Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 47 (18.11.1844)
- Date
- 1844-11-18
- Page
- Seite 680 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3225335-3225383--06471-3315289- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
680 Bei Gebrüder Scherk in Posen ist in Kommission erschienen: vr. W. B. FrSnkelS „die Unmöglichkeit der Emanzipation der Inden im christlichen Staate" kritisch beleuchtet von 1>i. K. Cracauer. 8. broch. Preis 15Sgr. (i2 gGr.) In dem Verlage des Unterzeichneten ist früher erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Arnheim, H., Vollständigstes Gebetbuch für Israeliten für das ganze Jahr. Uebersetzt und mit einigen Anmerkungen versehen. (Preis 25 Sgr.) -Der Pentateuch, hebräisch und deutsch, mit erklärenden Anmerkungen nebst sämmtlichen Haftarah's und den fünf Megilloth versehen. 1 — 5 Lsr. Preis 1 Thlr. 28 Sgr. 3 Pf. Miro, H., Allgemeines Gebetbuch für gebildete Bekenner der mosaischen Religion. Zum Gebrauch bei der öffentlichen und häuslichen Andacht. Nach vorhandenen alten Gebeten bearbeitet. Fünfte vermehrte und verb. Ausl. (Preis 1 Thlr.) Glogau im November 1844. H. Prausnitz. Filehne, den 5. November 1844. „So du stehest einen Nackten und bekleidest ihn und deinem Fleische dich nicht entziehest: dann wird anbrechen gleich dem Morgenroth dein Licht, und deine Heilung schnell gedeihen." (Zesaia 58, 7-8). Wenn Menschen wie Brüder einander helfen, und die Armuth durch Wohlthun gelindert und erfreut wird; wenn beim Ausüben des Wohlrhuns die alte Scheidewand zwischen den verschiedenen Konfessionen gefallen ist: so empfindet der Menschenfreund seligen Genuß, sein Dank ist dann ein duftender Weihrauch, der gen Himmel steigt. Unser Grundherr, der Herr Oberstlieutenant Graf Wilhelm von Blankensee auf Schloß Filehne, dessen Toleranz und Humanität bekannt sind, hat auch im v. M., am Geburtstage unseres geliebten Landesvaters, einen Akt der Wohlthatigkeit ausgeübt, welcher der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden darf. Sechs arme Waisenknaben, von jeder Konfession zwei,^ find von seiner Großmuth mit ganz neuer und vollständiger Winlerkteidung versehen worden. Für diese humane Handlung sprechen wir dem hohen Geber, dessen Wohlthätigkeitsstnn keinen Unterschied der Religionen kennt und sich auch auf seine jüdischen Untergebenen erstreckt, unfern tieffühlenden Dank aus und flehen zum Allvater für dessen langes Leben und siete Gesundheit: „es möge der Segen der Unglücklichen über ihn kommen, denn er erfreut das Herz der Waisen und Wittwen" (Job 29, 13). Der Vorstand der israel. Gemeinde Mrody. Dem Herrn Oberrabbiner Mendel loewenstansin bei Niederlegung seines Amtes zu Fraustadt. Mögest Du auch von uns ziehen, ILilen auch hinweg von hier, Ailimrner werden sie entfliehen Peine Wort', dem Herzen mir. Üwig wird es mich umschweben liebevoll Dein heilig Bild. I^ang' wird mich Dein Blick umgeben, Pb ihn auch die Fern' verhüllt, landlos war Dein frommes Streiten "TVeiser, tugendhafter Mann! Ungel mögen Dich begleiten ÜTun auf Deiner neuen Bahn. j81ehst Du denn auf heil'ger Stelle, A.ud) an einem andern Ort, Mög' Dein Wort, das klare, Helle Mächtig wirken, so auch dort. Mate Bemerkung. Es sind Erklärungen ekngetaufen: von Herrn Rabb. Dr. Herzfeld in Braunschweig, Rabb. Felsenstein in Hanau und Rabb. Hirsch in Creuznach. die sämmtlich ijt nächster Nummer gegeben werden, da sie in dieser Mangels an Raum wegen nicht mitgetheilt werden konnten. Die Redaktion. Druck von I. B. Hirschfeld.