Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 31 (29.7.1844)
- Date
- 1844-07-29
- Page
- Seite 444 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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444 Ferner: , , '22 ‘'TP“’? PT1Ü oder Israelitischer Kin-erfrenn-. Ciu Lese- und Lehrbuch für Schule uud Haus. In ausschließlich erzählender Form, als in der einzigen dem kindlichen Gemüthe zusagenden Lehrweise abgefaßt von S. M au e r, Lehrer und Prediger der isr. Gemeinde in Münden. 349 Seiten in gr. 8. Preis 20 Ngr. (16 gGr.) Kleiner Katechismus der israclit. Religion. Von Dr. Ludwig Philippson, Rabbiner. Preis 2'/r Ngr. (2 gGr.) Gebunden: 3 Ngr. 8 Pf. (3 gGr.) Obgleich schon viel tüchtige und verdienstvolle israelitische Religions-Lehrbücher existiren, so ist dies doch nicht mit einem kleinen Katechismus der Fall, der in gedrängter Kürze ein klares und recht prägnantes Bild der israelitischen Religionslehre gebe, vermöge seiner Kürze dieses Bild kräftig der Jugend in die Seele pflanze, und vermöge seiner Wohlfeilheit in alle Hände gebracht werde. Durch zweckmäßige Einrichtung ist dieser Katechismus den fiufenmäßigen Kursen angepaßtt Wir ersuchen die Herren Rabbiner , und Lehrer diesen in 10 Hauptstücke nebst einem Anhang von Bibelversen zerfallenden Katechismus zu prüfen und demnächst in die Schulen einzuführen. In dem Verlage von H. Prausnitz in Glogau ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Arnheim, Gebetbuch für alle Sabbate des Jahres. Hebräisch und deutsch. (Preis 15 Sgr.) Arnheim, Iozeroth für alle Sabbate des Jahres, hebräisch und deutsch, in sorgfältig korrigirtem Texte. (Preis 15 Sgr.) Arnheim, Pentateuch, hebräisch und deutsch, mit erklärenden Anmerkungen. Jn 5 Bänden. (Preis I Thl.r. 26 Sgr. 3 Pf.) Bitte. Oie jüdische Gemeinde zu Glückstadt hat einen großen, unersetzlichen Verlust durch den Tod des Herrn Frederik S. Wnrdurg erlitten, der plötzlich und unerwartet dahin schied. Der Verstorbene war ein Menschenfreund in der schönsten und erhabenen Bedeutung des Wortes, der uns als großes, unerreichbares Muster in jeder Beziehung vorleuchten kann; sein unausgesetztes, rastloses und unermüdetes Streben war einzig und allein dem Heile seiner Brüder.gewidmet, worunter er jeden Menschen, gleichviel ob Christ oder Jude, begriff. Wer, so wie er, stets emsig und thatig gewirkt, wird nimmer, weder aus dem Gedachtniß derer schwinden, die sich seines näheren, vertrauteren und so höchst belehrenden Umgangs zu erfreuen gehabt, noch derer, denen er mit einer unendlichen Liebe und Unverdroffenheit Rath, Hülfe und Unterstützung angedeihen ließ. Wie schmerzlich der Tod dieses Edlen gefühlt wird, das hat sich am schönsten in der Gedachtnißrede bewährt, die der gediegene, ausgezeichnete Prediger, Herr Dr. Heilbut, am Sonnabend, den 8. Juni d. I. in der Synagoge zu Glückstadt über den Verblichenen gehalten, der ihm, so wie dem Schreiber dieses, ein treuer und bewahrter Freund gewesen. Kein Auge blieb thränenleer, der schmerzliche Verlust wurde von dem hochgeschätzten Seelsorger so treu, so wahr geschildert, war so ganz aus der Seele gegriffen und drang so tief in die Herzen ein, daß die Erinnerung daran, so wehmüthig und schmerzvoll sie auch sämmtliche Zuhörer stimmte, dennoch lange, lange Zeit nachhallen wird, als ob die Gemeinde den theuersten Verwandten verloren hatte. Zum Nutzen und Frommen Aller, die den Verblichenen gekannt, richtet man daher an den theuren Rabbiner die dringende Bitte, diese seine gehaltvolle Gedachtnißrede dem Drucke übergeben zu wollen und hofft man um so zuversichtlicher der Erfüllung dieser Bitte entgegen sehen zu dürfen, weil bereits an denselben eine gleiche Aufforderung von mehren Seiten ergangen ist. Hamburg im Juli 1844. II. Druck von I. B. Hirschfeld.