Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1883)
- Date
- 1883-12-04
- Page
- Seite 802 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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802 Ein junger Mann, welcher zu Neujahr seine Lehrzeit in einem größeren und altrenommirten Eisengeschäfte Altoua'S beendet, sucht zu seiner weiteren Vervollkommnung unter bescheidenen Ansprüchen Stellung in gleicher Branche. Derselbe hat sich Comptoir- und Waaren- Kenntniffe angeeignet und ist mit der einfachen und doppelten Buchführung vertraut. — Wenn möglich Sonnabends geschloffen. Offerten snd H. Y. 1374 an Rudolf Stoffe, Homburg erbeten. [H. 18022] Die Meimsäie Clmseriim-Fabrik. von Zehender & Cie. in Creuznach versendet Preisliste über conservirte Früchte u. Gemüse (eigenerZucht) gratis n.franco. [3428] In einer feinen jüdischen Familie in Berlin finden junge Mädchen oder Knaben Pension. Liebevolle Pflege, sowie Nachhilfe in Musik und Schularbeiten durch die Tochter des Hauses zugesichert. Empfohlen durrn Herrn Sanitätsrath Dr. Abarbouell, Berlin, Bictoria Straße 3, an welchen sich Reflectirende wegen weiterer Auskunft zu wenden belieben. [8. 17785] Für eine vornehme jüdische Familie hier wird eine anständige tüchtige Köchin (Israelitin) geletzten Alters, die auch der Hausfrau in der Wirthschaft behilflich sein muß, zum baldigen ««tritt gesucht. Hoher Lohn und gute Behandlung wird zugesichert. Näheres ertheilt Cautor Roseukrauz in Tilsit. [17684] Bekanntmachung. Die disponibeln Zinsen der von uns verwalteten Adolf Moritz Fried el'schen Familienstiftung im Betrage von 900 M. sollen an ein Mädchen aus der Verwandtschaft des Stifters zur Ausstattung, oder in Ermangelung eines solchen einem jungen Manne aus der Verwandtschaft des Stifters zum Beginne eines bürgerlichen Geschäftes vergeben werden. Die zur Theilnahme an dem Genüsse der Stiftung berechtigten Familienmitglieder werden hierdurch aufgefordert, etwaige Bewerbungen um die demnächst zu vergebenden 900 M. unter Beibringung der ihre Ansprüche begründenden Documente — insofern dies nicht schon früher geschehen sein sollte — an den Unterzeichneten Vorstand portofrei bis zum 15. Januar 1884 einzureichen. LreSIa«, den 26. Novbr. 1883. [18103] Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Van Houten’s reiner löslicher CACAO 5 feinster Qualität Bereitung „augenblicklich“. Fabrikanten C* J. van Houtcn & Zoonf ” Weesp in HOLLAND. Zu haben in den meisten feinen Delica ress-, Colonialwaarenu. Droguenhandlg. in Dosen Vj Ko. L M. 3-JO, '.Ko. k M. 1.80 u. ■/, Ko. k M.0.95. Preise bitte zu beachten. im Verlage von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: SILO AH. Eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung , sowie besonders zum Vorlesen in Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Dr. L. Philippson. 3 Bde. gr. 8. brosch. 6 Mk. Theoretisch -praktisches Lelir- und Uebungsbucli zur Erlernung der hebräischen Sprache von C. Weilt. Preis cart. I Mk. 20 Pf. In vierter Auflage soeben erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: New Mercantile Correspondence by Dr. F. E. Feiler, late Director of the Public Commercial Academy of Gotha. Preis gebunden i Mark 50 Pfg. INHALT: Commercial circulare, offers of Service, letters on banking busmess, on introduction mul credit, Information asked and given, letters on goods purchaaed and sold, on insurances and averages, on shipping concems, about acconnts current, to remind a person of a debt, promisenons correspondence, vocabulary of commercial technicalities (English-German and German-Englisb), the London Clearing -house, the railway-clearing-honse, series of forme. Aufruf;um Heften des Aufbaues eines Srminargebaudes;u Münster i. W. Nachdem in Folge unseres Aufrufs vom 14. December 1880 von weit und breit die Gaben geflossen, die die zum Wohlthun stets offene Hand unserer Glaubensgenossen immer bereit hat, wenn es die Förderung gemeinnütziger Werke gilt,, ist es uns gelungen die Mittel zum Ankauf eines großen und schön gelegenen Bauplatzes zu beschaffen, auf welchem nun das seit Jahren ersehnte und dringend nothwendige Gebäude errichtet werden muß, welches die Marks-Haindorf'fche Stiftung eine Pflanzstätte jüdischer Cultur und Gesittung beherbergen soll. Die vor nun fast 60 Jahren von den verewigten Prof. Dr. Alexander Haindorf ins Leben gerufene Anstalt zur Heranbildung tüchtiger Elementar- und Religions- Lehrer und zur Unterstützung von solchen Jünglingen unbemittelter Eltern, die ein Handwerk erlernen wollen, hat sich aus kleinen Anfängen heraus zu immer fortschreitender Blüthe entfaltet und damit sie ihre hehren Zwecke in immer ausgedehnterer Weise verfolgen und eine, dem Wachsthum der israelitischen Gemeinden in Westfalen und Rheinland entsprechende größere Anzahl von Lehrer-Aspiranten aufnehmen kann, ist es zum zwingenden Bedürfniß geworden, ein neues und geräumiges Gebäude zu erbauen. Wie könnte dem edlen Stifter, dem weit über die Marksteine beider Provinzen hinaus im segensreichsten Andenken fortlebenden verdienstvollen Manne, ein schöneres Denkmal gesetzt werden, als dadurch, daß wir dem Werke, das seinen Namen trägt, ein bleibendes Heim zu schaffen suchen, das Generationen überdauern wird! Einfach, wie der Stifter war, einfach, wie unsere Satzungen es vorschreiben, soll dos Gebäude dastehen, aber trotzdem erfordert es Mittel, weun es den Anforderungen, die in pädagogischer und gesundheitlicher Beziehung an solche Unterrichts- Anstalten gestellt werden, und den für alle Zukunft erforderlichen, räumlichen Verhältnissen ensprechen soll. Die hohe Behörde steht unseren Bestrebungen mit vollster Sympathie zur Seite, in der richtigen Erkenntniß, daß die Erziehung der Jugend, zumal einer solchen, die berufen ist, Bildung, Gesittung und Vaterlandsliebe in weitere Kreise zu tragen, von höchster Bedeutung ist. Wir wenden uns an den Wohlthätigkeitssinn unserer Glaubensgenossen und bitten uns in unserem Vorhaben durch Zuwendung reichlicher Mittel, auf die wir nothgedrungen angewiesen sind, zu unterstützen. Jedes, auch das kleinste Scherflein ist willkommen und sichert dem edlen Geber das Bewußtsein mitgeholfen zu haben an einem schönen Werke humanitärer und echt religiöser Bestrebung. Die Redaction dieser Zeitung ist zur Empfangnahme von Geldern bereit. Das Guratorium der Marks -Haindorf'fchen Stiftung. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Verantwortlicher Redacteur Dr. L. Philippson.