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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-12-28 · Heft 116 (28.12.1837) · p. Seite 464

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 116 (28.12.1837)
Date
1837-12-28
Page
Seite 464 (sequence 4)
Language
German
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464 beschauendes und betendes Leben ist nicht Judenthum. Thauroh und Awaudoh find nur Weg zum Wirken! M22D blia iT»n ■**rö, ist Ausspruch unserer Weisen; und Blüthe und Frucht aller unserer T'fillauß (Gebete) find B'rochaus, Entschlüsse zu einem gotrdurchdrungenen thätigea Leben; dies allein also überall Ziel.« Wäre es nun nicht Sünde, hierüber nur noch ein Wort zu verlieren? ' - Doch am Ende ist HSr '.Recensent so gefällig, sich die MaLke selbst abzunehmea. »Juden,« sagt er, »find weiter nichts als ein historisches Monument einer Borwelt.« Wie fiun - und begrifflos stellt hier der Recensent diesen so oft nachgeschriebenen Gemeinsatz durch sein »weiter nichts« heraus Eine Masse von fortlebenden, denkenden, fortwirkenden-Wesen ein starres Monument?! Eine^versteinerte Mumie? Nein! Eine von Willkür errichtete Stanchaule, die jeder steche Bube,, nach Belieben Umstürzen kann? Ja! Ja diesem Sinne, oder vielmehr Unsinne mag es sich freilich Herr Recensent erlauben, sich aus seinem Judenthum ein Spielzeug zu machen, um sich in müßigen Stunden die Zeit damit zu vertreiben. Jeder wahrhafte Jude aber wird mit Verachtung auf den herablickeu, der es wagt die steche Hand nach dem auszustrecken, was ihm als Jude wie als Mensch die höchste Würde gelten muß, seiner moralischen Existenz; ' der es wagt, ihn nicht nur um seinen, sondern überhaupt um de» Klauben betrügen zu wollen. Äkehmet dem Juden das Judeuthum, was ist er, wenn er nichts anderes ist? — Ein Recensent der psa n*nafi*. — Cölu', 26. Juli 1837. Anzeiger. Zu demselben werde» Slmwnce» aller Akt gegen £ Gr. Gebübren f6r die gestalte»« Zeile aus Petit» Schrift oder der« Raum aujtzmommm. Die Derlagshandlung. So eben ist erschienen: Harfe und Lyra. Seitenstück zu den Klagen «ines Juden. Von . Joel Iaeuby. gehestet. Preis 16 gGr. Die Schriften des Herrn Verfassers haben durch den Glanz ihrer Darstellung, namentlich aber durch den Ernst und die hohe Würde ihrer religiösen und politischen Gesinnung, sich einen Ehrenplatz in der deutschen Literatur erworben. — Mit wahrhafter Freude übergeben wir auch dieses Werk dem Publikum, ein Werk des Tiefsinns, der gläubigen und dabei glanzvollen Poesie, durchweht von jenem erhebenden Geiste, wie er allen Schriften Jac oby's eigen ist, und wodurch er bereits so bedeutend gewirkt hat. Bei dem nahenden Feste ist dieses Werk eiues der fteundlichsten Geschenke für edle und begabte Menschen, und wir bemerken nur noch, baß in der Vorrede Herr Jaeoby sich über das moderne Jodenwesen ausspricht, was für Politiker von Fach und für Staatsmänner eine willkommene Gabe sein wird. Hermann Schaltze'S Verlags-Buchhandlung in Berlin. Zn BereudfohuS Buch - und Kunsthandlung in H a m - bürg ist so eben erschienen und durch alle Buch - und Kunsthandlungen zu beziehen: Die Heimkehr des jüdische» Kriegers gemalt von Oppenheimer, lithographirt von Otto Specter Das Original ist im Besitze des Herrn Dr. Riesser, dem es von den Israeliten des Großhcrzogthmns Baden als Ehrengeschenk überreicht worden. Preis auf chioes. Papier 3 Rthlr. - auf weißem - 2 Rthlr. 12 Gr. Bei uns ist erschienen und in allm Buchhandlungen, in Wien bei Mösle's Witwe und Braumüller, in Frankfurt a. M. in der Herrman'fchen Buchhandlung, in Prag bei Borrosch und Andre zu haben: Bibel für Israeliten. Nach dem masoretischen Texte. Unter der Redactioa von vr. Aunz, übersetzt von H. Arnheim, »r. Inlins Fürst, Br, M. Sachs. Auf Druckpapier 2 Thlrl, auf Velinpapier 3 Thlr. Erste bis dritte Lieferung. Berlin, November 183*. Veit u. Comp. Bei A. Förstner in Berlin ist erschimen und in allm Buchhandlungm zu habm: hjtiäA rnrsa jüdische Festspiegel oder Beschreibung des Sabbaths, der festtkchm Zeitm und der Feiettage der Judm, mit Rücksicht auf ihre Begründung und Bedeutung. Zur geschichtlichm Belehrung' für unterrichtete Kinder beiderlei Geschlechts; bearbeitet von Al. Heinemaun. gr. 8. broch. Sgr. Vorliegende Schrift, derm Zweck es ist, die israelitische Jugend über die Bedeutung und Heiligkeit der jüdischen Festlage zu belehren und zur würdigen Feier derselben zu ermuntern, kann den ftommgefinntm Familienvätern nicht dringend genug empfohlen werden. Bemerkungen. Herr L. in P. ist uns als Correspondmt sehr willkommm, und mag seine Nachrichten immer schleunigst einsenden. Herr D. R. in C. ist uns als Correspondmt sehr willkommm, und wenn auch die eingelaufme Abhandlung noch eine kurze Zeit anstchm muß, so wärm uns doch seine fottgesetzrm Berichte sehr angenehm. Auf mehrseitige Anftagm bemerkm wir, daß die Vorbereitungen zu einer großen.historische» Novelle, wie die »Marannen,< abermals getroffen werden. Wmn von dm uns eingesmdtm Schriftm' noch so wenige zur Beuttheilung gekommm, so machm wir auf das nme »Beiblatt« unserer Zeitung vom Istm Zannuar 1838 an, aufmerksam, wo diese zur Erledigung kommm «erden. Wir wiederholm eine frühere Bemeckung, alle nicht zurückgesmdete Schriftm werdm eine Recmsion in diesm Blattern erfahren. Redacteur: Dr. L. Philipps«,». — Bettag von BaumgärtuerS Bachhmrdluug. — Druck von W. Haack.

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