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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1876-09-12 · Heft 37 (12.9.1876) · p. Seite 605

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
40 (1876)
Issue
Heft 37 (12.9.1876)
Date
1876-09-12
Page
Seite 605 (sequence 15)
Language
German
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605 Ein gebildetes, im Haushalte nicht mehr ganz unerfahrenes junges Mädchen sucht in einer gebildeten Familie sogleich oder zu Michaelis Stellung zur gründlichen Erlernung der Wirthschaft. Dieselbe ist befähigt Schulaufgaben u. Clavierübungen größerer und kleinerer Kinder zu beaufsichtigen. Gute Referenzen stehen zur Seite. Näheres in der Exped. d Ztg unter Al. W. 25. Zn das hiesige Lehrerseminar können mit Beginn des neuen Schuljahrs, 16. Oktober, Seminar-Aspiranten eiutreten, wenn sie zuvor die Anfnahmeprüfuua bestanden. Auch werden Jünglinge im Alter von 14 Jahren und darüber in die Vorbereituugscl affen ausgenommen. Meldungen wolle mau baldigst au die Marks-Haindorf'sche Stiftung hier ge- * langen lassen. Münster, den 5. September 1876. Dr. Steinherg, Seminardirector. Israel. Pensionat von J. Spier in Bocholt. Mit dem Anfänge des Wintersemesters können noch einige Knaben ausgenommen werden, welche die hiesige vollberechtigte höhere Schule besuchen sollen. Die Zöglinge erhalten bei guter geistigen und körperlichen Pflege Nachhülse in allen Schulfächern. Israelitisches Handels*Institut und Pensionat in Brüssel, Belgien, 348—350 Chaussee d’Etterbeek, dem Thiergarten gegenüber, geleitet von Prof. L. Kahn. Das Institut, feit 1863 bestehend, vor zwei Jahren mit Einführung bedeutender Verbesserungen neu organisirt, bietet seinen Zöglingen eine gute israelitische Erziehung, erreicht, was den Unterricht betrifft, das Ziel einer Real- und Handelsschule ersten Ranges. In den lebenden Sprachen leistet eS Ungewöhnliches. Gründliche Vorbereitung deutscher Zöglinge, unter Garantieleistung zur Erlangung der Berechtigung zum einjährigen Freiwilligeudienste. Elterliche Pflege. Beste Referenzen. ' Institut Hiricli in Genf (Schweiz) Chätelaine, avenue d’AIre. Häusliche Erziehung. — Kaufmännische Studien. — Fachcursus für lateinische und griechisch Sprache. — Vorbereitung für Specialschulen. — Lebende Sprachen. — Religionsunterricht. — Unterricht in der Moral von M. Wertheimer, Ober- Rabbiner von Genf, Professor an der Universität. Pensionat A. Cahn in Sobernheim fördert schnell solche Knaben, die in den Klaffen zurückgeblieben sind, gesunde kräftige Pflege, sehr reizende Lage. Herr Rabbiner Dr. Lehmann in Mainz, Herr Dr. Philippson in Bonn, Herr Director Dr. Wahl in Erfurt, dessen Sohn auch hier ist, geben gern Auskunft. |H. 41895.) Töchter-Institut Wnlff-Godchaux in Bri/JtSeh. 104 Avenue du Midi. Französisches, englisches und deutsches Pensionat und Schule I. Ranges. Ausgezeichnete Referenzen in Deutschland. Prospectus sendet auf Wunsch Die Direktion. Bei mir ist erschienen: Skufseh-Kochblieh f. d. israelil. Küche, cleg. geh. Mark 2.80. ./oe/. Beitrag z. Gesell, d. Philosophie. 2 Bde. Mark 12. Jferzberg* Hcbr. Leseu. Sprachbuch. Cursus 11 (mit ausgew. Lcscslückeu aus d. Genesis u. Vocabularium) geb. Mark 1.50. Breslau. II. Skutseh, Verlagsbuch hdl«. Bei uns ist erschienen: Weltbewegende Fragen in Politik und Religion. Von 2>r. JLndtviff Philippson. Band I. 5 Mark. Band 11. 4 Mark 50 Pfennige. Der Inhalt dieses Werkes ist eben so reichhaltig wie allgemein intereffant. Im ersten Bande behandelt der Vers. u. A.: den Materialismus unsrer Zeit, das Nationalitatsprincip, die Racen, den Krieg, Staat u. Religion, die Theokratie, die stehenden Heere, die social-politischen Fragen, die Handelskrisen, die das Iudenthum betreffenden politischen Fragen u. s. w. Der zweite Band bespricht die religiösen Erscheinungen in weitestem Umfange, u. A.: die Gegenwart und die Zukunft der Religion, das Berhältniß der Wiffenschaft zur Religion, den Unitarismus, das moderne HeideMhum, den Buddhismus, das Christenthum, den Islam und deren Berhältniß zum Juventhume, die Kämpfe in diesen, den Charakter des Talmuds. Büuinqärtner'S Buchhandlung _in Leipzig._ Heirathsgesuch. Ein Kaufmann (Israelit), Anfang der 86er, Besitzer eines rentablen Geschäfts in einer Kreisstadt (der Wohnort kann auf Wunsch verändert werden) sieht sich wegen gänzlichen Mangels au Dameubekanntfchasteu ans diesem, ihm sonst widerstrebenden Wege gezwungen, eine jLebensffef äh r I i n von angenehmen Aenßern, wahrer Herzensu. Geistesbildung zu suchen. Dem Reflectanteu ist ein Vermögen von 30—50,000 Mark, da er selbst das Doppelte besitzt, erwünscht, jedoch keineswegs unbedingt erforderlich. Eltern, Verwandte oder Vormünder werden gebeten Offerten unter A. /. mit möglichst genauer Angabe aller Verhältnisse und unter Beischluß von Photographie an die Expedition dieser Zeitung gelangen zu lassen. Strengste DiSeretion wird auf Manneswort zugefichert.

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