Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 5 (29.1.1844)
- Date
- 1844-01-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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VIII. Zchrg-Ng. Allgemeine No. s. Zeitung des Zudenthuws. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Uv. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 29. Januar 1844. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 4 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angei'etzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungserpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. leitender Artikel: Der Sieg Jsrael's. Literatur: Übersicht der littrar. Erscheinungen im Jahre 1813. Zeitungsnachrichten: Preußen: Berlin, Königsberg, Berlin. Oesterreich: Pozsega, Ungarn. Persona!- und Lokalnachrichten: Halberstadt, Krotoschitt, Eisenstadt. Leitender Artikel. Magdeburg, den 20. Januar. Bruch st ück einer Predigt: über den Sieg Jsrael's. sV o rbem erku ng. Der Red. halt jetzt eine fortlaufende Reihe Vorträge über die vorzüglichsten Epochen der Geschichte unsers Glaubens und Stammes. Aus dem zweiten (zu an an 's) hält er nicht für ungeeignet folgendes Bruchstück mitzutheilen.j — — Wohin Israel gelangt ist? — da erwartet wol Mancher einen Ktaggesang, ein Trauergedicht über die verlorne Selbstständigkeit, das zerbrochene Jerusalem, ein Gemälde voll schwarzer Farben von Druck der Völker, Verfolgung, Mord, Schmach, von Beschränkung und Fessel — — gerade im Gegentheil, der Sieg, der Sieg ist es, den ich da feite, der Sieg, den.ich dem Führer in den Wolken zujubele. Wohin Israel gelangt ist? Zum Siege, sag' ich, zum Siege! — — Doch das wisset Ihr, ich meine unter dem Siege Jsrael's nicht jene bürgerliche Freiheit, mit der die Völker doch noch so kargen, jene Freiheit, die sie, die Völker, uns gegeben und oft so gerne wieder nehmen, heute ertheilen, morgen zertheilen. Das ist der Sieg Jsrael's nicht — der Sieg Jsrael's ist: der Sieg, die Herrschaft, die die Ideen und Lehren des Judenthums über alle Welt, über alle Menschheit, über alle Völker erfochten haben, erfechten und immer mehr erfechten werden.— Ihr wundert Euch? Ich nehme das Wort nicht zurück. Ihr wißt von diesem Siege nichts? Ihr kennet nur das verachtete, verschmähte, geknechtete Israel? Ich aber das siegende Israel. Wohlan, so will ich es Euch zeigen, zeigen, daß nicht gelogen Euer großer, tiefschauender Prophet Samuel, da er sprach (1 Sam. 15, 29) n'd r,^r. 2." fco) ,,Ja, der Sieg Jsrael's lüget nicht und wird nicht umgew a n d t!" Denn das Ziel Jsrael's ist der ganze Sieg! Denn Sieger sind ja nicht wir, wir Staubgcborne, obschen Hochbegnadigte, der Sieger ist allein, der den Sieg bereitet von ferne, der Heilige Jsrael's, dessen Licht uns erleuchte, dessen Arm uns stärke! — 1) Und was Anders, m. Fr. könnten wir auch heute, wenn wir Hinblicken auf die heutige Sidrah, feiern als den Sieg? Beginnet nicht in derselben der Sieg Israels? Erzählet sie uns nicht, wie der Herr des Weltalls angefaugen, mit wunderbaren Plagen über Pb. und