Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1842)
- Date
- 1842-06-11
- Page
- Seite 563 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3224737-3225227-3225252--04445-3314035- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
563 Da ich Johannis meinen bisherigen Wohnort verlasse, und in Magdeburg mich häuslich niederlasse, woselbst ich mich mit der Verpflegung und Erziehung von Knaben, welche die dortigen Schulen besuchen oder in der Lehre bei einem der resp. Geschäftshäuser stehen, beschäftigen will: so empfehle ich mich zu diesem Zwecke dem betreffenden Publikum, unter der Zusicherung, daß ich alle meine Kräfte ausbieten werde, um die mir anvertrauten Zöglinge zum besten Ziele zu führen. Die vortrefflichen, weit gerühmten Lehranstalten Magdeburgs, unter denen ich nur das Domgymnafium, die Handlungs- und Gewerbsschule, die israel. Gemeinderekigionsschule nennen will, geben den Eltern um so mehr Bürgschaft, daß ihre Kinder eine angemessene weltliche und religiöse Bildung erhalten werden, so daß auch fromm religiös gesinnte Eltern völlige Beruhigung in meinem Hause für ihre Kinder finden. Bedingungen sind von mir zu jeder Zeit zu erfahren, und bitte td)T die Briefe bis Johannis a. c. nach Sandersleben, später nach Magdeburg zu adressiren. Sandersleben, den I. Mai 1842. I. Berendsfon. Auf Verlangen bezeuge ich dem Herrn Berends* son, daß er in religiöser wie moralischer Beziehung auf seine Zöglinge gut einzuwirken befähigt ist, und empfehle ihn deshalb mit voller Ueberzeugung den resp. Eltern zu' obgedachtem Zwecke. Magdeburg, den 8. Mai 1842. Dr. Ludwig Philippsorr. Die Stelle eines zweiten Kantors bei der hiesigen Gemeinde, ist vom nächsten Winter-Semester ab zu besetzen. Die dazu Qualisizirenden haben sich in portofreien Briefen unter Einreichung ihrer Qualifikations- Atteste, so wie der Zeugnisse ihrer religiösen und moralischen Aufführung bei dem Unterzeichneten Vorstande 'zu melden; in keinem Falle haben sie jedoch auf Vergütigung der Reise-Speesen zu rechnen. Gleiwitz, im Juni 1842. Der Vorstand hiesiger israelitischen - Gemeinde. Die israelitische Gemeinde zu Norden in Ostfriesland sucht zum nächsten Semester einen gutqualisicirten Vorsänger und Schächter. Ein wissenschaftlich gebildeter Mann, der auch namentlich durch deutsche Lehrvertrage in der Synagoge wohlthatig wirken könnte, würde den Vorzug erhalten! Mit dieser Stelle ist ein jährliches Einkommen von mindestens 250 Thlr., eine freie Dienstwohnung und eine Lieferung von Feuerung verbunden. Reflektirende melden sich in portofreien Briefen nebst Anlegung ihrer Atteste, bei dem Unterzeichneten Vorstande. Norden, im Juni 1842. Der vorgedachte Gemeinde-Vorstand. Schulenberg. D. B. Goldstein. Ein junger Mann von honetter Familie, verheirathet, welcher seine Existenz, den Verehrungen Gottesdienstlicher Verrichtung, als Vorbeter widmete; über seine Moralität und Fähigkeit in der höhern Musik sich mit den vortheilhastesten Zeugnissen legitimiren kann, zu seiner geistigen als Fach- Ausbildung des neuern geregelten Gottesdienst mit Choral-Gesang ein Jahr, in Wien unter der Leitung des Ober-Kantors Herrn Sulzer sich gestellt, und auch im dasigen Tempel wahrend obiger Seit aspirirte; bietet seine Dienste als erster Vorbeter, einer achtbaren israel. Gemeinde an, die auf einen | feierlich geregelten Gottesdienst mit Choral reflektirt, und eine j solche Stelle zu vergeben hat, mit der Versicherung, daß er allen Anforderungen dieses Amtes zu genügen im Stande ist.! Frankirte Briefe unter Lettre C. Z, können an Herrn! Goldschmidt, Ecke Alexanderplatz und neue Königstraße nach! Berlin eingesandt werden. ,r Die Redaktion wünscht von ihren Korresponden- > ten oder auch von jüdischen Gemeinden zu erfahren, ob j sich ein wissenschaftlich gebildeter, ihr gut empfohlener jüdischer Arzt in Ungarn, der Moldau, Wallachei oder den benachbarten türkischen Provinzen mit Erfolg etabliren kann. Briese werden unfrankirt angenommen, und etwaige Portoauslagen ersetzt. S c m c t f u n 9 e jt. Mit Vergnügen zeigen wir hier an, daß auf die jüdischen Gedichte Werg ela nd's uns bereits vom Herrn Lehrer Kuttner in Strzelno eine Subskriptionsliste voy 17 Exemplaren zugekommen. — Das uns aus Bruchsal eingesandte Gutachten in Ehesachen kann, da es zu individuellen Inhalts, nicht mitgecheilt werden. — Die Redaktion. Druck von I. B. Hirschfeld. Nebst einer literarischen Beilage von Franz Edler von Schmid und I. I. Busch in Wien.