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Die Welt · 1902-01-17 · 3 (17.1.1902) · p. 4

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Journal
Die Welt
Volume
6 (1902)
Issue
3 (17.1.1902)
Article
Blätterstimmen über den Congress [Kommentar]
Date
1902-01-17
Page
4 (sequence 2)
Language
German
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Seite 4 „Die # Welt" Nr. 5 „Freie Post" (Wien), „Arbeiterwille" (Graz), „Nationalzeitung" (Berlin), „Weekly Standard" (Blackburn), „Rumänischer Lloyd'j (Bukarest). „Enquirer Buffaio", „Brünner Sonntagszeitung", „Hämburger Nachrichten", „Stockholm Sidning", „Stockholm Dagblat", „Hufmastads Bladet Finland", „Presbyterian" (Philadelphia), „Berliner Börsenzeitung'4. „Neuzeit" (Wien), „Westminster Gazette", „Feuille d'Avis de Lausanne'*, „Blackbury Telegraph", „Manchester Evening Chronicle", „Manchester Guardian", „Manchester Dispatch", „Schweizer Handels-Courier" (Biel), „Adeverul" (Bukarest), „Newcastle Daily Journal", „Aberdeen Press", „Plymouth Mercury", „Newcastle Leader", „News Express", „Southern Echo", „Sussex Daily News", „Norwich Press", „Glasgow Herald", „Hartlepooi Daily Mail", „Financial News" (London), „Politik" (Prag), „Deutsche Warte" (Berlin), „Breslauer General-Anzeiger", „Basler Volksblatt", „Neues Pester Journal", „Reichspost" (Wien). „Vaterland" (Luzern), „St. James Gazette", „Liverpool Post", „Strassburger Post", „Glasgow Daily Record", „Deutsche Tageszeitung" (Berlin), „Linzer Volksb'latt", „NagyväradiFriss Ujsag" (Grosswardein), „Freisinnige Zeitung" (Berlin), „Halls Guardian", „Morning Nave" (London), „Norwich Press", „Manchester Courier", „Literary Digest" (New York), „Depeche Algerienne" (Algier), „Volksanwalt" (Kiel), „Tribüne" (Chicago), „Nationale Zeitung" (Saaz), „Globe*- (London), „Drohobyczer Zeitung*', „Wiener Localanzeiger", „Review Toronto" (London), „Kodotods Tidningen" (Stockholm), „County Herald" (Jaunton), „Bukowinaer Rundschau", „Independent" (New York), „Pressburger Zeitung", .,The Church Family Newspaper" (London), „Krakauer jüdische Zeitung", „New York Sun", „Chronicle" (Rochester). Die industrielle Zukunft Palästinas, Von Hofrath Kareis. Es handelt sich hier um. Beantwortung der eoncreten Frage : Kann Palästina, dessen Rückgewinnung für die Bodencultur nach apriorischer Beurtheilung auf Grund historischer Thatsaohen kaum zu bezweifeln ist, umsoweniger zu bezweifeln, als die schon gegenwärtig blühenden palästinensischen Colonien*) erfreulichste Beweise für eine dickfällige Leistungsfähigkeit bieten — kann Palästina, fragen wir, auch industrieller Anlagen theilhaftig werden und kann man dieselben ertragfähig machen? Wir glauben, diese Frage mit einem freudigen „Ja" beantworten zu können! Hat die hier erstandene religiös sittliche Lehre so unendlich reiche Früchte für die Gultur der Menschheit getragen; so wäre es nur eine unwesentliche Abschlagszahlung an die Geburtsstätte der reinen Gotteslehre, wenn die gewonnenen Früchte des Wissens und Könnens die Wiege ihres Entstehens mit all ihrem Reichthum und Segen ausstatten helfen und das Land auch als Arbeitsstätten schmücken würden. Von diesem ethisch-historischen Motiv ganz abgesehen, wollen wir rein rationalistisch die aufgeworfene Frage im Umfange unseres Wissens und Könnens zu beantworten suchen. Das Land Palästina liegt auf einer der Kanten Asiens, gegenüber von Afrika und — durch das Meer getrennt — auch gegenüber Europa; es liegt, wie sich Prof. Dr. H. v. Soden ausdrückt, im Schnittpunkte dreier Welttheile, und zwar nahe den vorgeschrittensten Theilen der alten Welt. Hierher strahlten die Einflüsse der uralten Culturen Aegyptens und B a b y 1 o n i e n s, und was menschlich an der Menschheit ist, hier musste es Blüten treiben! Die Urväter kamen aus den Euphrat-Ländern nach Kanaan, und Moses führte ihre Nachkommen aus dem Nilthale wieder in das Land der Sehnsucht, das ihre Träume belebte und ihren Seelen geistige Nahrung versprach, wie ihren Leibern die irdische! *) Die Colonie „Rischon Lezion" etc. Dieses Land zieht sich in der durchschnittlichen Breite von 200 Kilometern, von Berghügeln belebt, nördlich der Sinai-Halbinsel in der Länge von etwa 240 Kilometern gegen Kleinasien hin; hiervon entfallen auf den Landstrich Palästina 200 Kilometer Länge und 140 Kilometer Breite. Hier begegneten sich die Handelszüge, die Heeresmassen streitender Nationen, die culturtragenden Geister gebildeter Völkerscharen und Staaten — wohl an die zwei Jahrtausende lang. Das Land bietet noch jetzt, wie ja aus tausendfachen Schilderungen bekannt ist, tausende von Reizen und Naturschönheiten. Wohl ist die Erde herrlich zumal, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual! Hier aber steht die Sache so : In Palästina soll die Qual eines ganzen Volkes enden! Dass dies auf ganz normalem, hindernisfreiem Wege der Fall sein sollte, behaupten wir nHit. Dass es aber mit dem, was göttlich allein am Menschen ist, mit Geist und Willen, möglich ist, versuchen wir zu zeigen. Einen fachlichen Artikel, betreffend die zukünftige, mit Hilfe der Wasserkräfte Palästinas zu weckende Industrie, soll ich schreiben. Ich gestehe, und jedermann wird das begreifen, der meine Gründe hört, es ist das eine schwere Aufgabe! „Wer den Dichter will verstehen, Muss in Dichters Lande gehen!" singt G o e t h e, und ich wage seinen Spruch zu transformieren, und zu sagen : „Wer ein Volk will recht verstehen, Der muss in seine Heimat gehen lu Und wer über irgend etwas, was dieses Volk betrifft, schreiben will, umsomehr. Nur wer selbst das Land der Verheissung — nicht bloss mit des Geistes Augen, sondern mit den leiblichen — gesehen, nur wer die heiligen Stätten betreten, an denen die Menschheit die hehre Wollust der Gottergebenheit empfinden gelernt hat, wo der Hauch des Unsichtbaren und Ewigheiligen von den Urvätern an bis zum heutigen Pilger, Forscher und Reisenden jedermann anwehte, wo sich das menschlichste der Gefühle, das der Brüderlichkeit, zum socialen Gesetze entwickelte, wo der vom Wechsel der landschaftlichen Schönheit der Thäler und Ebenen zu der Majestät der Wüste, sowie der schroffen Schneeberge gewandte gesättigte Blick sich nächtens zum klaren Sternenhimmel erheben lernte; wer das alles gesehen, empfunden und überdacht hat, der wäre berufen, über irgend etwas vom Lande, wo einst Milch und Honig floss, zu schreiben — über die Zukunft des gelobten Landes! Doch gehen wir jetzt ein wenig auf die Beschreibung des Landes ein! Ein Drittel der Landeslänge nimmt der Libanon und seine Ausläufer ein, das majestätisch fast von der Meeresküste an 3000 Meter aufsteigende Gebirge, dessen schneeige Gipfel, ihr jungfräuliches Weiss mit dem lichten Blau des Himmels und dem Dunkelblau. der Meeresfluthen in beseelenden Gegensatz bringend, dem Wanderer ihren Lichtgruss zusenden! Seine ehedem cederngeschmückten Hänge und Schluchten sind jetzt dieses Schmuckes bar, aber ein kleines Hochplateau, weltfern, trägt noch diese Zier! Doch jene Hänge, Thäler und Schluchten sind rebenumrankt, mit Feigenbäumen bepflanzt, seine Fruchtgärten sind umsäumt von Olivenpflanzungen, und der Fuss des Gebirges ist von Palmen Wäldern umrauscht. Oestlich erglänzt das gartenumkränzte Damaskus und nördlich erstreckt

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