Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 41 (7.10.1884)
- Date
- 1884-10-07
- Page
- Seite 659 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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659 Vermischtes. Die älteste Synagoge Berlins. Die Synagoge in der Heidereutergasse seiert zum bevorstehenden jüdischen Neujahr ihr 170 jähriges Bestehen. Sie war die erste öffentliche Synagoge Berlins; vorher gab es nur Privat-Synagogen, unter denen die Beit-Rieß'sche und die Liebmann'sche die bedeutendsten waren. Als die Zahl der Privat-Synagogen auf vier gestiegen war, gab es Zänkereien, die bis zu Faustkämpfen in den Schulen ausarteten. Man petitionirte deshalb beim Kurfürsten Friedrich III. von Gemeinde wegen — 1671 hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm wieder den ersten Juden in die Mark Brandenburg ausgenommen — um Gestattung einer öffentlichen Synagoge. Unter dem 12. November 1711 erfolgte die königliche Genehmigung. 1712 wurde der Grundstein gelegt und am Sabbath vor dem jüdischen Neujahr 1714 erfolgte die Einweihung, zu welcher der König mit seinem gesainmtcn Hause erschien. Die Festrede hielt einer der von Wien eingewaudcrten Stammväter der jetzigen jüdischen Gemeinde, der hochbetagte Hirschel Benjamin Fränkel. Ter Erbauer der Synagoge war Michael Kemneter aus Regensburg, dessen Dach- Construction früher viel bewundert wurde. Ueberhaupt war die Synagoge als Bauwerk berühmt. Küster sagt in seiner Berlinischen Chronik von ihr: „Dieser Tempel wird vor eins von den allerschönsten Schulgebäuden, so die Juden im ganzen römischen Reiche haben, gehalten und soll an Schönheit derjenigen Schule, so die portugiesischen Juden in Amsterdam haben, nichts nachgeben." Anzeigen. T-m CpT*Q werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- 11 folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingeben. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Israel. Knaben-Penfionat non 8. Cohn, Lehrer in LandSberg a 25. Knaben, welche das hiesige Gymnasium oder die hiesige Realschule besuchen sollen, finden in meinem Pensionäre sorgfältige Pflege, Nachhülfe und strenge Ueberwachung der Schularbeiten. sö. 18669] Israel. Tochter-Pensionat und Höhere Unterrichts-Anstalt. Gegründet 1864. fl,. 16394] Aufnahme von Zöglingen jeder Zeit. Prospekte auf Wunsch. Frau Direktor Therese Gronau. Berlin, 11 Hiuderfiu-Str. — KönigS-Platz. Israelitisches Mädchen-Pensionat Bonn, Coblenzerstr. 56. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. [L- 15575] Geschwister Moses. Mein israelit. Pensionat für erwachs, u. schulpfl. Maschen empf. sich einer geneigten Beachtung. Frau Silbermann, gepr. Lehrerin. Berlin C., Nene Schönhanserstr.2. [B.15547] Pensionat und Höhere Töchterschule von [L. 859] Frau Dr. Ledersou in Hannover, Thiergartenstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Das neue Semester beginnt am 15. Sept. Israelitisches Handels-Institut und Pensionat I. Ranges in Brüssel (Belgien), gegründet im Jahre 1663, 168—170 Chaussee d’Etterbeck, dem Park Leopold gegenüber, geleitet von Pros. L. Kahn. [L. 16627] IfrrcreL. Wenfron EdeQveitz. St. Moritz (Engadin). Stark srequentirter Winterkurort. Bei genügender Betheiligung wird obige Pension geöffnet. Anmeldungen bis Ende Oktober. Streng rituelle Küche. Beste Referenzen. [Z. 18739] Zum l. October können wieder 2 jüdische Töchter zu ihrer wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausbildung Aufnahme finden. Frau Wassermann, Berlin, Oranienburgerstr. 56a. [B. i627oj Israel. Pensionat und Höhere Töchterschule von (ieschw. Sofoernlieim in Bingen a. Rh. Beste Referenzen. Maß. Beding. [F. 16909] Für ein Mädchen von 24 Jahren, Hannoveranerin, aus achtbarer Familie und in rer gesammten Hau-wirthschaft gründlichst erfahren, wird eine Stelle als Haushälterin oder Repräsentantin in einer feineren Familie oder bei älteren Leuten gesucht, bei welchen Familienanschluß gewährt wird. Beste Zeugnipe und Empfehlungen. Offerten unter L. 18143 au Rudolf * Masse, Leipzig. [L. 18145]! Ein oder zwei junge Mädchen, die ihre! weitere wissenschaftliche, musikalische oder ge-! sellschaftliche Ausbildung in Leipzig suchen wollen, finden beste Pension, gewissenhafte Aufsicht und Anleitung in einer feinen jüdischen Familie daselbst. Nähere Auskunft ertheilen: Herr Dr. Ludwig Philipp so» in Bonn und Herr Banquier S. Finkelstein in Leipzig, Pfaffend. Str. 22. Ein Knabe, der ärztliche Aussicht bedarf, findet sorgf. Pension bei einem Arzte in Berlin. Offenen *ub L. P. 282 des. Rudolf Masse, Berlin 8, Prinzen-Str. 41. |B. 18923] LMMilg8-GeIluü. Für mein Manusactur- und suche per sofort einen uchgeschäst Lehrling aus anständiger Familie unter günstigen Bedingungen. Kost und ^ogiS im Hause Sonnabend geschlossen. Schriftliche Offerten erbeten. [L. 19091] Beelitz bei Potsdam. Al. Simon’s Nachfolger. G. Hirschfeld.