Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 40 (1876)
- Issue
- Heft 43 (24.10.1876)
- Date
- 1876-10-24
- Page
- Seite 702 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Pensionat nnd höhere Schule für Töchter achtbarer Familien iu vruxelles, 131 Chaussee de VIeurgat. Die Directrice Mlle. Dreyfus (Diplomee de 1’Institut de France) empfiehlt ihre Anstalt der wohlwollenden Beachtung deutscher Eltern und dient stets mit Prospekt und jeder Auskunft. — Referenzen in Deutschland. Ein preußischer, bereits 2i[-i Jahre practicirender Gerichts- Referendar, dem wegen plötzlicher ungünstiger Berhältniffe seiner Eltern die Mittel zur Beendigung seiner Carriere fehlen, ersucht einen Privatmann um ein Darlehn gegen Zinsen. Gefällige Offerten sub H. 22420 an Haasensfein 4* Vogler, Breslau. Schwere pomrnersche Fettgänfe versendet und nimmt baldige Aufträge entgegen Li. Noack. (11. 11288 a I.) Greifswald i/Pommern. Geliebte Glaubensgenossen! In unserer Gemeinde hat ein Ereigniß stallgefunden, welches das Mitgefühl eines jeden Menschen erweckt, namentlich aber unsere Glaubensbrüder zu thätiger Milhülfe auffordert. Im September dieses Jahres ist plötzlich unser Cultusbeamte und Lehrer in der Blüthe seiner Jahre gestorben und hat eine Gattin mit 8 unerzogenen Kindern zurückgelaffen, welche ohne alle Subsistenzmittel einem Elende preisgegeben, das sich mit Worten nicht schildern laßt. Ohne Verwandte, die ihr auch nur die geringste Unterstützung zuwcnden können, fehlt ihr nicht nur das Geld zur Miethe und Kleidung, sie hat nichts, um auch nur den Hunger ihrer zahlreichen Familie zu stillen. Diesem Elende können wir die Gattin und die Kinder eines Mannes nicht überlasten, der im Dienste unserer Religion seine Kräfte geopfert hat. Wenn Lasker es als eine Ehrenpflicht bezeichnet hat, die christlichen Prediger so zu stellen, daß sie ihrem Stande gemäß leben können, sollten wir nicht dieselbe Verpflichtung den Beamten unseres Cultus und deren Familie gegenüber anerkennen? Die kleine Gemeinde in Mehlsack aber ist nicht fähig, auch nur die Mittel aufzubringen, welche im Stande wären, für die Dauer die bitterste Noth von dieser schwer heimgesuchten Familie fern zu halten. Darum wenden wir uns vertrauensvoll an Euch, geliebte Glaubensgenoffen! Helft uns eine Ehrenschuld abtragen, welche wir denjenigen gegenüber haben, welche unser theuerstes Gut pflegen, unsere Religion. Sendet uns Mittel, die uns vermögen, der Frau unseres Cultusbeamten eine sorgenfreie Existenz zu sichern. Ihr entledigt Euch damit nicht nur einer Ehrenschuld, ihr vollbringt auch eine Glaubensthrt, welche der Gott unserer Väter nicht wird ungesegnet lasten. Die Herren Vorstände und CulMsbeamten werden demnach höflichst ersucht, Sammlungen zu veranstalten, und^bitten wir den Betrag an uns per Post einzusenden. Mehlsack, im September 1876. Vas Coniite. Lt. Zempelburg. Li. Moritz. Töchter-Institut Wulff- Godchaux in 104 Avenue du Midi. Französisches, englisches und deutsches Pensionat und Schule I. Ranges. Ausgezeichnete Referenzen in Deutschland. Prospectus sendet auf Wunsch Die Direktion. Für junge Mädchen. Ein junger, gut situirter Mann von gefälligem Aeußern und angenehmen Manieren, der sich vor einigen Jahren etablirt, wünscht auf diesem Wege die Bekanntschaft einer hübschen gebildeten, häuslich erzogenen Tochter aus guter Familie zu machen, die geneigt wäre, ihre Heimath mit dem Auslande zu vertauschen. Gewünscht wird eine Mitgift von circa 15,000 Mark. Verschwiegenheit unter allen Umständen Ehrensache. Anträge mit Beischluß der Photographie beliebe man vertrauensvoll sub Chiffre K. c. 62871 an die Herren Haasenstein <f* Vogler in Frankfurt am Main einzuseuden. UnterMHungscaffe des Vereins israel. Elemeutarlehrer für Westphaleu nnd die Rheinprovinz. An außerordentlichen Beitragen sind ferner eingegangen: ») an Einzel gaben: von den Herren S. Rothschild in Berlin M. 75 und weitere M. 75 an« dem Rothschild'schen Armenfond; Hirsch in Sinzig M. 3; Baum in Rheine, Synagogenspende M. 3; M. Reinhaus daselbst M. 15; Stern daselbst M. 3; Seligmann in Neuß M. 6; Lehrer Goldstein in Grevenbroich von 3 Ungenannten M. 22,50, M. 10, M. 15; Kaufmann in Dortmund M. 20; A. Arnsberg in Düren M. 15. b) an Beiträgen von Geinden und Vereinen: Jülich M. 15; Bonn M. 30; Lin; M. 12; Aachen M. 75; Rahden (Hekdesch- Cafse) M. 12; Esten M. 45; Rheine (Chebrah-Caffe) M. 15; Gütersloh M. 15; Bocholt M. 15; Bochum M. 30; Bünde M. 15; Medermarsberg M. 10. c) an Collekten: durch die Herren Goldberg in Steele M. 43,50; Speyer in Büren M. 18,00; Frank in Düffeldorf M. 40,80; Liepmaunssohn in Rahden M. 5,50; Goffel in Camen M. 24.50. Bielefeld, 13. October 1876. Der Vorstand. Bielefed, im October. Zu dem Berichte über die Bielefelder Lehrerconferenz in Nr. 40 d. Z. erlaube ich mir zu bemerken, daß die Namen einzelner Lehrer, welche, ohne Mitglieder der „Unlerstützungscaffe" zu sein oder sein zu können, für das Gedeihen derselben fortwährend bemüht sind, nur beispielsweise von mir angeführt worden sind. Es ist aber eine ganze Reihe von Lehrern, welche in so ehrenvoller Weise für die Caffe thätig sind. Der nächste Jahresbericht wird ihre Namen bringen. S. Dlumenau.?TY. An das inserirende Publikum richten wir die Bitte, zur Vermeidung von Lrrthümern, die in seinen Annoncen corkommenden hebräischen Worte mit Quadratschrift oder sehr deutlicher hebräischer Courrentschrifl zu schreiben. Leipzig. Baumgartner’s Buchhandlung. Berlag von Baumgartner'« Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redakteur vr. L. Philippsou.