Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 17 (1853)
- Issue
- Heft 51 (5.12.1853)
- Date
- 1853-12-05
- Page
- Seite 656 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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636 In der Unterzeichneten Buchhandlung erscheint: Die Worte des Bundes oder das Buch der Lehren und Pflichten, angereih et an die zehn Kundesworte auf Sinai. Eine Erbauungsschrift für Schule und Haus. Au« den gediegensten Ueligions-Schriftrn gesammelt und herausgegeden non Her«. Jos. Schütz, Rcligionslehrer zu Cleve. Nachdenken äußerst anregend, wodurch sie sich nicht nur für Haus und Schule, sondern auch für Vorträge mit Erfolg eignen dürste, die an Sabbat und Festtagen nach herkömmlicher Sitte in den betreffenden wohlthätigen Vereinen gehalten werden. Indem wir dieses Werk, das obschon aus den gediegensten ReligionSichriften gesammelt, sich dennoch eine Originalität und Selbstständigkeit bewahrte, unfern GlaubenSgenoffen auf's 8lngelegendste empfehlen, werden wir sicher nach Kräften mit Vergnügen kabin streben, demselben in allen Gemeinden unserS Konfistorialbczirkes Anerkennung und Eingang zu verschaffen. Crefeld, den 6. November 1853. Der Konsistorial-Oberrabbiner L. Bodenheimer. Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen an. Cleve, 10. Dezember 1853. F. Char'sche Buchhandlung. Erscheint in 3 Heften und kostet complet 1 Thalcr. — Das erste Heft ist bereits erschienen. Statt weiterer Empfehlung lasse ich hier die Besprechung und Empfehlung des ehrwürdigen Herrn Oberrabbiners 8. Bodenheimer folgen. la unserm Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Sur I0SES MENDELSSOHN Wenn auch die jüdische Literatur in der neuesten Zeit durch daS Erscheinen so vieler, mitunter sehr brauchbarer Religionsschriften einen bedeutenden Zuwachs erhalten hat und wir uns gewiß über den Mangel an Religionsbüchern nicht beklagen dürfen, so besitzen wir bei all diesem Reichthume bis jetzt koch noch kein deutsches, in populärer Sprache abgefaßtes Werk, das sich zur Ausgabe gesetzt hatte, verschiedene Lehren und Pflichten von einem Grundprinzipe abzuleiten; daS in den Augen der jetziaen Welt unbedeutend Scheinende aus einem Grundgedanken zu entwickeln: selbst dem Zeremonialgesetze, deffen Vollziehung wegen Nnkenntniß seines erhabenen Ursprunges oft unterbleibt, eine heilige Quelle nachzuweisen und auf diese Weise die scheinbar heterogensten Theile der Glaubenslehre zu einem großartigen Ganzen zu vereinigen. Nimmt auch eine in dieser Beziehung von dem berühmten Elieser bar Nathan, Ratz an genannt, verfaßte, sehr gediegene Schrift eine bedeutende Stelle in unserer Literatur ein und hat ein rühmlichst bekannter Prediger unserer Zeit in diesem Sinne ein Werk geschrieben; so erisiirt doch bis jetzt unseres WiffenS von dem “i/SSTS noch keine brauchbare deutsche Uebersrtzung und dehnt sich Letzteres bei all seinen Vorzügen doch nicht in dem Umfange so speziell über daS Zerewonialgesetz auS, wie es in der glaubensarmen Gegenwart nothwendig gewünscht werden muß. Aus diesem Grunde begrüßen wir die Schrift: rP'iart die Worte des Bundes, angereihrt an die zehn Bundeswortc auf Sinai, von Herrn Jos. Schütz, Rcligionslehrer zu Cleve, deren erstes Heft bereit die Preffe vertanen, als eine sehr schatzeuSwerthe Gabe. Der Verfasser. ein in der jüdischen Literatur gründlich bewanderter Mann, dem der tiefe Schacht des Talmuds, der Midraschim nebst Kommentaren nicht verschlossen, führt mts in einer guten, verständlichen Sprache jeteSmal von einem der BundeSworte ausgehend in bas Gebiet der einschlägigen Vorschriften; analysirt mit vielem Geiste vor unfern Augen; läßt ein Gesetz auS dem andern, die Pflicht gegen den Bruder aus der Pflicht gegen Gott entspringen: begleitet uns gleichsam von einer herrlichen Anhöhe, von Sinai's Gebirge, in das nicht minder schöne Thal hinab; belebt durch logische Schlußfolgc manche schon todt geglaubte Zeremonie; verbreitet nebenbei über manche unbegreifliche Agaeaflelle ein weithin leuchtendes Licht und weiß, das Ernsthafte so kunstvoll zum besonderen Genüsse der Jugend mit den zarten Blüthen der Dichtkunst zu verweben. Die in dieser Schrift niedergelegten Gedanken sind zum weiteren 6t sur la rekorme politissue des Juifs. Par le Comte dte M&rabeut*. Nouvelle edition. In-S. Broche. iS Ngr. ln einer neuen und eleganten Ausgabe wird den Verehrern Moses Mendelssobn's die Denkschrift Mirabeau’s geboten, welche einen Abriss des Lebens, eine Charakteristik der Schriften, der Sitten und des Lebenswandels dieses ausgezeichneten Philosophen enthält. Die zweite Abtheilung ,,über die politische Reform der Juden“ verlangt auf Grund des D o h m'schen Werkes die Emanzipation der Juden und ist immer noch, namentlich in diesem Augenblicke, lesenswerth. Leipzig. Avenarius & Mendelssohn. Bekanntmachung. cSt* Bei Einsendung von Annoncen zum Abdruck in die „Zeitung des Iudeut h n m $" bestimmt, ersuchen wir um deutliche Jfranbfdttift, da wir außerdem für vorkommeude Fehler nicht einstehen können. Leipzig, im September 1853. Baumgartners Buchhandlung. SUSCGGGCCGGGGGCGGGeCGCCCCCCCCeceCCCCGCGGO | Jüdisches Volksblatt Nr ». 8 g Wohin Du gelangen sollst? — Und Gott sah Alles, was e q| er gemacht, und siehe, es war sehr gut. l. Die Kometen. § — Bon der Selbstachtung der Juden. — Eine Talmudo stelle. — Talmudisch-rabbinische Sprüchwörter in Reimen. 8 — Anekdoten. rj 8 NB. Durch jede Buchhandlung und jedes Postamt zu be- § q ziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig V* Tblr. © QaaooaoaoaoQaaooaoaaoaoaaoooaaaaoooaaoocx Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld