Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 64 (1900)
- Issue
- Heft 4 (26.1.1900)
- Date
- 1900-01-26
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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MisceNen. — Heber die von beit Engländern zwischen 1894 und 1897 in Jerusnlem ausgeführten Ausgrabungen berichtetDr.Frederick Bliß in einem voni „Pnlestine Exploration Fund" vor Kurzem veröffentlichten Bande. Dr. Bliß, ein Sohn des Professors Bliß am amerikakaniseheu College in Beirut, hat seine Sporen als Alterthumsforscher in den Gräbern von Tel-Heseh und ans der Stätte der ehemaligen Amoriterstadt von Lachisch verdient. Die Ausgrabungen in Jerusalem unter seiner Leitung sind im Ganzen eine Fortsetzung des von Mandslah auf den steilen Felsen neben dem protestantischen Friedhof angesangenen Werkes; in der Auffindung der südlichen Stadtmauer sind die Forscher j vom Gluck begünstigt worden. Die Richtung zweier Befestigungslinieu, > einer oberen und einer unteren, mit Schutt dazwischen, ist deutlich nachj gewiesen worden. Bliß glaubt, daß die untere Mauer in der Zeit der! späteren jüdischen Könige entstanden sei, mit Verstärkungen aus der Zeit des Titus. In dieser Mauer befand sich laut Josephus das Thor! der Essener; wirklich wurden auch in der südwestlichen Ecke die Ueber-! reste eines alten Thorweges gefunden, mit übereinanderliegenden j Schwellen, die auf einen Wechsel im Straßenniveau deuten. Die Ans- > grabungen wurden innerhalb der Stadtmanern fortgesetzt, wobei die j aus der Römerzeit stammenden Straßen durchforscht wurden. Die von! dem nenentdeckten Thorweg auslanfenden Straßen führen zumeist in | die Nähe des Teiches von Siloah, wo eine äußerst interessante Ent- I Deckung gemacht wurde. Es handelt sich um die theilweise über dein Teich erbaute christliche Kirche, die auf die Kaiserin Eudoxia zurückgeführt iverdeli muß, der man den Bau mancher Kirchen, unter anderen der zu Ehren des Märtyrers Stephanus errichteten, zu verdanken hat. Die Gemahlin des Kaisers Theodosius brachte die letzten elf Jahre ihres Lebens in Jerusalem zu und baute die Kirche über dem Teich 450—460, wobei die Stadtmauer so ausgedehnt nutvbe, daß sie den Teich von Siloah einschloß. Justinian hat das Gebäude vergrößert und verschönert. Es wurde während des Einfalls der Perser unter Chosroes II. im Jahre 650 nebst anderen Baulichkeiten von Jerusalem zerstört. Bemerkenswerth ist die Stellung des Hochalters, der über dem Platz errichtet ist, wo die heilenden Wasser sich in den Teich ergießen. Zu den weiteren Entdeckungen gehört die Ausgrabung eines schönen römischen Grabes in der Nähe des anglikanischen College und eines Mosaikbodens bei dem Damaskus-Thor. Auch aus dem Oelberg lvurde gegraben, aber wenig entdeckt, das ans großes Alter Anspruch erheben kann. Die Pläne und Zeichnungen rühren von dem Architekten Dickie her. — Verspätet, aber hoffentlich doch nicht zu spät, möchten wir an dieser Stelle die autorisirte Uebersetznng des geschichtsphilosophischen Aufsatzes erwähnen, den S. M. Dubnow in seinem geistvollen Essay über die jüdische Geschichte unternommen hat. Die Schrift selbst haben nur bereits als den ersten und glücklichen Versuch einer psychologischen Charakteristik der jüdischen Geschichte wiederholt erwähnt. Wenn wir auch nicht in allen Dingen mit dem Verfasser ubereinstimmen. so müssen wir doch anerkennen, daß seine Analyse der Geschjchtsentwickelung innerhalb des Jndenthums eine feinsinnige, ans genauer Kenntniß der Thatsachen und eingehender Prüfung der maßgebenden Erscheinungen beruhende ist. Sie interessirt uns überall, auch selbst da, wo wir unsere Zustimmung versagen müssen. Niemand wird diesen Essay, dessen Uebersetznng eine gute und fließende ist. unbefriedigt aus der Hand legen. Die Schrift ist bei S. 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Werden, Jahresbeitrag 10 M., Lehrer Katzenstein in Nieheim, ein ihm übergebenes Honorar 10 M., Lehrer Braun in Niedermarsberg, Sammlung aus der Hochzeit Dulberg-Herzfeld 18 M., Ad. Gans in Essen 10 M , Shnag.-Gem. Bochum, Jahresbeitrag 50 M., L. Steinthal in St. Johann 5M., durch I. Goldstein in Grevenbroich, Jahresbeitrag von M. Heinemann 10 M., durch Lehrer Löwenstein, das. Ueberschuß vom Birneb.-Db.-Ball 10 M., durch Pred. Liepmannssohn in Minden, Legat des sel. S. VH. Wolfers, gestiftet von seinen Kindern, 300 M., durch dens. vom israel. Frauenverein das. 10 M., Rabb. Dr. Frank in Cöln, Sammlungen 1000 M., I. Paßmann in Effert 5M., Synag.-Gemeinde Werther, Jahresbeitrag 15 M., Lehrer Lazarus in Lübbecke, Sammlung auf der Hochzeit Hurwitz-Herzfeld 10,50 M.. Lehrer Ostwald in Witten, ein ihm übermitteltes Sühnegeld 10 M., Siegfried Cohen in Essen, Iahrzeitspende 10 M., Lehrer Blumenthal in Cöln-Deutz, Sammlung auf einer Br.-mil. 11 M., Lehrer Löbenstein in Düsseldorf, Sammlung 04 M., durch Lehrer Moses in Rheydt von M. Stern das. 5M., durch Lehrer Wetzstein in Elberfeld von N. Röttgen 5M. und von N. N. 2 Nt., durch Lehrer Oppenheimer in Mühlheim (Ruhr) von Leo Hanau das. 100 M., durch Lehrer a. D. Spier in Bocholt von Frau C. Cohen, anläßl. der Geburt einer Enkelin 10 M.. von Alb. Hehmann, anläßl. d. Barmizw. seines Sohnes 5 M., von Moritz Wehl, anläßl. der Br.-mil. seines Sohnes 10 M., durch Lehrer Nußbaum in Duisburg, Spende bei der Br.-mil. Steinberger in Ohligs 3M, N.N. in Essen 25M., Lehrer Ransenberg in Neuwied, Theilfammlung auf der Chanukahfeier 30 M., Lehrer Weinberg in Höxter, Theilsammlung am Cbanukahfest 11 M., durch Lehrer Kaufmann in Essen, Ertrag des chir-ham. auf dem Stiftungsfest d. Ch.-Kad. 127,65 M., Lehrer Nußbaum und Spier in Bocholt, Sammlungen bei d. Bar-mizw. Rosenberg 26 M., Lehrer Grünewald in Siegen. Sammlung auf der Br.-mil. Stern 18,50 M., Lehrer Ermann in Kerpen, Chanukah-Theilsammlung 15 M., Shnag.-Gem. Vrakel, Jahresbeitrag pro 1899 30 Al., durch Cantor Lissner in St. Johann, von I. Wertheimer, anläßl. d. Bar-mizw. seines Sohnes 10 M. und Jahrzeitspende 5 M., S. Wolfes in Elze, Sammlung des Lehrers Rhein in Rahden auf der Br.-mil. Frank 6,20 M., Lehrer Speier in Büren, Sammlung auf der Hochzeit Grünewald-Heinemann 12,80 M., Lehrer Nußbaum in Duisburg vom Pidjonhabben bei Ä. K. 14 M., Hauptlehrer Dnblon in Aachen von Frau A. Hecht als Ueberschuß von der Jugend-Chanukahfeier 50 M., Lehrer Baum in Rheine vom Frauenverein 10 M., von N.N. 10 M., von N.N. 6,25, von L. Falk 5M., von Frau Dessauer 3M., von Frau Frank 2M., von Frl. I. Sabelsohn 3M., Beigeordneter Volkening in Essen durch I. S. Hirschland das. 10 M., Lehrer a. D. Spier in Bocholt, Iahrzeitspende von Ph. Löwenstein 10 M., Cantor Lissner in St. Johann, Iahrzeitspende von Frau Joske 5M., I. Goldstein in Grevenbroich, Jahresbeitrag von Kommerzienrath Silverberg in Bedburg 30 M., Hauptlehrer Fröhlich in M. Gladbach von I. Aschaffenburg 10 M., Theilsaunnlung aus der Hochzeit F. Wolf 8 3)1., Chanukah-T 'cklsammlung 15 M., von S. Hecht 5 M., Lehrer Wetzstein in Elberfeld, Spende 10 M. B. Mitgliedsbeiträge, vezw. Eirrkaussgelder: 90 M. C. Zinsen: 1293,50 M. Jnsgesammt iw IV. Quartal: 3772,60 M. Essen, 1. Januar 1900. Der Borstand des Vereins israelitischer Elementarlehrer siir Rheinland und Westfalen. Graf, Vorsitzender. Für einen älteren alleinsteh. Herrn wird ein jüdisches Fräulein gef. Alters zum 1. April gesucht, welches die Küche und Führung des Haushalts übern, kann (Mädchen ist vorhanden). Dasselbe muß auch im Klavierspiel so weit fortgeschritten sein, um griindl. Unterr. in den Ansangsgründen ertheilen zu können. Photograph., Zeugn. it. 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