenMöcherinneii 991 471 251 1.713 0.73 Hätidöchähmachefinneh 182 180 119 481 1.61 Sonstige Gewerbe 7-007 3.854 2.882 13.803 0.95 Stimme . 2 ®mi 24.741 21.893 76.548 9.33 Die Gesamtzahl der jüdisöhen Handwerker in Russland betrug im Jähre 1897 500.986, worunterä 76.548 Frauen wären, das heisst beinähe 15 Perzeht. Jede Meisterin hätte im Durchschnitte kaum 2 Gehilfinnen und Schülerinnen, was für die Armut und Dürftigkeit der jüdischen Hähdwerkerjönen zeugt. Für die Zähl tfet ^brlksärbeitMnn^h ist folgende Berechnung aufgestellt worden: im NöTd-Wesfc Geblöte MM-Wüät Süden Bdinme 0> Ö rtf « 3 g s -g .-g-g £"S 08 _Q (Ii »*j <u H O*"3* 22.279 9.596 2.088 ö 0) 3 tf & 288 106 5 « M S V £ rdfe -s 1.383 940 152 0> <ß Ä i g '£ 27 10,3 5.1 -ö ö o> OJ SS 8*6 9.9 7.4 33.936 5.886 2.475 42.4 25.9 Söiriit ist die Teilttähihe der Frauen an der Fabriksimlustrie durch die ziemlich hohe Ferzentzahl von 27 Perzeht berechnet. Wie aüs diesen Täböllelh efsiöhtlföh ißt, reisst sich die jüdische Frau immer mehr von dein von altersher ihr zugeteilten Pflichtenkreis los und greift aktiv ins stürmischei ökonomische, wie soziale Leben ein, da sie dazu durch ihr instinktives Gefühl und Verständnis geleitet Wird. W^nh also trotzdem die jüdische Frau für den Zionismus noch nicht gewöhnen ist. müssen wir Jes als ein Zeichen betrachten, $M& er nicht ällen iH¥en Fragen lind Bedürfnissen intiprichi Die IMifferimz der Wauön ist noch aus der Hinsicht zu bedauern, ihre baldigste Heranziehung ist noch deshalb wünschenswert, weil wir in ihnen die feurigsten und ergebensten Genossen finden könnten. Öle Frau ist näinlich schon durch ihre natürliche Anlage flhig, sich eiher Iuee öMhe Rückhalt hihzügöbdn und die Teilnahme der Frauen wäre eine Garantie für den Erfolg. Man könnte dies auch von dem Mangel des nationalen Gefühles bei den Frauen herleiten. Das Nation algefühl wird in hbhöm Ma^se durch die Anhänglichkeit an die Kulturgüter der gegebenen Nation bedingt. Die jüdische FVäu aber ist aber zu wenig mit der jüdischen Kultur vertraut und Üat aus diesem Gründe auch zu Wenig Nätiöhälgöfühl. .Die Religiosität der jüdischen Frau, ihre Anhänglichkeit an Heim und Kind genügen noch nicht, um das währe Nätiönälgötühl fier'Vörztltüfen. Nicht eiwa, dass das jüdische Volk kein Nationalbewusstsein hätte, es brennt in der Tiefe seines Gemütes wie ein Ner tömid („Däs £wi£e Licht"), äber es bleibt nur Gefühl und damit das Gefühl zum . Willen Werde, muss rMn däs Volk erziehen. Es entsteht nur die Präge, ob denn die geistige 'Erziehübg allein ^eiiüge, um diese Tat zu f bllBMhgen btier ob "etwa wesentlichere, dein Völke naher liegendere Reformen und Arbeiten zu diesem Eiehiiffldf^hönim^n 'wWden ffiüsWn, das heisst auf Üem ökonomischen Gebiete, (Fortsetzung folgt.) Gärtenstädte. fTachdem die immer mehr zutiehmende Industrie taüsende und abei tausende vom Lande in die Stadt zieht, wodurch der ßoden einerseits dem Grössgrundbesitze in die Hand kommt und entnationalisiert wird, andererseits das gesunde frische Landvolk in die in jeder Beziehung minder gesunden Lebensverhältnisse der Industriearbeiter gerät, ist seit einiger Zeit in England zuvörderst eine philanthropische Bewegung entständen, welche darnach strebt, dem Zug nach der Stadt entgegenzuwirken, aber auch die städtischen Arbeiter auf künstliche Weise an die gesündere Lebensweise auf dem Lande zu gewöhnen durch Schaffung sogenannter Gartenstädte. Es sind dies Städte, in denen der Arbeiter nebst seiner berufsmässigen Beschäftigung auch Ackerbau zu treiben Gelegenheit fiätte und das gesunde Bauernleben führen könnte. In seiner Bosch Haschonoh-Predigt in der Synagoge zu Bristol beschäftigte sich Rev. J. Ab ei so n mit dieser Idee. Er wies an der Hand zahlreicher Zitate aus der Bibel nach, dass diese Idee schön vor lausenden von Jahren bei den Juden praktisch verwirklicht gewesen ist und drückte den Wunsch aus, es möchten auch für die Juden im Londoner East-End solche „Gartenstädte" projektiert werden. Gewiss wäre eine solche Institution für die unter den schrecklichsten, aller Hygiene hohnsprechenden Verhältnissen lebenden Juden im Londoner Ghetto und anderen Ghettis sehr wünschenswert und erspriesslich. Glaubt aber der gute Rabbi, dass in England, dessen Boden so teuer ist, solch eine Einrichtung für die Juden möglich ist? Schwerlich. Dieser schöne Traum liesse sich nur im Lande unserer Väter verwirklichen. Wehn der Prediger also die Juden für so empfehlenswert und förderüh^swürdig hält, hätte er konsequenterweise seine Gemeinde auffordern müssen, die zionistische Bewegung zu unterstützen. Dazu aber hat ihm wohl der Mut gefehlt. Spoüdon. Für den jüdischen Nationalfonds: Dr. Echiel Tschlenow, zum Andenken an die erste Jahres-Konferenz statt.seiner verhinderten Reise Kr. 240.—, Verein „Max Nord au" (Gebrüder Tarnopol Rbl. 25.—, Spiwäkow in Flax 10.—, A. Susjmann 10.—, E. Roitmann 5. —, N. Räbinowitz 5.—, T. Ornstein 3.— , B. Goldberg 3.—, J. Konstähtinowski 1.—, W. Schojchet 1.—, Findrik 1.—, F. Weinstein 0.50, Mlle. Belopolsky 0.30, Pomeranz 1.20, Wolffsöhn 0.5Ö, M. Goldberg 0.50, J. Brusilowski 0.50, S. Dohsköj 1.—, J. Rabinowitsch 2.—, F. Furer 1.—, M. Konowäl 0.25, L. Epstein 0.50, M. Wolffsöhn 0.60, Durch Schojchet 2.50, J. M. Stein 2.—, S. Wolder 1.- , S. W. Katz 1.-, M. W. Katz 1.-, W. Katz 0.50, Mlle. Ornstein 0. 20, Sch. Schumski 1.—, Brailowski 0.20, Projnowski 0.20, J. Dzinbin 0.20, L. Chajkin 0.20, L. Innowitsch 0.20, Ch. Görstein 0t20, S. Solomjanski 0.50, M. Halpern 0.50, G. N. Schapirä 1.—, D. Kraismann 0 25, B. A. Borochow 0.20, Sch. D. Matza 0.50, Poplawski 0.50, B. Pewsner (Baku) 1.—, Kremower 1.-, Schapiro 0.2O, Bukin 0.50, Oxmann 0.50, Kupczik 1.—, Sokoi 1.—, Sehlemowiez 0.50, L. Schojchet 1. —, L. Gurewitsch 1.50, Laris 0.20, Kanewski 0.50, Mohilewski 1,—, Chaudis 0.20, R. Falnbrunn 0.35, F. Zimmer 0. 20, Sch. Lomihski 6.20, Ch. Ax 0.50, E. Schönfeld 0.50, G. Wassermann 0,25, N. Goldberg 0.20, S. Gajsinski 0.50, 6. Rojnis 0.50, M. Woltmann 1.—, R. Rachwing 1.—, J. Kornin 1.—, G. Hornstein 0.50, L. Bim 1.—, M. Blochin 1. —, J. Kramer 1.—, Sch. Ostrowski 0.50, J. Miranski 0.50, zus. Rbl. 107.50) ==Kr. 271.80, Eugen Löbl, Essegg 1.—, Emil Neumann, Neutra, Tempelspende 1.—, Aus Stanislau (Bei nwbü Kr. 2.—, Bei Vorlesung der Thora nnn n^im fi^p wurde gespendet: E. Knoll 0.36, Singer 0.36, M. J. Schräger 0.36, P. Auster 0.36, M. Schräger mim rwnp a36> EL Geitheim 0.36, Z. Geitheim 0.36, A. Kaswiener 0.36, P. Findel 0 26, T. Beer 0.S6, J. Manules 0.36, S. Horowitz 0.72) ziis. Kr. 6.65, Sammlung Verein „Zion", Drohobycz 19.95, Mäyer Schiff 1.—, Tischgesellschaft, Wien, Berggasse 29, aus Anlass des Todes der Frau Sitzmann 8.—, Jul. Chierer, Lemberg, ein Gegner der Korfu-Esrogim, beim Aufrufen zur Thorä im städtischen Bet Hamidrasch) 2.—, „ZionvereihÄ, Brodj, vor dem Versöhnungstage (Sammlung Adler und Bresner Kr. 6.30, H. Ch. Tartakower 5.06, H. Horn 1.10, H. Strisower 2.10, ab Porto) zus. Kr. 14.51, Stary Sambor, Erew Jörn Kipur (Jakob Barth Kr. 1.—, S. Lamm 0.72, Geschwister Kallmann 0.50, ab Porto) zus. Kr. 2.19, M. Glass, Piume, Neujahrswünschenthebung 9.97, A. Tolkowski, Antwerpen, bei Maftir am Jörn Kipur 23.77, Samuel Mondel, Köln, zum Andenken an Dr. Rülf 3.48, Anstatt Neujahrswünsche aus Warschau: N. Joffe 2.96, B. Mintz 2.52, Z. Weizmanh £.52, Sammlung stüd. ing. Holdengräber, Wien 1;20, Frau Jos. Ronai geb. Bing, Balaszfalva, zum Andenken an Jac»Hefzl 6.07, Ludwig Löwy, Wien^—, Sammlung Dr. Alkalay, Belgrad (Moscha Farchy Din. 7.—, Isaak