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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1863-02-10 · Heft 7 (10.2.1863) · p. Seite 107

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
27 (1863)
Issue
Heft 7 (10.2.1863)
Date
1863-02-10
Page
Seite 107 (sequence 15)
Language
German
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107 % Ein jüdischer Commis, 22 Jahr alt, der von den Ceremonialgesetzen nur den Sonnabend hält, sucht Stellung in einem Schnittwaaren-Geschäft. Offerten werden unter A. M. poste restante Coblenz entgegen genommen. In einem bedeutenden Manufacturwaaren-Geschäfte ist für nächste Ostern eine Lehrlingsstelle vacant. Es wird jedoch nur auf einen jungen Mann reflectirt, der die nöthigen Vorkenntniffe besitzt. Franco-Offerten mit ü. I. besorgt die Erpedition. Für mein Putzgeschäft suche ich zu Ende März oder Anfangs April eine geschickte erste Arbeiterin. Das Geschäft ist an Sabbathen und Festtagen geschloffen. — Nebst freier Station wird je nach den Leistungen ein hohes Salair bewilligt. Gefällige Offerten baldigst. Hamm in Westfalen. B. Steinweg. Für zwei junge Mädchen von achtbarer Familie, die mit Haus- und Handarbeiten vertraut, so wie der Küche vorzustehen vermögen, suche ich zu Ostern oder Michaelis d. Z. einen angemessenen Platz in einer israel. Familie und bitte um frankirle Offerten. Ehrlich in Wagenfeld. Für einen kleinen Haushalt in Aachen wird für gleich nach Ostern eine perfecte jüdische Köchin gegen guten Lohn gesucht. Wo sagt die Erpedition. Pensionat für Töchter mosaischen Glaubens in Stuttgart. Die Unterzeichnete Vorsteherin, deren im vorigen Jahre allhier errichtete Erziehungsanstalt fich der besten Aufnahme erfreut, empfiehlt dasselbe fernerer geneigter Berücksichtigung. Nähere Auskunft bietet der Prospectus. Caroline A Mayer. _Königsstraße No. 51. Die Unterzeichneten werden zu Ostern d. I. am hiesigem Orte ein Mustk-Jnstttitt zur Ausbildung von Cantoren und Lehrern eröffnen. Die Bedingungen zur Aufnahme find für Eleven des Cantor-Amtes Stimme, mufikalisches Gehör und Verständnis der hebräischen Sprache; für Eleven des Lehramtes der Nachweis einer guten Elemcntar-Bildung. — Es ist nicht nothwendig, daß ein Eleve beiden Abtheilungen des Instituts angehörl. Königsberg O.P., im Januar 1863. Weintraub. vr. Wolsfberg. _Cantor._Lehrer. Jgg* Von den bei jüdischen Trauungen üblichen Trau-Briefcn (rrmro) find bei uns gedruckte Formulare zu haben, welche nur ausgefüllt zu werden brauchen und den Herren Copulanten das Schreiben ersparen. Das Buch, welches ohne deutsche Bearbeitung 48 Eremplare enthält, mit einer solchen 24, kostet nur 15 Sgr. Gebrüder Gotthelft in Cassel. nm 10 Pfd. I Thlr. frachtfrei Magdeburg bei Gebr. Frankenstein in Bielefeld. Cognac-Liqueur, ncs HST 2-177 -N22772 aus Weintrauben gebrannt, von vorzüglicher Qualität, höchst wohlschmeckend im Thee und Kaffee, sowie im warmen und kalten Wasser, empfiehlt die Cognac-Brennerei zu Grünberg in Schlesien und werden gef. Aufträge gürig erberen, auch sichere Niederlagen gesucht. Beim Vorstande der Lchrer-Unrerstützungskasse für Wcstphalen und Rheinprovin; find bis jetzt an außerordentlichen Gaben angcmclder, rcsp. cingegangcn: Von Herrn Dr. Steinbcrg in Münster . . Thlr. 25 - dem Vorstande der Synagogen-Gemcinde in Essen a. d. Ruhr. pr. 1863. 15 - dem Vorstande der Synagogcn-Gemeinde in Rheda (jährlich) .... 5 - Herrn A. Arnstein in Büren (jährlich) . 1 Sonnen bürg in der Neumark. Am 18. d. M. feierte einer unserer geachtesten Mitbürger, der Kaufmann und vieljahrige Vorsteher unserer Synagogen-Gemeinde, Heimann Jacob mit seiner Ehefrau Amalie geb. Jacoby, das Fest seiner silbernen Hochzeit. — Mann und Frau von frühester Jugend an treu und ergeben den Glauben unserer Väter huldigend, haben sie die vielfach getroffenen Schicksale leicht zu tragen gelernt und von Nah und Fern von Verwandten und Freunden umgeben, wurde dies Fest mit innigster Theilnahme begangen. Unter den verschiedenen Gratulanten wurde dies Jubelpaar auch durch eine Deputation des Magistrats, geführt vom Herrn Bürgermeister Schmidt, beglückwünscht, und war den Tag über die Wohnung des Jubelpaars von Armen und Bedürftigen belagert und Niemand ist ohne Gabe entlassen worden. Außer daß das Jubelpaar, um den Tag würdig zu feiern, den bedürftigen Glaubensgenossen im Orte und Umgegend reichliche Unterstützungen hat zufließen lassen, hat der Jubilar noch zur dauernden Erinnerung den Behörden der Stadt 100 Thlr. in Preuß. Staatspapieren übergeben, um die alljährig einkommenden Zinsen an dem Tage unter die Armen ohne Unterschied der Confession zu vertheilen, und ferner der Armcn-Direction noch .besonders 25 Thlr., um dieselben an 25 würdige und bedürftige Einwohner sofort zu verabreichen. Bei der Tafel des Festmahls wurde noch eine Collekte zum Bau eines Hospitals, welches die Stadt noch nicht besitzt, veranlaßt. — Möge dies fromme im Wohlthun nie ermüdende Ehepaar stets vom Glück und Segen begünstigt werden, da sich bei Ihnen die Worte des Job 31, 17 und 19 bewähren: Aß ich meinen Bissen allein und aß nicht die Waise davon. Konnte ich Verlassene schauen ohne Kleid und Dürftige ohne Bedeckung. i i

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