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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1837-05-06 · Heft 3 (6.5.1837) · p. Seite 11

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
1 (1837)
Issue
Heft 3 (6.5.1837)
Article
Sanchuniathon
Date
1837-05-06
Page
Seite 11 (sequence 2)
Language
German
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ii schlchtsforfcher, daß es bei dieser Veranlassung gewesm, wo dieHebräec unter Moses aus Aegypten gezogen; denn die gxüchifchen und lateinischen Geschichtschreiber geben gewöhnlich ifctt in Aegypten herrschenden Aussatz als Ursache an 6). . (gm zweites Stück findet fich im siebenten Buche, Cap. 9. »Der König Ioram von Tyrus, welchen die Tyrier. Hierkas nennen 7), versprach dem Juden Irenios, wmn er ihm einen Hafen am Aethiopischen Meere geben wollte, ihm in. der Erbauung einer königlichen Burg zu helfen, und Cedern, Tannen und Quadern herbeizuschaffen. Jrenius gab dem Ioram die Stadt und den Hafen Jlorha, wo Ioram 10 Schiffe bauen und die Küsten befahren ließ.« Hier haberr wir offenbar biblische Nachrichten. Denn der König Jrenius ist Niemand anders als Salomo (rriab® gleichbedeutend mit Eigrtviog, der Friedliche). Auch'die Stadt I l o t h a finden wir daselbst, denn Salomo ließ Schiffe bauen in »Ezeon-G eb er, das bei Eloth liegt, am-Ufer des Schilstneeres« (i Kön. 9, 26 f.), und Hieram sandte seine Schiffer-mit Salomo's Knechten. Daß Juden auf der tyrischen Flotte gewesen,' deutet auch Sanchuniarhon an, indem . er bemerkt, .unter den Gestorbenen wäre auchein Ierusalemice .gewesen (Cap. 12.). Das dritte Stück im sechsten Buche Kapitel 6 ff. beschreibt einige Kriege der Juden, deren Zeit kurz nach der Besitznahme Paläsiina's festzustellrn wäre, da derselbe Herrscher der Duacptm 8) angegeben wird, unter welchem die jüdische Invasion vorgefallen sein soll. ^In dieser Zeit verjagte-D otrep es den Kalylops, dm König der Onakyner und bemächtigte sich der Herrschaft. Kalylops aber floh zu dm Juden nach Idumäa, und. blieb da lange Zeit, weshalb die Onakyner und Juden Stteit bekamen. Bald darauf, als die jüdischm Hittm ihre Heerdm auf die Weidm mit Salzquellm triebm, überfielm selbige die Onakyner und Omlakyner (Amalekirer)' des Nachts, rüdtettn die Hittm und ttiebm die Heerdm in ihre Städte. Uebermüchig wegm dieses Erftlges wollte Dottepes stch ganz Idumäa unterwerfen, und sandte dm Ismylimas mir einem Heere aus, der mit Hilfe der Omlakyner die Iudm besiegte. Nach der Schlacht kehttm die Omlakyner mit großer Bmte zurück, die Onakyner verfolgtm aber die Juden. Diese ernmettm am folgenden Tage die Schlacht, tödtetm viele Feinde, und fingm ^Ismylimas lebmdig. Die Feldherren der Iudm ließm biefta herbeiführm und reichem chm ftischm Käse und Klei- »-TLLL Lsic5L*■ T*cil- 5- *• 7)Der biblische Her am. &eCen ^kilwesse Vertilgung Io.su a beschreibt brod dar, - und dem Unbekleiderm ein Gewand. Er aber sagte, daß er solcher Speise und Kleidung nicht gewohnt sei, nur Purpurkteider habe er bisher Letragen. Da sagte der Alteste unter dm Führern: »Er tadelt unser Brod, er schilt unsere Kleider, was aber zu nehmen bist du hergekommm?« Als er dies gesagt hattefühtte man dm Ismylimas zum Tode.« »Nach diesem'führten die Iudm und Somyräer lange Krieg mit dm Onakynem, Omlakynem und Kerarern 9), konnten sich aber der Burgm der Kerater nicht bemächrigm. Die Somyräer brachm in Batanaea ein, welche Landschaft dm Balsam erzeugt.« Cap. 7. »Die Juden hatten sich also der Gegmd der Onakyner bemächtigt, das Land der Mobäa, der Omlakyner und Batanäer besaßm die Somyräer, welche viel Hornvieh hattm. Die Batanäer, die hiemach gelüsietm, schicktm Gesandte zu dm Mobäem, die Somyräer gemeinschaftlich zu vertteibm und zu beraubm. Siekämm überein, daß die Batanäer, wmn die Somyräer in Batanim auf Heereszug wärm, Holzstücke in dm Jordan würfm, um ihnm anzuzeigm, daß die Somyräer mrfemt wärm und um die Mebäer herbeizumfm, damit sie vereinigt die zurückgebliebmm Somyräer desto leichter besiegm könntm. Als daher einst die Somyräer mrfemt warm, sahm die Mobaer die Holzstücke im Flusse, kämm aufs Schnellste zur Hilfe der Batanäer, tödtttm die zurückgebliebmm Somyräer, und triebm große Heerdm von Rindvieh, Schaafen und Ziegen davon. Als die Somyräer im Mobäischm Lande dm Unfall ihrer Brüder höttm, flohm sie zuerst ohne alle Ordnung, bald darauf aber zurückkehrmd besiegtm sie die Mobäer, tödtetm alle, konmen aber das Gebirge der Batanäer nicht in ihre Gewalt bekommen. Dm Salzsee umwohntm daher die Somyräer nach der Morgmseite, die Iudm aber nach Abmd. Späterhin besiegtm sie auch die kleinen Könige der Aamäer *0) ^d die Fürsten des Binnenlandes» und unterwarfm sich diesen ganzm Landstrich. Bon dm am Meere gelegmm Städtm aber bemachtigtm sie sich keiner.« »Jetzt aber stelltm sich ihnm die Phönizier mtgegm, weshalb sie von ihrm Einfallm abstandm.« Auch hier habm wir also Nichts, als eine Ausmalung von dem Kriege der Zscaelitm mit dm umwohnmdm Stämmm, die uns jedoch nichts Klares und Bestimmtes giebt. Man kann also hieraus für die- Echtheit dieser Schrift nicht den geringsten Beweis führm; im Gegmcheil wird aus der Andeutung auf neuere Ansichten insinuirt, daß das Ganze «ine geistreiche Fiction des H. Wag.enfeld ist. 9) Etwa vns? das wäre fteilich wieder eine neuere Ansicht, nach der mr"Lheil Philistäa's so benannt war. ‘ 10) Kanaaniter? _-

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