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Die Welt · 1902-03-21 · 12 (21.3.1902) · p. 15

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Journal
Die Welt
Volume
6 (1902)
Issue
12 (21.3.1902)
Article
Wochenprogramm der "Jüdischen Toynbee-Halle"
Date
1902-03-21
Page
15 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 1$ „Die # Welt" Seite 15 Arthur Schwarz: Bibel, Erklärung der Sidra. — Samstag den 29. März: Concert: Musik, Gesang. — Sonntag den 30. März: Samuel Wertheim: Der Suez- Canal und.,die Pacific-Bahn. —- Montag den 31. März: Dr. J. Sadger: Ueber Kunst und Künstler. Anmeldungen zu Vorträgen beliebe man zu richten an Herrn Dr. J. Sadger, IX., Liechtensteinstrasse 15. * Ein Ignaz BrüM-'bend in der Toynbee-Halle Meister Ignaz Brüll wurde am 1. März d, J. in der Toynbee-Halle, für die er schon des Öfteren sein warmes Interesse bekundet hatt^, in besonders würdiger Weise gefeiert. Eine auserlesene kleine Künstlerschar war dem Rufe der Concertleitung gerne gefolgt und brachte Auszüge aus den Opern, den Lieder-, Ciavier- und Kammeimusik- Compositionen Brüils' in vollendeter Weise zu Gehör. Frau Ricka M ax und Herr Dr. Alfred M. Kr am er sangen Lieder und Duette aus den Opern des Meisters mit reichen Stimmitteln und künstlerischem Vortrage; Fräulein Rachelle Neufeld spielte mit bewundernswürdiger Technik einige Clavier-Composifcionen, und Fräulein 'Melanie Fürst (Violine), und die Herren Sigmund Horwitz (Ciavier) und Lucian Horwitz, Mitglieder <ier Berliner Philharmoniker (Cello), brachten in einem herrlichen Trio die Kammermusik ßrülls zu schöner Geltung. Stürmischer Beifall wurde sämmtlichen Mitwirkenden zutheil. Das Publicum war in begeisterter Stimmung, welche ihren Höhepunkt erreichte, als der Meister sich ans Clavier setzte und einige Gesangspiecen selbst begleitete, Ein Duett wurde von Frau Ricka Max und Herrn Dr. Kramer mit hinreissender Wärme und dramatischer Leidenschaft gesungen. In schönen, geistreichen Worten stattete das leitende Comitemitglied Herr Dr. Leopold Kahn dem Componisten und den mitwirkenden Künstlern den Dank ab. Indem er an den, bekannten Ausspruch anknüpfte, was wohl verdienstlicher sei. der Gedanke, oder die Bethätigung desselben, führte er aus, dass hier die schönen, hehren Gedanken eines bedeutenden Componisten von einer hervorragenden Küntlerschar zu lichtvollem Ausdrucke gebracht wurden. Rosa F. Achtung, Handelsangestellte und Arbeiter! Das Executiv-Comite der „Jüdischen Angestellten und Arbeiter" veranstaltet am 5. April d. J im Saale „zum goldenen Widder", IL, Taborstrasse 36, eine Agitationsversammlung mit dem Thema: Conditionslosen- V ersicher ung und Stellenvermittlung. Mittheilungen des österreichischen Landes-Comites „Verband Zion". I. Folgende Tage sind für unsere Sitzungen bestimmt: März 24. April 3., 15., 29. Mai 6., 13. % Der zweite österreichische Zionistentag findet am 18. und 19. Mai d. J. in Bielitz statt. Tagesordnung : 1. Begrüssung durch die Einberufer. 2. Wahl des Bureaus. 3. Rechenschaftsbericht. 4. Organisation a) Technische Organisation b) Die nächsten Aufgaben der einzelnen Organisationen. 5. Agitation. 6. Stellungnahme zu den nichtzionistischen Gruppen in Oesterreich. 7. Presse. 8. Stellungnahme zu den Congressen. 9. Budgetierung (Bestimmung der Parteisteuer). 10. Wahl des Landes-Comites. II. Bestimmung des Ortes für den nächsten Parteitag. Die Referenten für die einzelnen Punkte werden in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Anregungen und Anträge dafür werden von Einzelnen und Corporationen schriftlich bis 1. Mai entgegengenommen. Spätere Zuschriften werden nicht berücksichtigt. 3. Zur ehesten Zahlung der Parteisteuer — 1 Krone pro Mitglied — wird dringend aufgefordert. Alle Geldsendungen beliebe man an Herrn Samuel Mohr in Wien, XII, Schönbrunne r Strasse 289, zu richten. 4. Bestellt durch Eure Districts-Comites folgende neue Vcrschleissartikel: a) Cigarettenpapiere, b) Papier-Cigarettenspitze, c) Ansichtskarten, d) Briefpapiere, e) Schmucksachen. Directe Bestellungen sind zu riehen an Herrn Secretär Adolf P o 11 a k, Wien, IX., Türkenstrasse Nr. 9. 5. Die neue Flugschrift: „W a s wollen wir Z i onisten?" von Berthold Fe i w e 1, zum Preise von 4 Hellern (100 Stück für 3 Kronen) ist ebenda zu haben. 6. Die Schrift von Dr. Max N or d au: .Der Zionismus (E-nzeJpreis 20 Heller) und die Neuauflage von Dr. Herzls .Juden Staat" (Einzelpreis Kr. 1.20) erscheinen im Verlage des „Jüdischen Buch- und Kunstverlages41 in Brünn, Kraut markt 11, und sind dort zu bestellen. 7. Gründet Bildungsheüme! Gründet Einzelvereine! Gründet Fachvereine! Gründet Erwerbsg^nossenschaften! Gründet Los- und Sparvereine! Gründet Frauen- und Mädchenvereine! Gründet Turn- und Sportvereine! Gründet Gesangvereine! Gründet Volksbibliotheken! Musterstatuten sind gratis in unserem Bureau : Wien, IX.. Türkenstrasse 9, zu haben. 8. Veranstaltet Versammlungen, Brudermahl p, Se der feiern und berichtet sofort an die Districts-Comites! 0. Redner für Veraastaltungen sind durch die Districts- Comites zu erfragen und zu erbitten. 10. Gedenket des Nationalfonds! Gedenket des Sehe k eis! Gedenket der Jüdischen Colonialbank! Gedenket der Parteisteuer! * Den zahlreichen Einsendern von Beträgen für Nationalen ismarken an unseren Cassier Herrn S.Mohr diene zur Kenntnis, dass die Marken erst in einigen Tagen zur Ausgabe gelangen und sodann alle Bestellungen sofort effectuiert werden. .^»ws^^vnbvv»!^^ Briefkasten. L F. in Cairo: Wenden Sie sich gefälligst an den Verlag „AchiasaP in Warschau. D. R. in Beregszäsz: „Hador" erscheint seit Neujahr nicht mehr. Aus Versehen wurde an der Spitze der in Nr. 9 unseres Blattes erschienenen Novellette Israel Z angwills Jerusalem sterben" der Name der Uebersetzerin Fräulein Flora Landesberger nicht genannt, was wir hiermit nachtragen. Wir erlauben uns, die Leser auf das im Inseratenteile erwähnte Knaben-Pensionat Institut Director P, Klibansky in Frankfurt a. Main, der classischen Stätte der Jugenderziehung, aufmerksam zu machen. Seit kurzem hat die Anstalt ihre neuen Räume, Körnerstrasse Nr. 14, bezogen. Die herrliche Lage des Pensionates, in dem vom Lärm grossstädischen Verkehres fasst unberührten feinsten Theile der Stadt, am Fusse des Gebirges mit seiner frischen kräftigen Luft, übt auch auf die körperliche Entwicklung der Zöglinge einen wohlthuenden Einfluss. Die luftigen geräumigen Wohn- und Schlafräume, wie auch Speise- und Schulzimmer entsprechen jedweden hygienischen Ansprüchen. Das Pensionat und das mit ihm verbundene Institut stellen sich als erste Aufgabe, den ihnen anvertrauten Zöglingen das Elternhaus, soweit dies möglich, in jeder Hinsiaht zu ersetzen und ihre Schüler zu sittlich-religiösen, kenntnisreichen, für das praktische Leben brauchbaren Jünglingen heranzubilden. Es finden auch Zöglinge Aufnahme, die eine der jüdischen Realschulen der Stadt, das Gymnasium oder die Akademie der Handelswissenschaften besuchen. Besondere Lehrer für russischen und pnlnischen Unterricht. Streng rituelle Verpflegung, liebevolle Pflege und gewissenhafte Beaufsichtigung. — Prospectus sendet Direction jeden Interessenten.

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