Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 23 (6.6.1902)
- Article
- Palästinafahrt
- Date
- 1902-06-06
- Page
- 7 (sequence 2)
- Language
- German
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- Ephraim Moses Lilien 2× ep/1004392
- Alfred Nossig 1× ep/1035983
- Avrom Reyzen 1× ep/1011110
- Berthold Feiwel 1× ep/1020654
- David Pinski 1× ep/1027561
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- Franz Oppenheimer 1× ep/1025831
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- Morris Rosenfeld 1× ep/1006219
- Ozjasz Thon 1× ep/1000008
- Shaul Tchernichovsky 1× ep/1009339
- Sholem Asch 1× ep/1000021
- Stefan Zweig 1× ep/1025800
- Theodor Herzl 1× ep/1007316
- Theodor Zlocisti 1× ep/1042608
- Vilnius 1× ep/1000947
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Nr. 23 „Die gc'Wett? Seite 7 So möge denn unser Ruf hinausdringen in alle Länder, wo Juden wohnen und ein frohes und mächtiges Echo erwecken. Das Comite: Techn. Ignatz Kohn, Obmann; jur. Josef Meisl, Schriftführer; jur. Hugo Deutsch, phil. Arthur Freud, phil. Bernhard Geiger, techn. Alfred Herszlikiewicz, phil. Ernst Müller, med. Jakob Schorr, Dr. EgonZweig. .* Publication des Jüdischen Verlages" Berlin, SW., Cöthenerstrasse 33, Modernes Verlags-Unternehmen auf Subseriptions-Basis zur Förderung jüdischer Literatur, Kunst u. Wissenschaft. Leitendes Comite : Martin Buber, Berthold F e i w e 1, E. M. Lilien, Dr. Alfred N o s s i g. Als erste Publication des „Jüdischen Verlages" erscheint anfangs August: Jüdischer Almanach für das Jahr 5663 (1902/3), ein in vornehmem Stil gehaltenes künstlerischliterarisches Jahrbuch mit einem künstlerisch ausgestatteten Kaiendarium, einem literarischen, einem illustrativen und einem musikalischen Theil. Der literarische Theil enthält Beiträge von: Achad-Haam, Mathias Acher, Schalom Asch, Maximilian Barber, Eichard Beer-Hofmann, M. J. Berdyczewski, Ch, N. Bialik, Martin Bub er, Adolph Donath, Markus Ehrenpreis, J. Eljaschoff, Berthold Feiwel. Efraim Frisch, S. Frug, Bernhard Fuchs, Hugo Ganz, Adolf Gelber, Alfred Gold, Theodor Herzl, Georg Hirschfeld, Ignaz Jezower, Robert Jaffe, Prof. Leon Kellner, Anselm Lutwak, Joseph Marcou-Barouch, Hermann Menkes. Leo Mozkin, Ch. D. Naumberg, Alfred Nossig, Franz Öppenheimer, J. L. Perez, David Pinski, Abraham Reisen, Morris Rosenfeld, David Rothblum, Felix Saiten, Hugo Salus, Prof. Ludwig Stein, Adolf Stand, N. Sokolow, Osias Thon, Saul Tschernichowski, Karl Wolfskehl, Israel Zangwill, Theodor Zlocisti, Moriz Zobel, Stefan Zweig u. a. Der illustrative Theil enthältßeitr ägevon: Louis Corinth, Jehuda Epstein, Moriz Gottlieb, Samuel Hirszenberg, Prof. Jozef Israels, Prof. Max Liebermann, E. M. Lilien, L. Pasternak, Solomon J. Solomon, Hermann Struck, Lesser Ury, Wilhelm Wachtel. Der musikalische Theil enthält jüdische Volkslieder und Beiträge von: Prof Ignaz Brüll, Ignaz Frydmann, Prof. F, Gernsheim, H. Liwschütz, A. Loubetzky, Siegmund Weiss u. .a Der Almanach. der als ein stattlicher Quartband in vorzüglicher Ausstattung erscheint, wird ein Document des modern-jüdischen literarischen und künstlerischen Schaffens bieten. Er stellt den ersten Versuch dar, östliches und westliches Judenthum in der Vielseitigkeit seiner Bethätigungsformen in einem Sammelwerke vorzuführen. Der Almanach des Jüdischen Verlages dürfte das beste jüdische Geschenkwerk des neuen Jahres werden. In dieser Voraussicht wird das Buch in einer weit über die Anzahl der Subscribenten des Jüdischen Verlages hinausgehenden Auflage gedruckt. — Die Subscriptionsbasis ist bekanntlich folgende: Für einen Jahres- Subscriptionspreis von Mk. 20.— erhält man Publicationen, deren Gesammtwert zum Ladenpreise Mk. 30.—- beträgt. — Prospecte gratis und franco durch das Bureau des Jüdischen Verlages, Berlin, SW., Cöthenerstrasse 33. -— In Vorbereitung sind folgende Verlagswerke: „Jüdische Künstle r", Dr. Judt: „Die Juden als Rass e". Anregungen für den Nationalfonds. Czortkow. Ich erlaube mir, den Gesinnungsgenossen eine actuelle Anregung zu geben. Auf den Hochzeits-Einladungen wird obligatorisch die Adresse für Telegramme angegeben und dies ist eine gelinde Aufforderung zu einem GLückswunsch-Telegramme, welcher in Freundes- und Bekanntenkreisen auch gerne entsprochen wird. Welche enorme Summen auf solcherart Telegramme ausgegeben werden, weiss man. Gesinnungsgenossen mögen daher anstatt der stereotypen Adresse für Telegramme und an derselben Stelle auf den Einladungen drucken lassen: „Es ist erwünscht, die Kosten der Glückwunsch-Telegramme dem jüdischen Nationalfonds zuzuwenden." Hierdurch würde gleichzeitig die Institution des Nationalfonds in den weitesten Kreisen propagiert. Die Glückwünsche können dann in Form von Telegrammen entweder auf Briefpapier oder Telegramm-Blanketten, auf denen die entsprechende Anzahl von Nationalfonds-Marken aufgeklebt sind, und über dieselben geschrieben werden. DieAbsendung geschieht als Brief. Mit Hochachtung und Zionsgruss A. Schwarz jun. Jüdischer Nationalfonds. Das goldene Buch. „ZionistSociety" in Portland 2i0 Kr. (bereits im Spenden Verzeichnisse der Nr. 21 ausgewiesen). Herr Salman Gurland in Wilna 95 Rubeln. „Zionisten -Literaturverein" in Wilna 95 Rubeln. Richtigstellung. Herr Günstling in Moskau ersucht uns, richtig zu stellen, dass seine in Nr. 21 ausgewiesene Goldene Buch-Spende nicht im eigenen Namen, sondern im Namen des Vereines „Ahawas Ziorj" daselbst erfolgt sei. Correspondenzen und Telegramme. Der Ehrenbeleidigungsprocess Dr. Nordau contra „Israelit" (Mainz), der am 3. Juni stattfinden sollte, wurde auf einen späteren Termin angesetzt. Zur Lage der Juden in Russland. Jekaterinoslaw. Wie die in Charkow erscheinende Zeitschrift „Juschny Kraj" meldet, hat der Gouverneur von Jekaterinoslaw an die ihm unterstehenden Polizeibehörden den Befehl gerichtet, sämmtliche in den Dörfern, Ansiedlungen und in der Nähe der Bergwerke im Gouvernement Jekaterinoslaw lebenden Juden bis zum 13. Mai auszuweisen. Die in ihrer Existenz bedrohten Juden richteten eine Bittschrift an das Ministerium des Innern in St. Petersburg um Aufschiebung der Ausweisungsordre. Infolge dieser Petition ist nun, wie die „Nowoje Wremja" meldet, folgende Entscheidung aus St. Petersburg herabgelangt: Den in den Dörfern Jakowlewskoje, Mitinskoje, Alexandropolonskoje, Jenakiewskoje, Jekaterininskoje und Dmitriowskoje lebenden Juden ist der Aufenthalt bis zum Erlasse einer neuen Verordnung verlängert worden; für alle anderen Juden jedoch, die sich nach dem 1. August 1901 angesiedelt haben, wurde die Ausweisungsordre des Gouverneurs in voller Kraft belassen. Die in den Dörfern •des Gouvernements lebenden jüdischen Handwerker wurden angewiesen, sich nur dort niederzulassen, wo den Juden der Aufenthalt überhaupt gestattet ist. Den in den Fabriken, Kanzleien und Bergwerken des Gouvernements Aemter bekleidenden Juden wurde gestattet, vorderhand auf ihren Posten zu verbleiben; die Administrationen sämmtlicher gewerblicher Unternehmungen des Gouvernements wurden aber verpflichtet, künftighin Juden keine Anstellungen zu geben. Dass die unter dem Damoklesschwerte der Ausweisungen und Verbote stehenden Juden durch ihr persönliches Verhalten keinen Anlass zur Unzufriedenheit gaben, erfahren wir aus einer im halbamtlichen „Wilenskij Wjestnik" publicierten Rede, welche der bisherige Gouverneur von Grodno, Fürst N. Krussow, welcher in gleicher Eigenschaft nach Poltawa] versetzt wurde, an die Vertreter der jüdischen Gemeinde von Grodno gerichtet hat. Bei Entgegennahme der ihm von den Juden in Grodno überreichten Adresse in hebräischer Sprache und eines Exemplares der Heiligen Schrift sagte der Fürst: „Ich habe die Juden überall als treue Unterthanen Russlands kennen gelernt; diese Ansicht werde ich persönlich stets und überall vertheidigen." Russische Auswanderung. Eine neue Auswanderungs- Bewegung macht sich in Russland bemerkbar. Aus Staro- Konstantinow wird berichtet, dass eine grosse Zahl jüdischer Familien nach Nordamerika, eine Minderzahl nach Brasilien auswandert. Der Grund dieser Auswanderung ist in dem grässlichen Elend zu suchen, in welchem die Juden