Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 4 (25.1.1840)
- Date
- 1840-01-25
- Page
- Seite 60 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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60 12) Brief an den Nedacteur des Moniteur in Betreff des Werkes des Hrn. Arthur von Beugart: Die Juden im Occident. Paris 1824. 8. 13) Abschiedssendschreiben oder letztes Lebewohl an die Israeliten in Frankreich. Paris 1826. 8. 14) tr'viBKi bs m •'■öTa Elementaruntcrrichtsmethode für die jungen Israeliten Frankreichs, Paris bei C. Ballard. 1820. 8. ins Deutsche übersetzt von Dr. Liebermann, Maire zu Jllkirch. Strasb. 1821. 8. 15) Versuch über den hebräischen Kalender, befindlich im Almanach für Israeliten, für das Jahr 5584. Paris 1823. 18. Herr von Cologna hat außerdem verschiedene Artikel nn dem periodischen Werke l’Israelite framjais veröffentlicht, eben so einige rabbinische Entscheidungen in verschiedenen Sprachen. 21. Buchenthal (Büschenthal) früher unter dem Namen Liepmann Moses bekannt, geboren zu Strasburg im Jahre 1782. Eine große Lebhaftigkeit des Geistes und ein entschiedener Geschmack für klassische Studien bezeichneten die ersten Jahre des jungen Büschenthal. Sein Vater, wenig vom Glücke begünstigt aber eifrig darauf bedacht seinem Sohne die unerschöpflichen Hilfsmittel einer guten Erziehung genießen zu lassen, besorgte dieselbe in einem vorzüglichen Grade. Da er ihn von seinem neunten Jahre an in die Schule des Hrn. Abraham Auerbach, Schwiegersohn des Hrn. Rabbinen David Zinsheim, geschickt hatte, entsprach Liepmann der Sorgfalt seines Lehrers und der Erwartung, welche seine Eltern an ihm hegten. In der That waren seine im achtzehnten Jahre seines Alters geendigten Studien nur eine immerwährende Reihe von Triumphen, welche er über seine Mitscküler davon getragen hatte. Als er die rabbinische Schule verlassen hatte, überließ sich Büschenthal dein Studium der deutschen Sprache und Literatur und machte hierin alle Fortschritte, die man mit Recht von einer so seltenen Intelligenz erwarten konnte. Er wurde mit Schaller, Göpp und Stöber befreundet, welche die geschätztesten Repräsentanten dieser Literatur im Elsasse waren. Aus Gehorsam für seinen Vater heirathete er Fräulein Auerbach, Enkelin von Zinsheim, die ihn aber eben nicht sehr glücklich machte. Nach vielen häuslichen Zwistigkeiten verstieß er diese seine Gattin und ließ sich in Neuwied nieder. Im Jahre 1810 zog er nach Elberfeld, wo er ein ausgezeichnetes Journal redigirre, ging von da im Jahre 1814 nach Wien und später nach Breslau. Von da ließ er sich in Berlin nieder, wo er nach einem Sturm bewegten Leben Ruhe hätte finden können, wenn ihn nicht bald ein schneller Tod am 27. December 1818 in einem Alter von noch nicht 36 Jahren überrascht hätte. Wir besitzen von ihm 1) 2-i8vi:ivb piuno Ode an Bonaparte, ersten Consul, als er zum dritten Male vom Attentat gerettet wurde; lateinisch und ins Französische und Deutsche übersetzt von, Schaller, mit einer hebräischen Uebersetzung. 2) yiybmp •asT' yni-2'' m?b iibfrn. Ode Sr. Majestät, Kaiser der Franzosen, auf seiner Reise durch die niederrheinischen Departements von der Judengemeinde zu Coblenz in hebräischer und deutscher Sprache von Liepmann Moses, herausgegeben von Wolf Heidenheim, Rödelheim 1802.8. 3) nN3 "mniu n"iuri mbiin avb ‘■psj yasib inv: b“5. Rödelheim 1805.16. 4) Gedichte, Franks, a. M. 1807. 2Bände in 18; zweite vermehrte Ausgabe. Köln 1813. 5) Skizze über deutsche Orthographie und Prosodie, Elberfeld 1811. 6) Der Siegelring des Salomo, Trauerspiel in fünf Akten, Berlin 1820. 8. 7) Erzählungen, neue wohlfeile Ausgabe. Magdeburg 1824. 8. 8) Gebilde der Wahrheit und Phantasie, ' Magdeburg 1819. 8. 9) Sammlung witziger Einfälle von Juden, als Beitrage zur Charakteristik der jüdischen Nation, ausgezeichnet von L. M. Büschenthal. Elberfeld 1812. 12. Büschenthal war außerdem Mitarbeiter am Journale Sulamith von l>r. Fränkel zu Dessau, sowie der Jedidia des Herrn l>r. Heinemann zu Berlin. Alle Biographien dieses Dichters melden, daß er ein Enkel des Rabbinen Zinzheim war. Dies ist aber ein Jrrthum, indem er nur der Gatte der Enkelin dieses ausgezeichneten französischen Gelehrten und Rabbinen war, als welcher er sich selbst in seiner hebräischen Ode an David Zinzheim nennt. (Fortsetzung folgt.) jDruck von I. B. Hirschfeld.