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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1876-12-12 · Heft 50 (12.12.1876) · p. Seite 814

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
40 (1876)
Issue
Heft 50 (12.12.1876)
Date
1876-12-12
Page
Seite 814 (sequence 16)
Language
German
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814 Bekanntmachung. Die Unterzeichneten erließen im Sommer!868 einen Aufruf an israelitische Badegäste dahier, mit der Bitte, um Beiträge zur Bildung eines Fonds, durch welchen es ermöglicht werden sollte, in das damals von der Regierung projectirte allgemeine Fremdenspital eine jüdische Küche rc. einrichten zu können. — Dieser Aufruf hatte den Erfolg, daß einige Tausend Gulden eingingen, zu denen bisher alljährlich die daraus entfallenden Zinsen hinzugefügt wurden. — Inzwischen wurde der Plan der Gründung eines allgemeinen Fremdenspitals wieder aufgegeben, so daß auch unser Capital seinem ursprünglichen Zwecke nicht zugeführt werden kann. In Erwägung nun, daß unter den gegebenen Verhältniffen vorgenanntes Capital voraussichtlich nie eine dem Sinne der Geber resp. der ersten Aufforderung entsprechende Verwendung finden dürste; In Erwägung ferner, daß alljährlich eine Anzahl israel. armer, der Unterstützung bedürftiger Badegäste hierherkömmt, beschlossen die Unterzeichneten: „Es sei das vorhandene Capital zu einer Israelitischen Bade- „Armen-Casse, wie solche fast an allen deutschen und böhmischen Badeorten bestehen, zu verwenden, und zwar in der „Art, daß das Capital unantastbar bleibe, hingegen die daraus „entfallenden Zinsen alljährlich zur Unterstützung armer israelitischer Badegäste zu verwenden seien. Vom diesem Beschlüße werden nun hiermit die verehrlichen Spender mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt, daß allenfallsige Einsprache dagegen bis zum 31. December d. Js. bei einem der Unterzeichneten angebracht werden müßte und daß, wenn eine solche von keiner Seite erfolge, wir uns für berechtigt halten, allgemeine Zustimmung anzunehinen. Kisfiugeu, den 28. November 1876. Hochachtungsvoll Das provisorische Comite: Moses Löb Baniberger, Districtsrabbiner. Samuel Ehrlich. Joseph Goldstein. Simon Rosenau. Julius Morek. Heirathsgesuch. Ein erfahrener Kaufmann, 30 Jahre alt, von einem sehr angenehmen Aeußern, zartem Charakter und aus guter Familie, welcher im Begriffe ist sich ein Manufaiiur- und Confeciions- (icscliäft zu gründen, sucht, da es ihm an Damenbekanntschaft fehlt, eine Lebensgefährtin von 18 bis 24 Jahren. Israel. Damen aus braver Familie mit echt weiblicher Tugend, edler Herzensbildung und aufheiterndem Gemüth sind gebeten, ihre Offerten mit Photographie unter wahrer Angabe der Vermögensverhältniffe und des Alters, vertrauend auf die Mannesehre, heilige Pflicht und ehrenhafte Discretion zuzusenden unter B. B. 1200 postlagernd Cobleuz. .Heivnthsgesrich. Ein junger, gebildeter Kaufmann, anfangs der 20er, Besitzer eines rentablen Geschäfts in einer Residenzstadt, wünscht sich mit einer jungen Dame in entsprechendem Alter, welche über einiges Vermögen zu disponiren hat, zu verheirathen. Junge Damen (resp. Eltern oder Vormünder), welche geneigt sind, mit demselben in persönlichen oder schriftlichen Verkehr zu treten, belieben ihre Adresien nebst Photographie der Dame unter „PerHas“ an Herrn J. Bernhardt, Brannschweig, Ziegenmarkt 7, vertrauensvoll einzusenden. Eine alleinstehende isr. Dame, 38 Jahr alt, mit einem Baarvermogen von über 200,000 Mk. sucht einen Lebensgefährten. Derselbe muß ein angenehmes Aeußere, echte Bildung u. einen guten Charakter besitzen. — Vermögen erwünscht, jedoch nicht unbedingt erfordert. — Sticht anonyme Offerten, mit Beifügung d. Photographie, die, nicht eonvenirendenfalls retournirt wird, besorgt die Annonc.-Exped. von Rudolf Mosse in Leipzig unter G. B. H. 936. Strengste Discretion Ehrensache. (9183.) Qw.tibtr jeder Art tont aus voller Ueberzeugung die Anwendung des tau-1 OllUIUt.ll sendfach bewährten, in vr. Airy*s Saturheilmethode beskbrie-1 denen Heilverfahrens empfohlen werden. Dieses jetzt in 68. Auflage erschienene > 5uo Seiten starte Buch tostet nur I Mart und ist durch jede Buchhandlung oder > direct von Ätichter's VerlagS-Lnstalt in Leipzig zu beziehen. > Acliawa, Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israel. Lehrer, Lehrerwittwen und -Warfen in Deutschland. Einnahmen im Monat November 1876. A. Mitgliederbeiträge: Von Herren Bodenheimer in Emmendingen, <L Herzfeld in Wörrstadt, H. Jsaac in Sprendlingen, H. Schloß in Ellar, — je 6 Mark. B. Geschenke: Bon Herrn Julius Schnadig in Frankfurt a. M., am Sterbetage seiner sel. Mutter M. 3; Frau C. O. in Frankfurt a. M. M. 20; Herrn H. Jsaac in Sprendlingen, am Sterbetage seines sel. Schwiegervaters und seiner sel. Mutter M. 4; Herrn R. Biermann in Wanfried, bei der Hochzeit seiner Tochter Bertha M. 20; Frau Emma Mayer in Alzei M. 6; Herrn vr. Rothschild in Alzei, bei der Vermahlung seiner Tochter Mathilde mit Herrn David Wertheim in Aachen M. 30; Herrn vr. Emil Neuburger in Frankfurt a. M., am Todestage seines sel. Vaters M. 10; von den Hinterbliebenen des sel. Lehrers Albert Mayer in Mainz, an deffen Sterbetag M. Al; Legat des sei. Herrn Lazarus Jos. Speyer in Frankfurt a. M. M. 200. C. Zinsen: M. 107.21 Pf. Frankfurt am Main, 6. December 1876. Die Verwaltung. k. k. An das inserirende Publikum richten tdr die Bitte, zur Vermeidung von Irrfhümern, die in seinen Annoncen vorkommenden hebräischen Worte mit Quadratschriß oder sehr deutlicher Eine französische Familie in Brüssel, wünscht für ihre zwei Töchtercben von 8 und 9 Jahren ein wohlerzogenes, jüdisches Mädchen im Alter von 18 bis 20 Jahren, im Stande einen ““ CourrenUOrlfl -« ««ta. BS Boulevard de Waterloo, Bruxelles. | Leipzig. BaumgartnerS Buchhandlung. Derlaz von Baumgartner'« Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redactenr vr. L. Philippson.

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