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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-18 · Heft 12 (18.3.1844) · p. Seite 176

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 12 (18.3.1844)
Date
1844-03-18
Page
Seite 176 (sequence 16)
Language
German
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176 sonsche Freischule zu Wolfenbüttel^ bezeichnet und sich darin erlaubt, nicht allein bereits verstorbene ehrwürdige Personen zu verunglimpfen, sondern auch den Gottesdienst der hiesigen Juden als nicht zeitgemäß, ja sogar als nachtheilig für die daran theilnehmenden Zöglinge der Samsonschen Freischule darzustellen. Der Unterzeichnete sieht sich daher genöthigt, zu erklären, daß der Herr'Mr. Philipp Ehrenberg wegen jener Ehrenkrankungen gerichtlich belangt werden wird, und daß er es dem Urtheile jedes Unparteiischen überlassen will, mit welchem Namen nach dem hierunter wörtlich abgedruckten Atteste des Herrn Landrabbiners vr. Herzfeld die Angriffe auf den hiesigen jüdischen Gottesdienst zu bezeichnen sind. Wolfenbüttel im Marz 1844. Lippmann Reis, Vorsteher der isr. Gemeinde Hierselbst. Attest. Auf Ansuchen des Herrn L. Reis, Vorstehers der jüdischen Gemeinde zu Wolsenbüttel, bezeuge ich der Wahrheit gemäß, daß ich, auf meiner in verwichenen Sommer gemachten Rundreise zur Inspektion der jüdischen Gotteshäuser und Schulen im Lande, am 24. Juni v. I. in der Synagoge zu Wolfenbüttel dem Sabbatgottcsdienste beigewohnt und gepredigt, und am folgenden Tage die Kinder dieser Gemeinde in Betreff des von Herrn Sonnenthal empfangenen Religionsunterrichtes geprüft, und gefunden habe, daß der Gottesdienst mit lvbenswerther Ordnung und Würde gehalten wurde, und der Religionsunterricht billige Anforderungen in allen Punkten befriedigte, in einigen übertraf. Daß ich die hier in Braunschweig eingeführte neue Agende der Gemeinde zu Wolfenbüttel dringend empfahl, geschah nicht, weil deren bisheriger Gottesdienst der Ordnung, des Anstandes, der Würde ermangele, was bezeugter Maßen nicht der Fall ist, sondern weil die nunmehrige Bildungsstufe der Juden im Allgemeinen und der Wolfenbütteler Juden insbesondere die Abkürzung mancher Gebete und die allmälige Einführung eines deutschen Elementes in den Gottesdienst erheischt. Auch hat schon vor geraumer Zeit der oben genannte Vorsteher mir erklärt, seine Gemeinde sei bereit, die hiesige Agende einzusühren. Braunschweig, 23. Februar 1844. Der Landrabbiner (L. 8.) Dr. Herzfeld. Anzeige. Herr B. S. Bcrcudsohn Buchhändler iu Hamburg ist, zu mehrerer Bequemlichkeit des betreffenden Publikums, von uns ermächtigt worden: Inserate für unsere Zeitschrift: „Zeitung des Judeuthums," zur Beförderung, sowie deren Belauf, für n n s a n z n u c h m e n. Leipzig, im März 1844. Baumgartners Buchhandlung. Bemerkungen. Am 12. d. kam ein Brief an uns (wahrscheinlich aus Frankfurt am Main, er kostete 7^2 Ngr. Porto,) hier an, der aber von der Post bis zu uns verloren gegangen, so daß wir ihn nicht zu Gesichte bekommen. Den etwaigen Absender machen wir hierauf aufmerksam. Die Redaktion. Herr A. Kohn, unser Korrespondent im vorigen Jahre, wird um seine Adresse ersucht, da durch die Post unsere Briefe zurückgekommen sind. Die Redaktion, Druck von I. B. Hirschfeld. Mit einer literarischen Beilage von Lindequist und Schönrock in Halberstadt.

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