Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 86 (1922)
- Issue
- Heft 9 (28.4.1922)
- Date
- 1922-04-28
- Page
- Seite 108 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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sollte, (fr beruft sich auf Theodor Herzl. der das »Ute Buch Volk in ein Bvlk der Tat umzmvnndeln snchke. leistet sich den cmpörer.den Tatz: Bis jetzt arbeiten alle PH'Nret.r der jüdischen ..(freiftigkeit". vvn den sogenannten Aeform-Aabbis bis zu den Bcttretern der ertremsten Lrthedorie. bewußt oder unbetvusrk. auf een ttnt rging des jüdi'clcn Voltes hin. und sieht keinen anderen Ausweg für sein Bolk. als mindestens eine bitweise rlb»'age an das Buch, um f:ch auf kac» täüae Leben zu besinnen. ir»m. da. Jude», tum bedarf weder des Versagers -lc a t ich läge. noch hat cs gerade als Bvlk des Buches in den Jahrtausenden «einer (fristen; je gezögert. an den Werten der Zivilisation und dem tätigen Leben der Welwölker teil Zllnchmen. Wer weih, ob der L^rnEr dieses Buch, das trotz aller ,>rrtümcr und unhal:b»rren Hhpoche»en. die es aufweist, eine inter» essante und anregende Lektüre abgrpt. je geschrieben hätte, rvenn er n cht em Lehn des Buchvolkes wävc . . . Tvcl; wir stimmen ihm zu. wenn er «agt: Archr also eine Apologetik des Judentums, sondern ein ..Ztanrpf gegen das Indenrmn" rst dieses Buch. Auf den Inhalt des Buches nat>cr -en^pn^elwar tregt—ntfcv für uns keine Dcr« aniamrng vor. » — id m ü n d L i ch e L e h r e II tt d ihr Tvg m »1. (festes Heft. Bon Rabbiner Tr. T. »laatz in Hindenburg Achtes.». Leipzig. Verlag M. W. »ranfmancr. ^.ie vorliegende ^chrnt behandelt das Togma der mündlichen Lehre, w wie es nach „Autorität und Zeugnisseiner Quelle, des Talmuds, sich als ein Faktum darstellr. (fs itt eine verdienstvolle?!rbert. zumal »re auf gründtichen Llnetlenskudien beruht, an denen auch Andersdeuteude nicht achtlos vorüberaehen dürfen. Hossent» lich lauen die weiteren verte nicht allzulange ans sich warten. * .4. k. T i e I a n b e r k r a f t d e s ei n g es und d a s B eruf e n. bin Noprtel aus der (^escl)rchte des Aberglaubens von T r. T. T e l i g! m a u n. Augenarzt in Hamburg. Verlag L. Iriedrich'eii ä. b'o„! Hcnnbnrg.! r.er vorliegende Natt lich? Band. ^krapseiten nmianend. bildet den ersten ^eil eines großangelegteu Werkes, dem ein vom Bersauer ' l'.ib» erschienenes Buch liber den . bösen Blut' zugrunde liegt, bin zweiter ^.eil der mehrere B«ünde mit zahlreichen Abbildungen um sä»:! und der zum g-ohteu Teil drmlsertig vorliegt »oll unter dem Titel ..Tie tt'.agk'ch?n Hc:l und Tchntzmittel rnit be'onderer Beru.t »ichngung der Mittel gegen den down Blich' folgen, wenn die recht beträchtlichen Mitwl für die Trucheguug vorhanden sein werden. H s liandelr 'ich a!»o nur ein iuo.mmeurales Werk. denen erster Teil schon; eru glanzendes ,'.e:rgnls sur die große Bele»enl)ert und den riesigen! Tlei'; des Beriasiers ablegt. Tchon das er'te hapitel des vorliegenden! Bandes wüelt in hohem Mähe die Acrimerlsumleit des Geiers, der! über den. auch unter ans Inden, eriüierenden (Glauben aii den ..bö»cn > Blich" oder das ..Bernsen" genauer unterrichtet sein will. Ter Berfa ne^ schreibt .Hr die belehrten vergangener Werten »rar das Auge und »eine Tätigkeit, das Tellen, der Bläk, ein unlösliches Aäti'el. Tas Bolk wußte natürlich gar nichts damit anznsangen. iind wen; es bis ans den lleutigen Tag noch mehr. ,gür den primitiven AaturMenschen ist der Blick von jeller etivas höchst bw he immsvoll es gewesen, und »eine nnge zügelte PhantarIe hat ihm eine Menge von mürrischen Nrasten und Eigenschaften;ugeivie»en und angedichtet. Es herrscht allgemein die Anschauung, das; vor, manchen Augen eilt Zauber aasgellr. der ans aridere Augen einwirkt und eine wiche Macht hat. das; der davon Betroffene sich ihm nicht entziehen kann und deshalb unterliegen und krallt werden muh. Tadurch kommt es. da»; das Hanptgebiet des Augenzanbers der Nrankheitszanber. der sogenannte „bö»e Blick" oder das „bö»'e Auge" nt. Man verstellt darunter den (Glauben, das; gewisse Menschen. Tiere oder (Center die Uran besitzen. durch blo»;es An-! »ehen anderer Bcrwnei. ganz besonders »lindern, Haustieren. Pflanzen 1 und »ogar leblosen (Gegenständen Schaden zmügen zu können. Im innigen ,'chrsammenharrg nnt diesem Glauben üeht das ..Beschreren und ..Bernsen", em ,hl»anl!nenhang. voti dem die wenigsten Menschen nbcrhanpt etwas ahnen." Ueber »ille dic»e 'Probleme hat der Ber»aiser ,i'. jahrzehntelanger Arbcrt em ungeheures Materml ans den v?le raturcn aller Bölker. alicb ans dem b:bl!'chen und talmnd:'äen Tchriittum. znsalninenaetrageli. desielt Bearbeitung ietzt zum Abichlns; gekommen rit nnk> dessen Berössenktub.nng d^rnk der llnrerstntzlllig der ^>imburg sä>'n B?issen''chasrl!clxu Ttiskung ntld amerikanisct-er Nttioersitätskreise ermöglicht wurde. Tas streng - ivisscm'clrafrliclie. dem Autor zum Auhm gereictvnde TLerk interessiert nicht nur ,nich gelehrte, wie Mediziner. Juristen. Theologen^ Philosophen i»sw. sondern auch alle gebildeten kreise, die. mich Belehrung verlangend, nicht ohne weiteres das Wort des groüen britisch« Tichters »rb lehnen: (fS gibt Tirgze zwischen Himmel und Erde, die aller Tchiil nwisheit spotten. K. » Tie Iosephserzählmtg. Bon Rabbiner Tr. I a c o b Horo vitz. I. Uanffmann Beria»;, Frankfurt a. M . Tie vorliegende Arbeit knüpft an das 15>lN erschiemne Blich von B. Ja c ob „Luellen scheidungen und Ercgese" an und übt strenge Hlritit an dic'em so» wohl wie uderhalipt an den Tchrirren zahlreicher jüdisct)er und nichtjüdischer Bil^lwrscher, die sich gegen die rabbinische Tradition lvenden. Man braucht nicht in allem dem Verfasser beizustjinmen. aber »eine Tchrift bietet dcn Urenndcn der Aeligionswissernchaft viel Anregting und verdient schon aus diesem Grunde größte Beachtung. -n M ar b» runwald : Moui»n»clie Märchen. Aus einem Brienvechsel!!*-'!. Benialuiu Har; ^Berlag. Berlin Wwn. Amh dem Berichte der Bibel haben einst die Philister alle Tchmiede in Israel in ihr ^aud geführt, damit die Hebräer »ich keine Tellwerte und TpiesrcsoUcci schmieden können. Auch die Bildclttgsphiliircr innerer Tage glauben, das Arsenal der Wissenschaft erstürmt zu haben. Tie Autorität Haeckels auf biologischem b>ebiete wird wohl von Iachleuten und ^eien freudig und dankbar anerkannt, doch der Bau einer lückenlosen, einheitlich dnrctrg?füi,rteu monistischen Welt anschauung i»'t ihm nicht geglückt. Trotzdem jubeln ihnl gerade die Bildungsphilister in den üieihen des Judentums zu. Ta in e> ebenw notwendig wie erfreulich, ivenn Männer, ausgerüstet mit .Tachkeuu! nissen. in populären Tchrifren eilte geivi»»enhaste Aachprinung der Modephilo»orllie ilnternchnlen. Ter unermüdliche Ioricher. Tr. Mar b'»rilnwa!d. Aabbincr in Wien, setzt »ich in vorliegendem Buche ui-; den Lehren des materialistischen Monismns auseinander. In Ab »chnrtteu. rnau wäre beinahe vernicht, ne eine gegen die modernen Minim gerichtete!»«»»»«»»»«' «'7.,-,- zu bezcichttci». tverden die ver ühiedensten Annahmen des Monismus kr:roch beleitchter und dcr?n b»ro';teil als das vervcrret. rvas »ie ir: Bäirkli.l kert »ind. lunul nb Märchen. Ber der gro»:eu Bcle'enllen des Autors in es n.-rrnlnh da»; er ans den cnrlcgeu't.n Gebieten Tnctzen »ccr ierne Bcl^auptungen heran zieht, b ine ,Tülle sent'icui'ger Bencertungelc wwd da geboten Tas leichlsannch. »enelnd geschriebene Werk lnü 'nü 'eiber une e:u Blärchenbnch. Allen Tucllendcu und .'.wersleru. uärnelrtluh Jugend liehen, die ilne relrglö'e llri»e noch nicht überwunden haben, wird v»runwalds Buch gute Trenne leisten. rli e i ch e n b e r g. '.llallbincr Pro». T r. H o » m a n u. O Ioies Bei »ns. 'Uabbi Herz. Ber lag Tskar Wohrle. honftanz In einem Tran a stellt der Bersas'er einen Abschnitt der mittel alterlicheu jüdischen (."wschichle dar. der »ich in verschiedener Iorm des öfteren wiederholt hat und der immer wieder erschüttert (fr schildert packend, wie die Juden, die es ailmätil'ch zu Amelien und Wohlstand gebracht haben, verfolgt werden, wie man ihnen die alten Marclfen wieder nachsagt, wie ein fanatischer Tomuukancr mönch. b'ttprian. die Bolksmane gegen sie au»hetzt rmd »vie cs räneu auch nichts nützt, das; die besonncrcn Bürger der Ttadt »ur üe e:n treten! Wenn man die jüdnclie beschichte auch nur flüchtig kennt, wer»: mau. wie wahr das alles nt. wie man in schnödester (Gewinnsucht wehrlose Menschen gegnält und gcvcimgl hat. Am besten in dem Ber»a»ser dn Tzene gelungen, in der die Juden, rn rlfrer Thnagoge;usatt»nie«..,edrängt. den Tod errc>arten. vechrel. Tluttde wiedcr zu rlnn znrmk und »vird seiner Brrut angAr.nil Trarlizei, . cr stellen die Horden, und jedeur Auaeiwlnk tonnen die schützenden Mauern gisanmienbrechen und dann ru alle.- zu <>nde. Icl» lvei»'; nicln. eb dieses T rarna »nh d'.e Bnllue erebr:r rer cd. das aber :ü siclzr'r. da»'; in rl)M jedes Wort Wabrheii rn ernircitlerrrdN^ WallrlleN. »vre »ce n.h in den Blattern '.inn rer macn ^bollen r>n1jn!.!e au» jeder Teite «cudek. Breslacc. Tr. Wilth b o h u-