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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-06-25 · Heft 26 (25.6.1842) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 26 (25.6.1842)
Date
1842-06-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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vi. Jahrgang. Allgemeine No. SH. Zeitung -es Zudcuthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. ZU ötrpZtg. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concession.) Leipzig, den 25. Juni 1842. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 98 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Afrika. Straß bürg, l. Juni. (Privatmitth.) Ich übersende Ihnen heute zwei Pieren, aus denen Ihre Leser das schreckliche Schicksal von vielen Tausenden unsrer Glaubensgenossen ersehen werden. Wir bitten für die Unglücklichen, und werden jede Gabe mit Dank an die betreffende Behörde ohne Kostenberechnung übersenden. Arnaud Aron, Groß-Rabbiner. Skcaßburg, den 2b. Mai 1842. Das kfraelitifche Konsistorium der Circoirscriptioii von Straßburg, An die Herren Rabbiner und Aufsichts-Kommissäre der Synagogen des Niederrheinischcn Departements. Sehr theure Brüder! Sie empfangen mit diesem Umschreiben die Mittheilung eines Brieses, welcher uns von den Civil- und israelitischen Behörden von Oran (Afrika) ist übersandt worden; es ist daraus zu ersehen daß unsere Brüder von Tlemcen und Mascara, nachdem sie durch die gehässige Tyrannei Abd-el-Kaders verfolgt und geplündert worden, durch das Schwert der verbündeten Araber, welche in ihnen eine feindliche Horde zu erblicken glaubten, grausam daniedergemetzelt worden sind. Nur zu spät erkannte man erst, daß man gegen friedliche und unbewaffnete Leute sich erbittere, und unglücklicherweise hat das Gemetzel erst aufgchört, nachdem das Blut in großen Strömen geflossen war. Biertausend Israeliten, traurige Ucberreste dieser früher glücklichen und wohlhabenden Bevölkerung, sind endlich zu Oran unter der väterlichen Beschützung der französischen Behörden angckommen. Aber sie sind in Traurigkeit versetzt und gebeugt unter der Last der schrecklichsten Armuth. Da Nächstenliebe die erste Pflicht ist, welche unsere heilige Religion uns vorschreibt, so glauben wir gern daß alle unsere Verwalteten das Beispiel der israelitischen Einwohner von Straßburg nachahmen werden, indem sie unverzüglich in den Gemeinden eine Subscription zum Besten dieser Unglücklichen eröffnen. Die Herren Gemeinde-Rabbiner sind besonders gebeten, unfern Dclegirten die Unterstützung ihres geistigen Einflusses zu leihen. | Wir wünschen daß eine reiche Almosen-Ernte der Preis unserer gemeinschaftlichen Anstrengungen sein wird.' Wir laden Sie ein den Betrag ihrer Kollekte unserm ehrwürdigen Kollegen, dem Herrn Ober-Rabbiner, zu übersenden. Genehmigen Sie, sehr theure Brüder, den Ausdruck unserer liebreichen Gesinnungen. Die Mitglieder des Konsistoriums, Arnaud Aron, Ober-Rabbiner, Vice-Präsident. Benoit Samuel, B. Half.

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