Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 42 (1878)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1878)
- Date
- 1878-09-03
- Page
- Seite 566 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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566 über die Ausführung des TractateS nochmals zur DiScussion selbst weg; oder aber eS thut dies nicht, dann helfen die gebracht. Graf Andraffy stellte eine andere Fassung deffelben. Handelsverträge auch nichts, wie der österreichische Handels- Gedankens auf. Aber beide Anträge fanden nach langer Dis-' rertrag erwiesen hat, der die österreichischen Juden in Rumäcussion keine Mehrheit im Congresse und man begnügte stch nien selbst in den ihnen von jenem ausdrücklich reservirten schließlich damit, daß die allseitigen Erklärungen über die Rechten nicht zu schützen vermochte. Die Schweiz jedoch hat Verbindlichkeit des Vertrages in den Protocollen ausgenommen. noch in der letzten Stunde den Vorwurf auf sich geladen, dem würden. Jede der contrahirenden Machte sei auf's äußerste interefstrt, daß die Beschlüsse auSgesührt werden. Wir be- Porgange Englands, Hollands, Frankreichs, Italiens und eutschlands hinsichtlich der rumänischen Handelsverträge nicht merken unsererseits, daß, da von den betreffenden Mächten im gefolgt zu fein. Eongrcsie nur Rußland und die Türkei vertreten waren, diese; Erklärungen nur für diese eine besondere Verbindlichkeit ent-! halten, während die kleinen Staaten, die uns ganz besonders! interessiren, eine desfallsige Erklärung nicht abgeben konnten und nicht abgegeben haben. Im Falle einer Verletzung der Eongreßbeschlüffc, soweit diese die Stellung der Juden betreffen,; Pest, 21. August 1878. Der Geburtstag Moses Mendelssohn's. Bon Dr. M. ötayfcrti ng Der am 1. September 1X76 in Berlin verstorbene Dr. bleibt diesen nichts übrig als ihre Klagen an die einzelnen F. Lebrecht stellte bereits vor vielen Jahren die Behauptung contrahirenden Mächte zu richten. auf, daß Rloses Mendelssohn nicht, wie gewöhnlich angenommen In den Schlußsitzungen vom 12. und 15. Juli kam; wird, den 12. Ellul 548!) — 6. September 172!), sondern nichts vor, was unser besonderes Interesse in Anspruch nähme.! den 12. Ellul 5488 — 17. August 1728 geboren sei, und hegte den Wunsch, am 17. August 1878, dem von ihm sest- : gestellten 150. Geburtstage Mendelssohn's, die gelehrte Welt Sic rumänischen San-elsverträge.! mit di-i-r Entdeckung zu überraschen. | Eingedenk des talmudischen Satzes rcn *82“ Zv,pLl msa! besorgte Herr Dr. A. Berliner pietätsvoll die Drucklegung Wir hatten geglaubt, daß nunmehr dieser lästige Artikel des, den Nachweis dieser Behauptung führenden, ihm von dem gänzlich über Bord gefallen fei. Da der Berliner Congreß die sel. Verfaffer übergebenen Schriftchens, das unter dem Titel Gleichstellung der Israeliten in Rumänien dekretirt hat, so „Zum 150. Geburtstage Moses Mendelssohn's" (Berlin, Mayer steht auch keine verschiedenartige Behandlung ausländischer und Müller vor einigen Tagen erschienen ist. Juden zu erwarten, und eS ist keine Ursache mehr vorhanden. In diesem, ohne Titel und Vorwort des Herausgebers dies in den Handelsverträgen besonders zu stipuliren. Jndeß 7 Seiten umfassenden Schriftchen macht der sel. Gebrecht alle stand der Handelsvertrag zwischen der Schweiz und Rumänien Biographen Mendelssohn's, alle Diejenigen, welche am 10. Sepauf der Registrande des Schweizerischen Nationalratbes und tember 182!) den hundertjährigen Geburtstag des jüdischen mußte folglich erledigt werden. Unsere Leser werden sich aus Philosophen feierten, für die „begangene historische "Nachlässig- ')h. 27 erinnern, daß die schweizer Israeliten gegen diesen keit" verantwortlich, daß sie 548!) — 172!) als 'sein GeburtS- HandelSvcrrrag einen Protest bei dem Bundesrathe erhoben fahr genannt haben; ganz besonders nimmt er es Zunz übel, hatten, rveil er die Rechte der schweizerischen Bürger iSraeli- „der im Stande wäre, zur Vergewifferung eines Datums der tifcher Religion in Rumänien nicht verbürgte. Tie Beschlußmittelalterlichen Geschichte nach Oxford zu reisen", daß er „bei nähme des Nationalratbes war vertagt worden. Am 5. Aug. der Mendelssohnsfeier den Gang von der Rosenstraße nach der genehmigte der Nationalrath demungeachtet den Handelsvertrag Oranienburgerstraße gescheut... ja er hätte nicht einmal von mit 54 Stimmen gegen 15, ertheilte jedoch dem Bundesrathe Straße zu Straße, sondern von einem frühern Paragraphen den Auftrag, die Frage des Abschlußes eines Niederlassungszu einem späteren in dem Werke von Euchel zu gehen brauchen, Vertrages mit Rumänien auf Grundlage vollständiger Gleichum zu ermitteln, daß das „48!)" in „488" zu verbeffern ist." berechtigung der schweizer Bürger israelitischer Confessision im Woraus gründet nun Lebrecht seine Behauptung? Haupt- Auge zu behalten. Mit dieser Elausel wollte der Nationalsächlich auf den alten Leichenstein Mendelssohn's, den Lebrecht, rath sein Gewissen beschwichtigen. 'Nun, auch wir sind damit; wie Berliner bemerkt, „noch mit eigenen Augen gesehen", der zufrieden, da die Frage uns als Juden gar nicht mehr inter- ■ aber „bei der Ausstellung des neuen weggeräumt und von dem essirt, und Rumänien in Zukunft Handelsverträge schließen betreffenden Steinmetz zertrümmert worden ist", dann aber auch kann, wie es ihm beliebt. Denn entweder bringt Rumänien auf Herrn Euchel, den ersten Biographen Mendelsfobn's, der den Beschluß des Berliner Eongreffes zur Ausführung und (S. 10 >, u. Wien. 124) sagt, daß Mendelssohn 7.» Jahre dann fällt jede verschiedenartige Behandlung der Juden von, und 5 Monate alt geworden fei.