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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-01-29 · Heft 5 (29.1.1844) · p. Seite 68

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 5 (29.1.1844)
Date
1844-01-29
Page
Seite 68 (sequence 16)
Language
German
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tzh Durch die Buchhandlung von Fr. Sam. Gerhard in Danzig ist zu beziehen: eirVOCaMiariüffl z»m Pentatcr,ch mm nebst Biegungst. der hebr. Substantiv« und Verba bearbeitet von Joel Nathan, israel. Lehrer'zu Danzig nebst Vorwort des Hrn. Direkt. Dr. Bram daselbst. Verfasser hofft durch dieses Hitfsbuch den Unterricht im Pentateuch und der hebr. Sprache um Vieles zu erleichtern und so einem längst allgemein gefühlten Bedürft nisse abzuhelfen;" auch erfreuet sich bereits dieses Schulbuch einer günstigen Empfehlung sowol in diesem geschätzten Blatte No. 50 d. v. Jahrg. als auch im Sabbatblatte No. 45. — Ladenpreis Ti1/? Sgr. (10 gGr.) Bei Parthien von 10 Erempl. und darüber'— wenn die Besteller sich direkt an den Verfasser wenden und das Porto tragen — 25% Rabatt. Bekanntmachung. Der dahier verstorbene Salomon Oettinger hat in seiner letzten Willensverfügung ein Kapital ausgesetzt, aus dessen Zinsertrag arme Mädchen aus ferner Familie und aus der seiner noch lebenden Ehefrau, Mathilde gebornen Detelbach, zum Behufs der Verehelichung eine Aussteuer-Unterstützung im Betrage von 550 Fl. erhalten sollen. Die Petentin hat jedoch beizubringen, 1) ein Geburtszeugniß, wonach dieselbe nicht unter 18 und nicht über 40 Jahr alt sein soll; 2) Zeugniß über sittlich religiöses Betragen; 3) Ausweis über den Grad der Verwandtschaft mit dem Testator oder dessen Ehefrau; endlich 4) Armuthszeugniß, als Beweis, daß ein solches Legat gut angewendet sei. Die Anspruchsberechtigte erhalt alsdann eine schriftliche Zusicherung, daß dieselbe nach erfolgter Verehelichung die genannte Summe erhalten werde, wenn sie sich darüber ausweist, daß sie auch im Brautstande sich religiössittlich betragen habe, und wenn das aus dieser Stiftung unterstützte Ehepaar die Verpflichtung übernimmt, dem Aeltesten seiner Söhne den Namen Salomo beizulegen. Ferner hat der Testator verordnet, daß zu ewigen Zeiten zwei der mit ihm nachstvecwandten Torakundigen täglich' einen Mischna-Abschnitt studrren sollen, wofür Jedem alljährlich 10 Fl. gezahlt werde. Dieses wird nun mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Anmeldungen binnen 3 Monaten bei dem Unterzeichneten Stiftungsvorstande unter Beibringung der erforderlichen, amtlich legalisirten Zeugnisse in portofreien Briefen zu geschehen haben, und daß Diejenigen, welche aus die angeführten 10 Fl. Anspruch machen, sich auszuweisen haben 1) über den Grad ihrer Verwandtschaft zum Testator und 2) über ihre Fähigkeit zu der von ihnen geforderten Funktion. Gailingen (im Großherzogthum Baden) den 6. Januar 1844. Der israelitische Stistungsvorstand I. Löwenstein, Bezirksrabbi'ner. I. Erlanger, S. R.-Vorsteher. L-o eben wurde au alle Buchhandlungen versendet: Die israelitische Bibel, enthaltend: den heiligen Urtext. Die deutsche Uebertragnng. Die allgemeine, ausführliche Erläuterung. Mit mehr als 500 englischen Holzschnitten. Herausgegebeu von Dr. L. Philip pso n. Lcxic. 8. I. Bd. 25ste und II. Bd. 15tc Lieferung. Preis zn 7^ Ngr. (0 gGr.) Tiefes .Bibelwerk findet die günstigste Beurtheilung. So erklärte ein Recensent im Archiv für theol. Literatur. 1843. IX. es für eine glückliche Frucht des Studiums rabbinischer und protestantischer Bibelerklärnngen, er hält es durchaus für gelungen, im Pentateuch ein harmonisches Ganze darzustetlen, lobt die große Masse des Faktischen, das der Vers, außer seinen eigenen Leistungen heranbringt, rühmt die Klarheit, welche den Kommentar auszeichne, und sagt, daß in der typographischen Ausstattung wenige Bibelwerke mit dem unsrrgen rivalisiren können. — Wir können dreist behaupten, daß noch kein Kommentar besteht, der so Vieles aus dem ganzen Bereiche der talmudischen, midraschischen und rabbinischen Exegese heranbringt, und damit die christlichen Auslegungen bis auf die neueste Zeit verbindet, wie der deutsche Kommentar unsers Bibelwerkes. Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. Druck von I. B. Hirschfeld.

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