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Die Welt · 1902-06-13 · 24 (13.6.1902) · p. 11

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Journal
Die Welt
Volume
6 (1902)
Issue
24 (13.6.1902)
Article
Zloczów [Nachricht] / E. Z. W.
Date
1902-06-13
Page
11 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 24 „Die £ Weit6* Seite 11 schule im Vereine mit der zionistischen akademischen Jugend eine Wohlthä,tigkeits,-Y©rstellung zugunsten der in Gründung begriffenen jüdischen Feriencolonie. Es wurde die Operette „Judith und Holofernes" aufgeführt. Reinerträgnis über 150 Kronen. E. Z. W. Drohobycz. Samstag den 24. Mai 1. J. fand im hiesigen Vereine aZionu die Generalversammlung statt. In den Ausschuss wurden gewählt: Dr. Hermann Z e i i e r, Obmann; Leon Raab, Obmann-Stellvertreter; S. Harschdörfer Schriftführer; H. Paehtmann, Cassier; A. Freilich' 7 » Bibliothekar; J. Süss wein, Administrator, und die Herren J. Rosner, S. Schwarz und M. Jos efsberg- Als Stellvertreter F. Lauterbach undN. Löwenthal* Am 1. Juni hielt Herr stud. jur. E. A 1 e x an d r o w i cz einen Vortrag über die „Erfindungen der Neuzeit". Deutschland. Mannheim. Im Anschluss an den deutschen Delegiertentag wurde Herr Dr. Klee-Berlin von dem Präsidenten der hiesigen „Bn,ei Brith"-Loge ersucht, in der Loge über die Stellung des Ordens „BneiBrith" zu den Problemen der jüdischen Colonialpolitik zu sprechen. Wie uns mitgetheilt wird, hatte Dr. Klee diesen Vortrag zugesagt und beabsichtigt, bei dieser Gelegenheit auch das zionistische Programm eingehend zu behandeln. Ueber den Vortrag und sein Resultat sind wir, da Logensitzungen geheim sind, nicht in der Lage zu berichten. Immerhin scheint die Thatsache bedeutsam. Die deutschen „Bnei Brith*-Logen, die annähernd 5000 Brüder umfassen, haben für unsere Sache bisher sehr wenig Verständnis gezeigt, einige in scharfer Gegnerschaft zum Zionismus gestanden. Es ist eine dankenswerte und lohnende Aufgabe, hier aufklärend zu wirken. Das Ordensprincip und die zionistische Auffassung vom Wesen des Judenthums sind identisch, da der Orden alle Juden ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit und Stellung zu religiösen Fragen zu einem idealen Bunde zu vereinen strebt. Dass der Präsident der Mannheimer Loge unseren Freund Dr. Klee um einen Vortrag über seine Auffassung von der Stellung des Ordens zur jüdischen Colonialpolitik der* Gegenwart ersucht hat, scheint symptomatisch dafür, dass man im Orden unserer Sache mehr Objectivität entgegenbringt. Uns wird es gewiss freuen, wenn man auch in diesen, sicher wertvollen Kreisen der deutschen Judenheit bald zu der Erkenntnis kommt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, die Judenfrage zu lösen, nämlich den Zionismus. A. Köln. (Bericht über die Sitzung der „Zionistischen Vereinigung in Köln" vom 2. Juni.) In Verhinderung des Vorsitzenden Herrn Dr. Bodenheim e r erstattete Herr Wolffsohn einen kurzen Bericht über die Bedeutung des Empfanges der Deputation bei Sr. königl. Hoheit dem Grossherzog von Baden, dessen Verlauf für die zionistische Bewegung von sehr grosser Tragweite sei und worüber jeder Zionist mit berechtigtem Stolze erfüllt sein dürfte. Herr Wolf berichtete über den erspriesslichen Verlauf der Delegierten-Versammlung in Mannheim und die Herren Director Levy und Goldreich über Einzelheiten der zur Erledigung gekommenen Angelegenheiten. L e v y erklärte, dass die nachgewiesene erhebliche Zunahme in der zionistischen Bewegung eine Neuorganisation bedingte, um die weitere stetige Zunahme zu sichern. Es genüge aber nicht allein, dass die Centraileitung und die Einzelvereinigungen, welche von ersterer die Directive erhielten, ihre volle Pflicht erfüllten; jeder Zionist wäre verpflichtet, mehr wie bisher thätig zu sein für die Ausbreitung des Zionismus in Deutschland. Hierzu genüge es nicht, nur Mitglied einer Vereinigung zu sein, den Schekel- und Vereinsbeitrag zu zahlen, man müsse auch pünktlich und regelmässig die Vereinsversammlungen besuchen und insbesondere seine Freunde dazu veranlassen denn hier wäre die Stelle, wo jeder Gesinnungsgenosse Belehrungen über die grossen Ziele des Zionismus erhalte, um seine Kenntnisse zu vertiefen, damit er in der Lage sei, bei Gelegenheit Gegner mit Rücksicht darauf, dass diese meistens nur Gegner aus Unwissenheit sind, wieder zu belehren und aufzuklären und sie so für unsere Sache zu gewinnen. Eine weitere Gelegenheit zur Aneignung von Kenntnissen sei das fleissige Studium unserer Presse. Unser engeres Organ sei die „Israelitische Rundschau", welche vor kurzem in den vollen Besitz der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" übergegangen ist. Jeder Zionist habe aber die moralische Pflicht, mindestens durch Abonnement die Leitung in ihrem Bestreben, Gutes zu bringen, zu unterstützen, andererseits sich aus der Zeitung über die Vorgänge in der Bewegung zu informieren. Herr Goldreich berichtete eingehend über dieFractionsfrage im Sinne der Beschlüsse des Delegierten-Tages, ferner über das Israel B elkind'sche Project der Gründung einer jüdischen Nationalschule in Palästina und empfahl dasselbe der weitgehenden Unterstützung. Herr Wolffsohn dankte den Delegierten für die Ausübung des ihnen von der hiesigen Ortsgruppe anvertrauten Amtes im Namen der Anwesenden. Herr Abraham empfahl in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des hiesigen jüdischen Turnvereines das Abonnement auf die „Jüdische Turnzeitung". Königsberg i. Pr. (Akademischer Verein „Herzl".) Die Chargen-Wahl ergab folgendes Resultat: Als Vorsitzender wurde stud. J. Lewitan und als Schriftführer stud. Friedmann wiedergewählt. Als Cassenverw. stud. A. Zinn. Der Verein beschloss die Gründung einer Casse behufs späterer Eintragung des Vereins in das „goldene Buch" des Jüdischen Nationalfonds. Zur Verlobung unseres Bundesbruders J. Stires mit Frl. S. W alpert, Tochter des Rabbiners zu Neustadt, spendeten die Mitglieder des A. V. „H.tf 10 Mk. zu dieser Casse. Der Verein hat einen Aufruf an das „Schwarze Brett" der Universität angeschlagen, in welchem alle Commilitonen zur thätigen Mitwirkung aufgefordert werden. Zu diesem Zwecke hält der Verein eine öffentliche Versammlung in der „Palästra Albertina" ab. Schweiz. Basel. („M akkabäer-Clu b.") Wahlen für das Sommer-Semester 1902: Präsident Dr. Leopold Weil; Schriftführer jur. Sylvan Brunschwig; Cassier med. S c h o p p i g. Basel. Unter den russischen Juden hiesiger Stadt hat sich ein neuer zionistischer Verein ULter dem Namen „Zion" gegründet, derselbe zählt bereits über 20 Mitglieder. Der Vorstand besteht aus den Herren; Wortsmann, Präsident: Schwock, Seeretär; Brunn, Cassier l Kantrowicz und Wahrmuth, Beisitzer. Rumänien. Jassy, Die Jassyer „B'n ei-Brith" - Gesellschaft hat die Initiative ergriffen, die Idee ihres Präsidenten Herrn A. S. Goldenthal zu verwirklichen und in Jassy für die Juden des ganzen Landes eine Ackerbauschule, vorläufig für 20 Schüler, zu gründen. Die Anstalt weihte Herr Rabbiner Dr. Niemir ower mit einem Vortrage über die Bedeutung der Agricuitur bei den Juden ein. Israelo wi tz. England. Blackburn. In der Halle unserer Synagoge hielt Sonntag für die Mitglieder des Zionisten -Vereines Rev. Dr. Strauss aus Bradford einen Vortrag unter dem Titel: „Von Knechtschaft zur Freiheit-

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