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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1922-03-17 · Heft 6 (17.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
86 (1922)
Issue
Heft 6 (17.3.1922)
Date
1922-03-17
Page
Seite 5 (sequence 18)
Language
German
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“=rt des ronfcmo.icUcit Friedens gestaltet, der in Ungarn mit dem Rückgänge des <mtitc»rrr»:schLiz Nurses immer mehr Loden gewinnt. Ter Feier wohnten Tepntaiionen der evangelischen und der reformierten NirUiengemeindcn. der reformierten Hochschule, des Lehrkörpers des Gymnasiums. sämtlicher staatlichen und städtischen Institutionen der. Ter katholiscl-e Prälat — "Pfarrer der 3tadt — entschuldigte sein Fernbleiben in einem Briefe, in dern er betonte, daß er mit dem neuen Lberrabbiner zum Wohle unseres leidenden ungarischen Vaterlandes in friedlicher Eintracht zu wirken wünschte. Bei dem der Installierung folgenden Abendessen erklangen auch von den Vertretern der verschiedenen Konfessionen zündende Trinksprüche- Dole». x. rßffM i. P., tm März. Am 12. v. M., gerade an ihrem Geburtstage.,, wurde Frau 3cIma Her bst, die Gattin des Hauptlehrers a. T. Herrn Albert Herbst, hier, von einem schweren schlaganfall betroffen, dem sie am 16. Februar erlag. sie war eine Escheth Chajil im wahren sinne des Wortes, erfüllt von tiefer Herzensfrömmigkeit, aber nicht rückständig in ihren Anschauungen. sondern mit der Zeit mitlebend, voll lebhaften Interesses für alle (Geschehnisse der Welt und jeden Fortschritt in Kultur und Wissenschaft mit regem Geiste verfolgend. stets bestrebt, sich weiter zu bilden und sich auf humanem Gebiet zu betätigen, wurde sie wieder jung inmitten der Jugend, und besonders leuchteten ihre Augen, wenn cs sich um das Wohlergehen der Schuljugend und die Pflege und Förderung der schule handelte. 3o mancher Lehrer hat in dem gastlichen Herbftschen Hause liebevolle Aufnahme gefunden und wird noch heute an die dort verlebten stunden mit Freude zurückdenken. In den Herzen aller derer, die sie kannten, und zumal bei denen, die ihr näherstanden, wird das Andenken an Frau selma Herbst kertleven. - Tem Arzt snnitätsrat Tr. ciuton 3 di c r b c 1, hier, ist von der preußischen 3taatsregicrung die Rotc- Krcu; Medaille 1. Klane verliehen worden. - Ten Freunden und Gönnern der Wollhermfchcn 3tiftung (Kranken- und 3'ecl-cnllaus». hier, die bei der außerordentlichen Teuerung mit großen Schwierigkeiten zn kämpfen hat. sei dieses humane Institut, namentlich für Bermächtnisse zur Abhaltung von Jahrzeilen, in wohlwollende Erinnerung gebracht. Von Nah und jfern. — Zum Besten des stipendiumfonds der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums finden in diesem Monat in der Aula der Anstalt, Artilleriestraße 14, noch zwei Montagsvorlcfung?n statt. Am Montag, den 2V. März, spricht Landgerichtsrat Friedrich Caro: Bon den ewigen Elementen des Rechts; am Montag, den 27. März: Profesior Tr. Gotthold Weil: Orientalisches im deutschen Sprachschatz. — Tie Freie Jüdische Volkshochschule teilt mit: In dem Zyklus „die Lstjuden" fällt der Bortrag von Professor Loewe. ..die spräche der Ostjuden-, am 22. Marz aus. Ter nächste Bortrag von Frau Tr. Wifchnitzer. ^hje Kunst der Ostjuden" tmit Lichtbildern), findet am 29. März in der Lesehalle der Synagoge Fasanen st ratze 79/SO, abends 8^ Uhr, statt. — Tie feit längerer Zeit vorbereitete Bereinigung der bisher getrennt bestehenden Berufsbcratungsstellen des Jüdischen Arbeitsamtes, des Arbeitsnachweises der Berliner Logen U. O.B.B. und des Jüdischen Frauenbundes ist nunmehr erfolgt. Tie gemeinsame Arbeit begann am 1. d. M. in den Räumen des Arbeitsnact)- weises der Berliner Logen L. ll. B. B.. Monbijonplatz 10. Telephon Norden 9130. Ta die Beratung und Unterbringung der Lehrlinge und Lehrmädchen, welche Lstern ans der schule entlasten werden, bereits jetzt im Gange ist, wird dringend darum gebeten, alle freien Lehrstellen in Berlin und außerhalb Berlins an die Jüdisclje Bernssberatungsstelle zu melden. --- Tie Berliner Logen 11. O B. B. sammeln gegenwärtig einen Garantiefonds von 1 Million Mark, um eine Ausstellung: „Iüdiscl^e Kultur und Kunst in Vergangenheit und Gegenwart^ zu veranstalten. — Geheimer samtätsrat 3. Alexander beging am d. M. feinen 70. Geburtstag. Tie M e d i z i n i f che Gesellschaft ließ ihm aus diesem Anlaß durch die Profestoren F. Krause und I. Israel das Tiplom als Ehrenmitglied über- U Q vw-. iXJiMW CUfc. alrt&.JnV? (Xncur*. »3!0 ILiwf^vu Vwl mR. ik IrAAnS I Philo Verloga.IlMiitMiidltmg | BERLIN SW 68 / L IN V E N S T R A S S E 13?; Heuerstheinungen: FRIEDLANDER,Sind die Juden gleichberechtigt? M. 3,50 (Eine Parlamentsrede Th. Macaulay zur Juden frage) SEGALL, Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914 —1918.M. 10,— MICHEL, Verrat am Deutschtum.üf. 8,80 EISFELD, Jüdischer Antisemitismus und Arbeiterschaft.M. 2,— iEin deutscher Arbeiterführer zur Tätigkeit der mnationa deutschen Juden*) FRIEDRICHS, Eine Lösung der Jadenjrdge [f Neuerschienen: FREUND, Der Judenhass Bei Bestellungen und Anfragen bitten wir unsere Leser, auf die „Allgemeine Zeitung des Judentums“ Bezug zu nehmen. Stoch m Beikoch er fd» ei nt: Lamms Pracht-Hagadah in Großa-rartkormak, mit neuer deutscher Ueber'rtzuna von vr. KoniaSderger, reich illustrert von M. ftunfta Di. Preis 130 M. Bei Beßseßtungea, die dis 1. April cintnffen, etnäti<>e ich de» «td» auf 100 M. Porto und Dervackiin« pro Exemplar 8 M i Das deriliche Werk ist auf dtütrnweißem. holzneiem. fetnfiem Schreibpapier .föruef. 3'im ersten Mule feit Iahrhuvderten we den aonz ire« » von einem iüpilche» IRüvMer. der mit Lust und Liede an» Werk cüns. kr-schosiene Bader geboren; jede Teste enrhst' zwei h rrrtche Nrniaurbstd-r und reich.- Leistenver-ieruna. Aaherd m ,st eme An ahr Volll ilder in ganz o.igr» neüer Aul'asini'g und wunderbarer Austnh- »una deiaegeden. Ter Druck ist doppettarvig. Lue Aa"ddo,vü»en u. Le-sten sind rot Text and Bride» schwarz gedruckt Dl- Pracht- Hagodah wird nur in Ganziemwand adgegeben, ano in ieg» licher Beriepuna in Arte den sdi»Astattung. Zetz» w»rven endlich aueHagaoahs mn Bildern aus Octtt 15 dl» 18. Jahr- Hunde»!, vd da»ttals vtti in der Äraei'lvar« a druck:, dahm kommen, lvoh n Nr gehören: invPluteum. Ader im jüdischen Hau» so ». w nn man «mc -datz habrn n;2, nur Lamms Prachk-Hagadah ,m Erdrauch lein; unseie Kinder Mieii uicbt nur die läch«rrich anmutenden, hölzernen Ftguien alter Z^n. die noch dazu merttenG vo«, A'ch.iuden stammen und daher absolut urstadifch wirken, ae e«ut weiden. An Lamms Pracht-Hagadah werden sich Kinder und Erwachsene ergöhen. Der verwöhnteste Bibliophile wird lerne Freude daran haben. Loal» iBmnii Serlin C2t Reue frrie&ridjfttafee 61-63. Postscheckkonto 7 36 rÜl rm^rf*** *nL

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