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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-01-11 · Heft 2 (11.1.1881) · p. Seite 32

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 2 (11.1.1881)
Date
1881-01-11
Page
Seite 32 (sequence 16)
Language
German
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ZZ % k. Hofbuchhdlg. FAESY L FRlCK in Wien Seit 1876 erscheint in unserem Verläge: Wiener niustrirte Garten-Zeitung. Organ der kaiaerl. königl. Gartenbau-Gesellschaft. Redigirt von A. C. Bosenthal, k. k. Hofkunstgärtner etc. und Jos. Bermann, Secretär der k. k Gartenbau-Gesellschaft. Monatlich ein Heft inLex.-Oct. mit Illustrationen in Holzschnitt und Farbendruckbüdem. jPreis halbjährig 4 fl. S iüf. Die „Wiener Illustrirte Garten - Zeitung** hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens nicht nur verstanden, sich in allen Gegenden Oesterreich-Ungarns und Deutschlands, sowie des Auslandes einen ausgebreiteten Leserkreis zu verschaffen, sondern sie ist durch die Gediegenheit ihres Inhaltes, durch Reichhaltigkeit des Materiales eine der allerersten Gartenzeitungen der gebildeten Nationen geworden. Beweis dafür ist, zum grossen Theile ganz oder im Aus zuge in gärtnerische und landwirthschaft-1 liehe Blätter, ja sogar in belletristische und politische Zeitungen übergehen, dass sie den neuen gärtnerischen Erscheinungen des Buchhandels als Quellenwerk dient, dass schliesslich eine grosse Anzahl der Spitzen der Wissenschaft und Praxis ihr als treue, berathende Mitarbeiter von Anfang ihres Erscheinens bis jetzt zur Seite steht. Aber auch an Eleganz der Ausstattung, an Reichhaltigkeit der Illustrationen, sowie an Sorgfältigkeit der Redaction des Textes wird sie von keiner unserer Fachzeitungen übertroffen. Als bis jetzt unübertroffene Beigabe stehen die colorirten Abbildungen da, Abbildungen, wie sie weder in englischen noch französischen Blättern zu finden sind. Der Inhalt der Zeitung, der, wie der Titel sagt, den gesammten Gartenbau umfasst, ist derart gegliedert, dass l1/. bis 2 Bogen Originalartikel enthalten, und 1 bis 1', Bogen eine sorgfältige Blumenlese kleinerer werthvoller Mittheilungen aus der Praxis, Recensionen, Erscheinungen der Literatur, Correspondenzen, Statistik. Marktberichte, Personalien etc. bringen. Als ein praktischer Theil des Inhaltes ist schliesslich der Sprechsaal anzuführen, ein Medium, durch welches der Gedankenaustausch zwischen Leser und Redaction stets berathenden und berichtigenden Ausdruck findet. Wir wiederholen, dass wir keine zweite Zeitung haben, die bei einem gleich niedrigen Preise den Anforderungen der Gärtner und Gartenliebhaber mehr entspricht als die „Wiener Illustrirte Garten-Zeitung“. Abonnements und Probehefte durch jede Buchhandlung. Breslauer Synagoaengesänge fötft* iu?sc anilän*”Le ®ame mit für Solo und mehrstimmigen Chor mit und i besten Empfehlungen, ohne Orgelbegleitung von Moritz Deutsch, Obercanlor der Synagogengem. zn Breslau. Preis 15 Mark. Bon demselben Verfasser sind früher erschienen: Aorbeterschuke. Vollständige Sammlung der traditionell liturgischen recitative (chasonus) in 493 Nummern einstimmig notirt. Preis 9 Mark. 15 Synagogen- und SchullirLer mit deutschem Texte zu festlichen n. feierlichen Gelegenheiten fürSolo ».mehrstimmigen Chor mit u. ohne Orgelbegleitung. Preis 1 Mark. 16 Hrrgef-^vätrröien nach tradilionellen Melodien für alle Feiernnd Festtage. Preis 2 Mark. Sämmtliche Werke sind durch den Verfasier zu beziehen. (Br. 114] Breslau, December 1880._ Ein Sohn anständiger Eltern kann in meinem Tucha -v, - , i-i ,, und Herren-Garderobe-Geschäst als Lehrling aass rtire AröKei' Antreten. [16314] M. Salomon, Stralsund. IN allen weiblichen Handarbeiten, Haushalt, wie Küche gründlich erfahren, sucht Stelle am liebsten zur Stütze der Hausfrau. Es wird mehr auf familiäre Behandlung als aus hohen Salair reflectirt. Anfragen unter 8. F. 253 an Rudolf Mosse in Leipzig erbeten._[253] Die Wolifilzmanufactur von Gustav Müller in Fulda fabricirt und liefert en gos alle Gattungen Fitze für Confection, Hut- und Schuhfarication, für Sattler- und Kürschnerbedarf, Kratzenfabrication und technische Zwecke._[B 56] Für mein Manufaktur-, Modewaarenu. ConfektiouS-Geschäst wird ein junger Mann aus achtbarer Familie mit guter Schulbildung als Lehrling gesucht. [B. 201] J. M. Lnbarsch, Landsberg a. W. (Aufruf.)' Zn den wenigen Ländern, in welchen bis vor einigen Jahren den Israeliten der Aufenthalt so gut wie vollständig untersagt war, gehört die Schweiz. Seit der Promnlgirung der Bersasfung von 1848 und insbesondere derjenigen von 1875, welche die Freiheit aller Religionsbekenntnisie und die Fretzügigkeit gewährleistet, haben sich allenthalben in unserem Lande die Israeliten niedergelassen und trotzdem sie nirgends hierzu durch äußere Gesetze gezwungen sind, selbständige Gemeinden gebildet. So haben sich, abgesehen von den beiden einzigen alten jüdischen Gemeinden in den Dörfern Endingen und Lengnau, bereits in Aarau, Ävenches, Baden, Basel, Bern, Biel, Chauxdefonds, Genf, Lausanne, Luzern, St. Gallen, Solothurn und Zürich kleinere oder größere jüdische Gemeinden gebildet, die es theilweise bereits zu einer ziemlichen Prosperität gebracht haben. Wer aber auch nur im Entferntesten die Schwierigkeiten »nd großen Opfer der Einzelnen und der Gesammtheit kennt, mit welchen die Schaffung der nöthigsten religiösen Institute mpm CTT] rvc H.T2 verbunden ist, wird begreifen, daß selbst bei der größten Opferfreudigkeit nicht Alles auf einmal zu beschaffen ist. So haben die meisten der genannten Gemeinden Synagogen, Friedhöfe und Bäder mit großem Kostenaufwande gebaut oder find noch im Begriff es zu thun. — Nun bildet sich aber die Einwanderung in ein neu erschlossenes Wohnungsgebiet nur selten aus wohlhabenden Elementen, so daß trotz des sichtbaren Segens Gottes, der rc auf dem Gedeihen der Gemeinden unseres Landes ruht, es selbstverständlich doch an Armen und Bedürftigen nicht fehlt. Namentlich ist dies bei den früher sehr bedeutenden jüdischen Gemeinden Endingen und Lengnau der Fall, ans denen nach und nach alle Wohlhabenderen in die großen Städte abzogen und nur die ärmeren und älteren Leute zurückgeblieben sind. Trotz der notorischen Verarmung dieser beiden Gemeinden hat aber der alte gerechte Stolz und das auf mehrhundertjährige biedere Thätigkeit gestützte Selbstvertrauen selbst die ärmste Bewohnerschaft vor dem Ergreifen des Bettelstabes zurückgehalten. Während unter Land von Tausenden jüdischen Bettlern aller Länder Jahr aus Jahr ein besucht wird, welche die reichste Unterstützung finden, giebt es notorisch keine schweizerisch-jüdischen Wanderbettler. Diese Erwägungen haben das Unterzeichnete „Comite zur Errichtung eines schweizerisch-israelrtischen Asyl- und Waisenhauses", welches sieb zur Aufgabe gestellt hat, ein Bersorgungshaus für altersschwache arme Israeliten und E^iehungsinstitut für jüdische Waisenkinder in der Schweiz zu errichten, bewogen, sich auf diesem Wege an Sie Alle, verehrte Brüder und Glanbensgenoffen, mit der Bitte zu wenden, uns durch Einsendung von Beiträgen in unserem frommen Werke zu unterstützen. Jede uns zukommende, an den Unterzeichneten Präsidenten zu sendende Gabe wird dankend in jüdischen Blättern quittirt werden. Der Helfer der Armen und Vater der Waisen wird ihnen reichlich heimzahlen. Mit Freuden stellen wir solchen Herren, die für das fromme Werk in ihrem Kreise thätig sein wollen, Sammellisten zur Verfügung. 3üri<&, Jlaran, J3ad<n, fiaftl, Biet, <£Eiatixdefonds, (Büdingen, £engaan, 8t. SaBa. Das Comite zur Errichtung eines schwetzerisch-israelitifchen Asyl- und Waisenhauses. Im Aufträge der Präsident: Rabbiner Br. Aterander Kisch in Zürich. Verlag von Baumgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Verantwortlicher Redaclenr Dr. L. Philippson.

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