Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 39 (1875)
- Issue
- Heft 51 (14.12.1875)
- Date
- 1875-12-14
- Page
- Seite 838 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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838 Der Unterzeichnete kann einer Gemeinde in einer mittleren Stadt Rheinlands oder Westphalens einen tüchtigen Lehrer und Cultusbeamten Nachweisen. Bielefeld._S. Blumenau. Im Berlage von Cohen u. Risch in Hannover u. Leipzig ist soeben erschienen: Die Massora Magna, Erster Theil: ZRassoretisches 3Sdrterbucb die Maffora in alphabetischer Ordnung Prof. Pr. S. Frensdorff. Gr. Quart. Geheftet Mark 21. Die Maffora, die traditionelle Grundlage des authentischen Bibeltexles und eine Fundgrube für bibl. grammatisch-exegetische Forschungen ist durch Form und fehlerhaften Inhalt so unzugänglich, daß sie bis dahin nur wenig gekannt und noch weniger angewandt und bearbeitet worden ist. Der Verfaffer, durch seine früheren Arbeiten auf diesem Felde genugsam bekannt, füllt durch dieses Werk, und zunächst durch diesen ersten Theil, der die Massora in einer neuen Form und mit ausführlichen, erklärenden Anmerkungen versehen uns vorführt, eine große Lücke aus, und leistet hiermit der biblischen Wissenschaft einen hohen Dienst, indem er derselben ein neues Gebiet eröffnet. Das Werk bedarf wohl bei Bibelforschern und Theologen weiter keiner Empfehlung, indem es für sich selbst spricht._ In dem israelitischen Taubstummen-Jnstitut zu Fürstenwalde (zwischen Berlin u. Frankfurt a/O.) finden taubstumme Kinder bei gewissenhafter, liebevoller Pflege freundliche Aufnahme. Die Zöglinge werden durch eine sorgfältige Erziehung und durch Unterricht in allen erforderlichen Lehrgegenständen und Handarbeiten zu bürgerlicher Brauchbarkeit und zu sittlich religiösen Menschen herangebildet. Selbstverständlich geht mein Hauptstreben dahin, die Kinder so viel als möglich zu entstummen, sie zum lauten Sprechen und Ablesen des Gesprochenen vom Munde Anderer zu befähigen. M. Reich, Vorsteher des Taubstummen-Institutes zu Fürsteuwalde. Leste Unterhaltung für Winterabende! Verlag von Baumgärtner’s Bachhandlang in Leipzig. Geographisches Lotto. Gesellschaftsspiel für 2—8 Personen. Preis 4 Mark 80 Pf. Elegante Ausgabe „ 6 Dieses interessante Spiel, mittelst dessen man sich in kurzer Zeit umfangreiche geographische Kenntnisse aneignen kann, besteht aus aeht in lithogr. Farbendruck sauber ausgeführten Karten der beiden Halbkugeln nebst Zubehör und kann auch sowohl, wie das gewöhnliche Lotto, als mit Variationen gespielt werden. _ Mc Kinöer und Erwachsene I In einer Residenzstadt Thüringens, bei einer gebildeten, iSr. Familie, finden junge Mädchen behufs wissenschaftlicher u. wirthschaftlicher Ausbildung liebevolle Aufnahme unter annehmbaren Bedingungen. Briefe unter Chiffre H. 3493 d. besorgen (H. 35649.) Maasensfein «$♦ Vogler, Gotha. Verlag von Banmgärtner’s Buchhandlung. PMUppson, Dr. Ludwig, Kleiner Katechismus der israelitischen Religion. 2. Auflage. Preis 40 Pf. -, Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis zu unserer Zeit), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdsschen Liturgik. Preis 55 Pf. Heidelberg. Gasthof zum goldenen Ross. Eigenthümer: M. 3öttfenh ausen. Neu und comfortable eingerichtet. Streng religiös. Den verehrlichen Reisenden bestens empfohlen, sowie zur Abhaltung von Hockzeiten und Festlichkeiten aller Art. Gänsewurst | Gänseroulade > ä Pfd. 1 Mark 80 Pf. Gänseschmalz J Gänsekeulen ü St. 80 Pf. bis 1 Mark, empfiehlt G. Mathias _in Pyrmont. Edle Glaubensgenossen! Bereits einmal erlaubten wir uns Euern gütigen Beistand zur Aushülfe aus unserer Bedrängniß anzurufen, und sind uns auch von manchen weiten Zeichen edler Glaubensgesinnung theils einzelner Gemeinden, theils einiger Privatleute geworden; beklagenswerth ist eS nur, daß gerade unsere Provinz zum allergrößten Theil sehr wenig Interesse an unserm Verfall nimmt, zumal hiesige Gemeinde in früherer Blüthe sich niemals ausschloß, wenn eS galt, irgendwo behülflich zu fein. Es sind uns bis jetzt circa 1000 Mark zugegangen, worüber wir einstweilen den freundlichen, edlen Gebern unfern herzlichsten Dank aussprechen, und später darüber noch öffentlich quittiren werden. Bon dieser oben genannten Summe mußten wir circa 700 Mark zu den aller dringend nothwendigsten Reparaturen verwenden und haben wir 300 Mark einstweilen als Abschlagszahlung auf unsere Hypothekenschuld von 2700 Mark an unfern Gläubiger gezahlt, welcher jedoch durchaus auf die Tillgung bis auf 1500 Mark beharrt, wiedrigenfalls er die angetrageue Subhastation vollstrecken laßt. Liebe Brüder!! -nns -ib rr-ims 771LQ2 b-nnTsr: bz Wir bitten daher, stehet nicht zurück und helfet, so lange noch zu helfen ist; der gute Gott wird es Euch sicher lohnen, nannn ine* Schirwindt, den 22. Nov. 1875. .crr:san inrri Der Vorstand der Synagogengemeiude. Z. Silbermann. D. Bernstein. P7~?. An das inserirende Publikum richten wir die Pille, zur Vermeidung von Irrthümern, die in seinen Annoncen vorkommenden hebräischen Worte am liebsten mit Quadralschriß oder sehr deutlicher hebräischer Courrentschriß zu schreiben. Leipzig, im December 1875. Baumgärtner’s Bnchhandlnng. Verlag von Baumgärtner'ö Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Z. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur Dr. L. Philippson.