Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 26 (23.6.1885)
- Date
- 1885-06-23
- Page
- Seite 424 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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424 Hotel de Saxe! Pensionat und Höhere Töchterschule und von (Lu »•'»9 NV2 Restaurant "IBO Berlin, 121 Leipzigerstratze 121. Besitzer: I. Cohn, früher Burgstraße 20. Omnibus am Bahnhof, (ö. 1*47 Frau Dr. Leverfou in Hannover, Ehirrgartenstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. I Verlag von Baumgärtner’s Bachbandlang in Leipzig. Za haben in jeder Bachhandlang. Als ein geeignetes und sinniges Geschenk ist bei festlichen Gelegenheiten sit entjtfeitlen: Der Raih des Heils. Von Dr. Ludwig Philippson. Eine Mitgabe für das ganze Leben an den israelit. Confirmand (Bar Mi zw ah) u. die israelit. Confirmandin oder beim Austritt aus der Schule. 2. Auflage 1SS2. Mit einem Stahlstich. Preis elegant gebunden 4 Mark. Die neue Auflage dieses geschätzten und weitverbreiteten Geschenks- und Andachts- | buches liegt in vollständig neuer hocheleganter Ausstattung vor und hat die Verlags- | handlung, den Anforderungen der neueren H Zeit entsprechend, bei der Herstellung des W 1 Buches keine Kosten gescheut, uin etwas wirklich Elegantes und Schönes zu liefern. Die Druckausstattung ist eine sehr geschmackvolle und durch geeignete Initialen u. s. w. verzierte, der Einband ist im Renaissancestil mit Brokatvorstoss. Keinen besseren Führer können Eltern und Freunde ihren Kindern bei wichtigen Veranlassungen mitgeben. Die religiösen Lehren, die Geschichte, das Sitten- und Ceremonialgesetz des Judenthums werden in anziehender überzeugendster Weise dargesfcellt für alle Lagen und Verhältnisse des Lebens: in Beruf und geselligem Verkehr, in Familie undOeffentlichkeit die weisesten Rathsehläge und Mahnungen, aus der heiligen Schrift, einer reichen Erfahrung und einem frischen Geiste geschöpft, ertheilt. Es ist eine treffliche Gabe des verdienten Verfassers an seine Glaubensgenossen, an deren Jugend. INHALT: I. Kühlst Du Dich glücklich, ein Israelit zu »ein r — II. Was lernst Du aus der Geschichte Deiner Religion 's — III. Was lernst Du aus der Geschichte Deines Stammes:- — IV. Was lernst und gewinnst Du aus dem Ceremonialgesetz des Judenthums V — V. Dasselbe. (Schluss.) — VI. So halte vor Allem fest an der Religion Israels. — VII. Wähle Dir einen Beruf und strebe in ihm unermüdlich I — VIII. Sei arbeitsam und sparsam. — IX. Geh’ immer gerade aus! — X. Sei massig und vor Allem keusch! — XI. Im gesellschaftlichen j Leben. — XII. Sei mildthätig und gemeinnützig! — XIII. Beuge Dein Haupt vor Deinen ] Eltern! Halte die Hand Deiner Geschwister l und Verwandten fest! — In Freud und Leid. — Diesseits und Jenseits. — Anhang: Israelitische Lieder. •uw Hotel Reinsberg, Oftende. Comfortable Einrichtung, 40 Zimmer. Aussicht auf das Meer. Feinste Weine und rtteng rituelle Küche. Außer der Hoch-Satson Preisermäßigung._[M. 29.> Verlag von Baumgartner^ Buchhandlung in Leipzig. SILO AH. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung , sowie besonders zum Vorlesen in Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Dr. I«. Philippson. 3 Bde. gr. 8. brosch. 6 Mt. iKaarbtgebirgsmeine. Naturreine weiße u rotheHaardtweiue eigener Kelterung, fein, mild u. blumig, offer. v. M. 60 reip M. 80 p. 100 L. au. Probrkiste 10 Fl. fortirt M. 12. Specielle Preisliste f>anco. H. Schartiger, Heidelberg. Soeben erschienen: Das Problem der höchsten Nissenschaft. Ein erster Versuch z. Einfuhr, iu eine neue Philosophie. Von Frdr. Robert. Preis 50 Pf. Skrzeczek s Verlag, Löbau, Wpr. Cmpfehleuswerthe Schulausgaben aus dem Verlag von Baumgärtiter's Buchhandlung iu Leipzig. Aub, Dr. Jos. Gtuudlage zu einem wissenschaftlichen Unterrichte in der mosaischen Religion. 3. Aufl. 8. cart. 1 M. 20 Pf. Hecht, E., Handbuch der isr. Geschichte von der Zeit des Bibelabschluffes bis zur Gegenwart. 5. Aufl. 1884. Bearb. von Rabb. Dr. Kayserling gebdn. 1 M. 80 Pf. Liebling, L. und B. Jacobsoh», Schire beth Jaacob. Isr. Schul- (und Gemeinde) Gesangbuch. 48*1. g.bdn. 2 Si. 40 Pf. Philippson, Dr. L. Tie fünf Bücher Mosis für Schule u. Hans. (Schulausgabe, enthaltend die deutsche Uebersetzung mit Jnhaltserläuterungen rc.) gr. 8. brosch. 90 Pf. Philippson, Dr. L. Kleiner Katechismus der Israel, Religion. 2. Aufl. 8. cart. 60 Pf. Philippson, Dr. L. Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis zu unserer Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde, des alten Palästina u. der (üb. Liturgik. 8. cart. 60 Pf. Weilt, (?., Lehr- und Uebungsbuch der hebr. Sprache. 2. Aufl. 1684. cart. 1 M. 20 Pf. Die vorstehenden Schulbücher sind durch jede Buchhandlung za beziehen. Das israelitische Schul- und Gemeindegefangbuch auch durch den Verfaffer Herrn Cantor Jacobsohn in Leipzig (An der Pleiße Sk) direkt, an welchen man sich auch wegen etwaigen Vorzugs-Bedingungen bei größerer Einführung wenden wolle. Leipzig, im April 18^5. Baumgärtners Buchhandlung. In unserem Verlage ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Braun, Br. J. Die Krankheiten des männlichen und weiblichen Geschlechtssystems und deren Heilung auf allopathischem und homöopathischem Wege. IO. Aufl. gr. 8. broch. Preis 3 Mark. Leipzig. BaumgärtnePa Bnchhandlg. Erwiderung. In Nr. 23 der „Jfraelitnchen Wochenschrift" sieht sich ein Herr F. in einem Artikel „Bour Rhein" gemüßigt, gegen einen Lehrer in E. eine schwere Anklage zu erheben. Es handelt sich nämlich um einen Fall, der sicherlich nicht vereinzelt dasteht. Eine Wi>twe rn Tnffeldorf wollte zur zweiten Ehe schreien. De-- dortige Rabbiner erklärte, daß er nur unter der Bedingung die rituelle Trauung vornehmen würde, wenn die gesetzliche Chalizah vorher stattgefunden. Letztere ist unterblieben und da die Fauilie auf die religiöse Trauung nicht verzichten mochte, so har sie sich an den Lehrer in E. gewendet, der sich nach sorgfältiger Prüfung des Falles bereit erklärte, den Akt zu vollziehen. Diese Prüfung hat nämlich ergeben, daß der einzige Schwager der Witttoe sich trotz der Bemühungen der Eltern der Braut entschieden geweigert hat, sich der Chalizah zu unterwerfen. Nun aber behauptet der anklagende Herr F. wörtlich: „Die Familie will aber von der Ebalftah uichts wissen". Diese Behauptnng ist demnach unrichtig, um nicht zu sagen unwahr. Der schriftliche Beweis hierfür befindet sich in den Händen des angeschnldigten Lehrers. Lolche Thatfachen verändern aber die ganze Sachlage. Es handelt sich hier gar nicht mehr um die Frage, ob überhaupt die Chalizah nothwendig oder unnöthig sei, sondern »inzig und allein darum: „Darf die religiöse Trauung vorgenommen werden, wenn dieChalizah nicht zu erlange» war?" Diese Frage hat der Lehrer nicht nach eigenem Ermeffen entschieden, er hat vielmehr im Sinne dcr zweiten Synode (s Berh. S. 13 ) gehandelt, welche die Zulassung der religiösen i Trauung ohne Chalrzah mir Einstimmigkeit a .g nommen hat. Es mag nunmehr abgewartet werden, was Herr F. hiergegen rin wendet. Die übrigen Auslassungen und Herzensergüsse de- Anklägers, die sehr stark! nach hierarchischen Gelüsten duften, sollen! daun auch einer näheren Erört-rung unter-! zogen werden. M. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Verantwortlicher Redakteur Br. L. Philippson.