Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 15 (11.4.1902)
- Article
- Nach der großen Feuersbrunst [Nachricht]
- Date
- 1902-04-11
- Page
- 8 (sequence 1)
- Language
- German
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Saite 8 ,H!f * W#te* ,Nr. 15 ♦M^snr •ww wi^a iMKtovw»'!* «& ♦2"D^n kA'ti ♦aman-p pa yao^K (Dr. M. Eisenstadt: Nach der grossen Feuersbrunst. Erzählung. Ausgabe von B e n - A b r a h a m. Wilna, 1902. [Jargon.]) Die jüdische Toynbee-Halle in Wien im zweiten Jahre ihres Bestehens. Wien, 1902. Verlag des »Verein jüdische Toynbee- Halle in Wien". internationaler Israelitischer Kalender für das Jahr 5663* — Calendrier israelite international pour l'annee 5663» Hagenau (Elsass). Haguenau (Alsace). Armand Korb. Einunddreissigster Jahresbericht des israelitischen Frauen-Wohlthätigkeitsvereines für Hausarme in Wien. Wien, 1902. Im Selbstverlage des Vereines. DDpn:s«p iptaD^vx }ytss>:PB Dist tö^Kn p-»* ♦sinn *pKta n^ö tarna* imyjwwn AiMKa p* (Ein Wort zum fünften Zionisten-Congress in Basel. Von A. M. Taitz. Riga. (Jargon.) 1902. WIK b'T pTHK DTpnb Witt) *)DKÖ 4 Q * EM *P owata Dnpim ö^ifi rroiD y 3i rwö orru* naia ^jw mn ^nan diöis ♦a'Dnn mmn w ♦r6 rwim p*o ♦in«anm (Jerusalem. Jahrbuch zur Beförderung einer wissenschaftlich genauen Kenntnis des jetzigen und des alten Palästina. Herausgegeben unter Mitwirkung von Fachgelehrten durch A. M. L u n c z. Erscheint vierteljährlich. Band VI, Heft 1. Jerusalem 1901. Verlag des Herausgebers.) Geld und Gut oder Erziehung und Bildung. Jüdisches Familien- und Culturbild aus dem ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts. Von E. Bondi, emer. Volksschul-Director. Brünn, 1902. Im Selbstverlage des Verfassers. In Commission bei L. & A. Brecher in Brünn. Eduard Bernstein: Die heutige Einkommensbewegung und die Aufgabe der Volkswirtschaft. 1902. Verlag der „Socialistischen Monatshefte". Berlin W. 35. Wissenschaftlich - literarische Sammelschrift der Zeitschrift „Budustschnostj". ß. II. 1901. St. Petersburg (Russisch). Monatshefte der Zeitschrift „Woskhod". (Jänner und Februar 1902.) St. Petersburg. (Russisch.) Jüdische Familienbibliothek. I. und II. Heft, erscheint unter der Redaction von M. Riwkin. Verlag Bussel in St. Petersburg, 1902. (Russisch.) Der fünfte Zionisten-Congress in Basel. Von Doctor M. Schlaposchnikow. Verlag „Ulej" in Charkow, 1902. (Russisch.) Die neuhebräische Literatur des XIX. Jahrhunderts. Von J. Klausner. Verlag „Tuschija* in Warschau, 1902. (Russisch.)1 Die Zukunft. Godichte von L. Jaffe. Verlag von B. Jaffe in Grodno, 1902. (Russisch.) In der Schwüle. Skizzen und Schilderungen von M. D. Riwkin (zweite Auflage). St. Petersburg. Verlag von Sch. B ü s s e 1. 1902. (Russisch.) Einiges über die „Mission" des jüdischen Volkes. Nach Dr. O. Thon. Verlag der Bibliothek„Or Zion* in Odessa, 1902. (Russisch.) Die Jüdische Colonialbank. Verlag der Bibliothek „Or Zion" in Odessa, 1902. (Russisch.) Das Wesen des Zionismus. Von Prof. M. Mandelstamm. Verlag der Bibliothek „Or Zion" in Odessa, 1902. (Russisch.) Ein Versuch zur Charakteristik Max Nordaus. Von B. J. Toporowsky. Jekaterinoslaw, 1902. (Russisch.) * Ueber den S c h e k e 1 schreibt N. Sokolow in der „Hazefirah": „Wollte All- Israel diese einzige Pflicht der Schekelabgäbe erfüllen, so würde es ohne Zweifel Grossartiges zu seinem eigenen Nutz und Frommen schaffen können, ist dies nun ganz unmöglich? Gibt es da etwa gewaltige äussere Hindernisse? Von aussen wird wohl niemand der Sache im Wege stehen. Die Widerstände sind bloss innerer Natur. Und sind diese Widerstände denn thatsächlich so gross? Es gibt Freisinnige verschiedenster Art, es gibt Rückständige,Fortschrittliche, Freunde des gemässigten Fortschrittes und derLaufschritte, Rückschrittler verschiedenartigster Abstufung — und keine einzige Gruppe von diesen kommt mit der anderen in Berührung. Pan Wladislaw reist nach Zakopane, R. Jerucham der Chassid nach Beiz, andere reisen nach Basel. Und sie reisen nicht nur sinnfällig, sondern auch sinnbildlich — eine Zeitferne von fünfhundert Jahren rückwärts, eine Strecke von fünfhundert Jahren vorwärts. Nun wollen wir durchaus nicht alle diese Gruppen plötzlich zusammenbringen, sie bewegen,^dass sie ihre Schritte nach einer Richtung hin lenken sollen. Allein wir wissen, dass diese zerstreute Herde durch eine äussere Kraft lose zusammengehalten wird. Die nichtjüdische Welt unterscheidet nicht zwischen den verschiedenen Parteilagern im Judenthum. Wohl gestattet sie dem freisinnigen Juden manches, was sie dem orthodoxen Juden verwehrt, aber es gibt gewisse wesentliche Dinge und Institutionen, von denen sowohl die Aufgeklärten, wie die Frommgläubigen ausgeschlossen bleiben. Die nichtjüdische Gesellschaft hält sich streng an den talmudischen Grundsatz: Der Jude bleibt Jude, auch wenn er sich am jüdischen Gesetze versündigt. Sie allein befolgt diesen Grundsatz — gesegnet sei Harn an! Wir erinnern uns ferner an der Hand der Geschichte, dass diese zerstreute Herde immer an einer gewissen Einheit festhielt, deren Macht sich gerade zu jenen Zeiten offenbarte, wenn die Zersplitterung den höchsten Grad erreicht hatte. Ohne uns also in tiefsinnige Betrachtungen zu verlieren, fragen wir, ob es nicht möglich sei, dass die Söhne dieses Volkes bei aller Differenzierung und Parteiung eine einzige leicht erfüllbare Aufgabe als allen gemeinsam anerkennen, irgend etwas Geringes zugunsten der Gesammtheit mit vereinten Kräften unternehmen sollen? Der Schekel! Den allein wollen wir, nichts weiter — eine solche Lappalie! ... Leider müssen wir uns gestehen, dass diese lächerliche Kleinigkeit gegenwärtig etwas ganz Unmögliches ist. All - Israel wird nicht ohne Weiteres geben. Jeder einzelne wird fragen, wozu und wem er denn geben sollte, was denn das sei, ein Volkszweck, wem denn damit geholfen wäre und auf welche Weise denn damit geholfen werden soll u. s. w. Wir verlangen bloss ein Scherflein: „Gebt mir'ne Münze und werft mich hinaus", wie die Masken am Purimsagen — dochsie lassen sich in Dispute und Untersuchungen ein. Wie »denn auch nicht: ein t altes frage- und denkgewohntes Volk! Welches ist nun unsere Aufgabe dem gegenüber? Nun denn : wir müssen das Volk unterweisen, müssen einen einheitlichen Volkswillen, nationalen Gemeinsinn schaffen, der unter den verschiedensten Elementen einen Zusammenschluss herbeiführen soll. Dann werden die Vollzugsorgane kommen und werden vollführen. Doch nein — man wird ihrer gar nicht bedürfen: das Volk selbst wird seinen Willen vollstrecken.tt * Russisch-jüdische Literatur. Die ersten zwei Lieferungen der in russischer Sprache erscheinenden „Jüdischen Familienbibliothek" sind uns zugekommen. Die Bibliothek wird von Sch. F. Bussel in St. Petersburg herausgegeben und vom bekannten russischen Schriftsteller M. D. R i w k i n redigiert. Sie verdient die grösste Aufmerksamkeit des jüdischen Lesepublicums. Die Redaction hat sich, wie sie im Vorwort sagt, zur Aufgabe gestellt, „dem jüdischen Leser eine Reihe wohlfeiler Bücher zu bieten, die alles umfassen s©lien, was auf dem Gebiete der Literatur Hervorragendes, den Juden und dem Judenthum Gewidmetes vorhanden ist.0 An einer anderen Stelle erklärt die Redaction, dass es die Aufgabe der Bibliothek sei, alles was in der Weltliteratur zerstreut ist und zum jüdischen Leben in Beziehung steht, in systematischer Reihenfolge zu sammeln und „zusammenzufassen*. Es muss zugestanden werden, dass die Redaction ein ernstes und verständnisvolles Vorgehen in der Auswahl ihrer Verlagsschriften bekundet. So werden zum Beispiel fürs laufende Jahr folgende Ausgaben geplant: Die russische Uebertragung des zionistischen Romanes ,Daniel Deronda" von George Eliot; dieser Roman nimmt die ersten fünf Lieferungen ein (davon sind zwei schon erschienen); „Dichter und Kaufmannn" von Berthold Auerbach; Heinrich H e i n e's sämmtliche auf Juden und Juden thum bezügliche Werke; Leon Perez' ausgewählte Werke; A. Kohan: Skizzen aus dem jüdischen Ghetto in New- York; Mendele Mocher - Sforim (S. M. Abramowicz): Ausgewählte Werke; L i w a n : Eine künstlerisch-belletristische Sammelschrift; Dr. Philippsohn: „Zwei Welten'* und andere. Auch die Ausstattung der Verlagsschriften lässt nichts zu wünschen übrig. Nur wäre es sehr wünschenswert, dass die Redaction ihr Programm erweitere und sich nicht allein nur auf die belletristische Literatur beschränke. Es wäre kein kleines Verdienst, diejenigen jüdischen Familien, die nur russisch lesen, auch mit solchen jüdischen publicistischen und wissenschaftlichen Werken bekannt zu machen, wie die von Achad-Haam, Moses Hess, Dr. S. Bernfeld, Theodor H*rz 1, Mathias Acher etc