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Die Welt · 1902-06-20 · 25 (20.6.1902) · p. 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
6 (1902)
Issue
25 (20.6.1902)
Article
Jünglinge [Rezension]
Date
1902-06-20
Page
13 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 25 „Die # Weit" Seite 13 warum er die jüdischen Studenten Wiens in den Augen der Unerfahrenen gar so sehr herabsetzt? Mit vollkommen haltlosen öden Behauptungen herabsetzt, deren Hälfte die Existenzberechtigung der Verbindungen vernichten würde? Es ist eben der Fluch der Gutenbergschen Kunst, dass sie jedem dienstbar ist. J, U. ftas der J$e^egkit)j|. Voranzeigen. Wien. Der Einzelverein „Wien" des »Zion« veranstaltet am 24. d. M. um 8 Uhr abends in L. Fischers Gasthaus, IL, Schiffamtsgasse 20, einen Vortragsabend. Thema: „Uebersicht ' über die Menüelssohn'sche Aufklärungsperiode/ Referent: Herr Samuel Fried aus Fressburg. Wien. (Verein jüdischer jugendlicher Arbeit e r W i e n), Centrale IL, Rembrandtstrasse 18. Sonntag den 22. Juni Excursion in die Hofbibliothek, Besichtigung der Miniaturenausstellung. Zusammenkunft 10 Uhrvormittags Rembrandtstrasse 3. ^Gäste willkommen.) Sonntag den 29. Juni im Vereinsiocale Restaurant Kühn 6 Uhr abends Vortrag von Collegen Samuel Strauss: „Heinrich Heine und seine Beziehungen zum Judenthume." (Gäste willkommen.) (Ortsgruppe Aisergrund.) Sonntag den 22. Juni gemüthlicher Ausflug nach Franz Josefsland (Fus^partie). Abmarsch um halb 4 Uhr von der Stadtbahn- Station Rossaueriände. Im Falle ungünstiger Wit:erung Vortrag im Vereinslocale (IX., Türkenstrasse 9). Sonntag den 29. Juni: Discussion über Lehrlingsschutz. Beginn 4 Uhr nachmittags (IX., Türkenstrasse 9).' Gäste herzlich willkommen. Wien. („ V ereinigung zionistischer Hochschüler".) Die „Vereinigung zionistischer Hochschüler" veranstaltet Samstag den 21. Juni a. c. im Restaurant Wendlinger einen Discussionsabend über „Achad-Haam und der Zionismus". Referent Bb. phil. Robinson n. Beginn präcise V28 Uhr abends. Berichte. Serbien. Belgrad. Wir erhalten folgende Zuschrift: Obwohl in Belgrad seit längerer Zeit die Absicht zur Bildung eines zionistischen Vereines in intensivem Masse unter den Juden gehegt wurde, zögerte man doch mit deren Verwirklichung wegen der vielen Formalitäten, die das bisherige Vereinsgesetz vorgeschrieben hat. Nachdem durch die neue Verfassung das Vereinsgesetz in vielem freisinnig geändert und die Bildung von Vereinen bedeutend erleichtert wurde, haben wir sofort nach Inkrafttreten des neuen Vereinsgeseizes die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, um unseren längst ersehnten zionistischen Verein in Belgrad zu gründen. Wir haben die Statuten für den Verein „Zion" der Behörde zur Genehmigung vorgelegt und diese auch ohne weiteres erlangt. An der Hand der beglaubigten Vereinsstatuten haben wir nun eine "Versammlung behufs Wahl des Vorstandes einberufen, welcher über 150 Personen beiwohnten, die sich auch gleich in den Verein als Mitglieder einschrieben und als Mitgliedsbeträge ungefähr 400 Dinar erlegten. Nach Verlesung der Vereinsstatuten, welche von der Versammlung en bloc acceptiert wurden, wurde zur Wahl des Vereinsvorstandes geschritten. Dieser wurde per Acclamation gewählt, und zwar: Dr. D. Alcalay, Advocat, Vicepräsident der sephardischen Cultusgemeinde, als Präsident, Adolf R e s c h o f s k i, Kaufmann, gewesener Präsident der eskenasischen Cultusgemeinde, als Vicepräsident, Raf. Finci, Advocat, Hauptcassier, und Avrara Aruetti, Kaufmann, Nebencassier, weiters Herr Benko Davitscho als Secretär, Herr Hugo B y 11 y als Bibliothekar. Die übrigen Mitglieder des Vereinsvorstandes sind die Herren: Jacob Löwensohn, gegen-, wärtiger Präsident . der eskenasischen Cultusgemeinde, Moscha R. F a r c h y und die Kaufleute Rachamin R ubinovits und Mika Benaroyu. Vermöge der eifrigen Propaganda nimmt die Mitgliederzahl von Tag zu Tag zu, welcher Umstand, sowie auch die Strebsamkeit des Vorstandes, zur Hoffnung berechtigt, dass dieser Verein seinem Zwecke gerecht werden wird. Oesterreich-Ungarn. Wien. Sonntag den 1. Juni hielt der „Jüdisch-nationale Arbeiter-Verein" seine Monatsversammlung ab. Der Besuch war ein sehr günstiger. Das Referat über den Bielitzer Parteitag erstattete unser Delegierter Herr Dr. Egon Zweig, welches von den Anwesenden mit grossem Beifalle aufgenommen wurde. Anschliessend an das Referat folgten humoristische Vorträge, von weichen die des Herrn Gut tmann besonders hervorzuheben sind. Um den Abend machten sich besonders die Mitglieder Herr L. Blum und Herr G. Winternitz verdient. Zum Schlüsse folgte ein animiertes Tanzkränzchen. Wien. Die akademische Verbindung „Libanonia" veranstaltete zum Zwecke der zionistischen Propaganda Sonntag den 8. Juni einen Agitationscommers in Simmering. Der Präses Herr ehem. J. Fein mann eröffnete den Abend mit der Begrüssung der erschienenen Festgäste, Herrn Dr. L.Kahn mit Frau, Herrn Obercantor O esterreich e r, Herr Cantor Schäfer, sowie der Delegierten der verbrüderten akademischen Verbindungen und Vereine. Nach Absingung des „Gaudeamus" ergriff Dr. Kahn das Wort zu einer wirksamen Tendenzrede, in der er die zionistische Idee als die alleinige Lösung der Judenfrage hinstellte. Herr Obercantor Oesterreicher erfreute das Publicum durch den Vortrag einiger Jargonlieder, Namens der erschienenen Gesinnungsgenossen sprach Bb. Kurrein von der „Theologia". Den inoffiziellen Theil bildete ein gelungener „Ulk". Ein Tanzkränzchen beschloss den Abend, der hoffentlich den Simmeringer Stammeserencssen eine angenehme Erinnerung bleiben und ihr lateresse für unsere Bewegung rege halten wird. L. Wien. („ V ereinigung zionistischer Hochschüler",) Donnerstag den lc2. Juni veranstaltete die „Vereinigung zionistischer Hochschülereinen Sehewuothabend. Die Herren Braudel, Freud, Müller, R o t h - bl um, .Segal, und Spitz lasen theis selbstverfasste Dichtungen, theils natioi al-jüdische Werke anderer Autoren vor. Herr Cantor J. Oester reicher tru£ einige Nationallieder vor. An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden für ihre Liebenswürdigkeit unser bester Dank ausgesprochen. Lemberg. Samstag den 4. d. M. hielt hier Herr L. Taubes im Vereine „Dorsche Schlon Zion" einen Vortrag über die jüdischen Namen. Lancut. Am Mittwoch den 6. d. M. fand hier im Cultuslocale eine durch den Verein „Abawath Zion" einberufene und vom Präsidenten D. Tannenbaum geleitete Versammlung statt, die sehr gut besucht war. Herr Taubes sprach über den Zionismus. Wir haben viele neue Mitglieder gewonnen und sammeln für den Jüdischen Nationalfonds. Russland. Ekaterinoslaw. Wir entnehmen einem Circular des Actions-Comiternitgliedes Herrn Ingenieur Ussischkin folgende Daten über die Fortschritte in seinem Rayon in der Zeit von Februar bis April. Neugegründet wurden: In Baku ein Handwerker- und ein Frauenverein, in Mari amp ol ein Frauenverein, in T i m r u k, Nikito wka, Wasilkowka, L u g a n s k Vereine der Jugend, in Nowgorod, Soczy und Komar Bürgervereine. Särnmiliche alten und neuen Vereine stehen in regem Briefwechsel mit der Centrale. In Ekaterinoslaw hat Rabbiner Lewin mit Bewilii- 'gung des Curators des Odessaer Lehrbezirkfs einen Vortrag über L. Pinsker gehalten. Das Reinerträgnis (über 150 Rubel) ist dor zu gründenden jüdischen Lesehalle und Bibliothek zugeflossen. Mehrere Wanderredner haben den Bezirk bereist. An mehreren Orten wurden Mu' terchadarirn gegründet oder sind doch schon in Gründung begriffen. Privatschulen werden möglichst unterstützt. In Ekaterinoslaw besteht auch eine Samstag-Abendschule für Mädchen von 8—Ii Jahren. In einigen Vereinen sind hebräische Curse eingerichtet und au mehreren Orten zionistische Bibliotheken. Ueberali werden eifrig Vorträge aus jüdischer Geschichte gehalten. Ptonsk (Gouv. Warschau). Der hiesige „Chowewe- Z i o n" Verein hielt in der letzten Zeit in seinem Locale einige stark besuchte Versammlungen ab. Die Vor-

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