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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1922-03-31 · Heft 7 (31.3.1922) · p. Seite 4

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
86 (1922)
Issue
Heft 7 (31.3.1922)
Date
1922-03-31
Page
Seite 4 (sequence 20)
Language
German
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I Hannover, die bic Wirksamkeit der Uhlcmec Anstalt und il)rc* Ti» rektors für das Handwerk uitö für dav ge'amte Vaterland voll anerkenne. Noch einem t^esaugvortrage eine» ehemaligen schülers überbrachte Kommerzienrat Berliner die Glückwünsche der ifraclttii'chen Gemeinde. Weiter sprach noch Kabbiner Tr. freund. Es folgten die Glückwunsch der Anstaltsangehörigeu. Tiefen Wünfrlze» schloffen sich die ehemaligen Ahlemer Schüler an. in deren Namen HerrL ampcl Mitteilung von derErrichtung einer Albert-silberberg-- Stiftung machte, die den 'L^ctrag von IL"L>u Mart überschritten hat, und eine Adresse überreichte. Nachdem noch ein Lehrling der Anstalt herzlich Tankesworte au den Jubilar gerichtet hatte, sprach noch Herr Herzber^ als Vertreter der Zivnsloge. zu der auch Moritz simon gehörte. Medizinalrat Tr. TrewS erinnerte an die selbstlose Liebcstätigkcit des Jubilars und seiner Gattin für die Infasten dcS Ahlemer Lazaretts. Vertreter des Verbandes jüdischer Handwerker und l2r auswärtigen ehemaligen Ahlemer..bildeten, den Schluß der Ansprache auf die Tirektor silberberg mit herzlichen Tankesworten erwiderte. Ter khörgefang „Ter Herr ist mein Hrrte" bildete den Schluß der würdigen Ieier. H. M. Kreiburg, im März. Ter Israelitische Ehorvereiu hier verunstaltete unter Leitung des Herrn Lberkantors L i l i e n t h a l einen Abend, der Psalmen in Nede und Gesang vorsührte. An der spitze des Gebotenen stand ein Vortrag des Herrn Bezirksrabbiners Tr.;\ i in erS über Psalmen. Ter lshor selbst trug vier Psalmchore unter Lilicnthals Leitung musikalisch fern ausgearbeitet vor. "kllesitationen des Fräulein Hamburger boten eine schöne Ansle'e von Psalmen Herr Ligmann vom Mannheimer Nationaltheater foug herrlich soli und fanden dieselben rauschenden Beifall. Herr Oi.erk.m:or7Lilienthal. der sich nur das jüdisch Leben in Are;-- borg große Verdienste erworben hat. kann aus den schon verlaufenen Abend mit großer (Genugtuung stolz sein, d-aß es chm gelungen war, in Irciburg mit jüdi^'chn Kräften eine solche Leistung zustande zu bringen. Ischchoilowakei. Dr. F. \V. Leplitz-LchSnart, im März. Beinahe bedarf eS heute auch eines Gunters, um sich Gehör zu verschaffen für das Ewig- Gültige biblischer Poesie in der .gunstform unserer Dichter und Komponisten. Tiefes Wunder vollbrachte Oberkantor Magnus Davidf o h n aus Berlin mit keinem anderen Maßstab als mit jenem, der für die wirkliche Aatnft Vorschrift bleibt. Er. der früher die großen deutschen Tondramen mit seiner vom tiefen Baß zur höchsten Baritonläge steigenden stimme fang, gibt den Gofühlstvnen nur noch einen Zug ms Visionäre oder UeberlebenSgroße, um aus dem Bewußtsein eine Gedankengruppe loszutösen, die da sagt, daß es noch ein Mehr, ein Höheres außer uns und ü-ber uns gibt. Ten Text aber — und das ist ft ine eigene 'chpferisch Idee — wandelt er zur dramatischen Aorm. Im „Turmbau zu Babel'', der Geibelschen Tichlung, ließ er das ganze Räderwerk satirisch zugespitzter Hohnreden knarren, um die menschliche selbswergötterung. die über eine höchste Macht zu triumphieren gedenkt, der Lächerlichkeit-preiszugeben. Um den Größenwahn zu geißeln, rvühlte er die gewaltige saul-Ballade von Börries von Münchhaufen und leuchtete in die Finsternis einer richlos gewordenen, schuldbeladenen svele hinab, schattenhaft, gespenftisch färbte sich der Mang der Worte, um das innere Grauen des zu Tode geängstigtcn, an sich irre gewordenen Königs wie schickjalsfluch empfinden zu lasten. Magnus Tavidfohn, der im „Rheingvld" auf der Prager Landesbühne den Niesen einst sang, gab seinem „simson" dieselben überlebensgroßen Proportionen. Man sah im Geist durch simwns Aiefenfäuste nicht bloß Mauern stürzen, man AAOvM$nwo(jLtvr t . ■ r. _ ** , 7 > * fr*» /»<'%/¥ i ,a«~> > /„v. Lj. v.v. >r_«j tfknnvr ^7^. . L■ J vjfr.'-s.v.y,w philo-Verlaga, SuManälung BERLIN SW 68 / L I N D E N S T R A S S E 13 Neuerscheinungen: FR IEDLÄNDER,Sind die Juden gleichberechtigt? M. 3,50 iEine Partamentsrede Th. Mucaulay zur Judcnfrjge) SEGALL, Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1014 —1918.. itf. MICHEL, Verrat am Deutschtum.M. 8,80 EISFELDf Jüdischer Antisemitismus und Arbeiterschaft. ..M. 2,— (Ein deutscher Arbeiterführer :ur Tätigkeit der „naiionaideutschen Juden*) FRIEDRICHS, Eine Lösung der Judenfrage M. 4,— Neu erschienen: FREUND, Der Judenhass Wäscherei „Sol“1““ääSSS11’2'lv Inhaber Max Brrsgelsky wäscht »chonond. Abholung täglich. Spezialität: OMentei. Kiagta, Gardinen usw. mimm* versicharuneaei aller Art vorteilhaft und billig Kits Leipziger Leipziger Lebensversicherungs-Gesellschaft a. G. Leipzig, Dittrlchrlng 21 M Jini y..\?»« 9.. /.« 7..’ T»». r>ofi L. A. Henckels Zwillingswerk— Eslingen »5 lzabrik feinster Stahlwaren «r mit der d«kannr«n Zwillinasrnorke Gewcbr für jevr» Stück. Kj<\ Berlin W66, Leipziger Straße 117118. Oigcne Derkauf-nteverlagen: «Sin a. Sb.,Srcsren-rl.. Zranljuri a. )Il..Samdurp. München. Dienl.

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