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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1921-04-15 · Heft 8 (15.4.1921) · p. Seite 5

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
85 (1921)
Issue
Heft 8 (15.4.1921)
Date
1921-04-15
Page
Seite 5 (sequence 17)
Language
German
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5 - den Freistaat Danzig gegen 'dorr übermäßigen Zustrom ostjüdifcher- Elemente zu schützen. Senator Schumer erwiderte, -daß die Haltung der Regierung der ostjüdischein Einwanderung gegenüber durch die in Ausarbeitung befindlichenallgemeinen FremdenmaHnahrnen bestinimt sei. — In Insterburg ist vor kurzem der- Geheime Justizrat Blumenfeld gestorben. Er hat als Vorsitzender der Repräsentantenversammlung, Ausschußmitgli>ed b*$ Ostpreuhischen Synagogenverbandes und in zahlreichen anderen Ehreustellungen sein reges jüdisches Interesse bekundet. Sein Hei-mgang bedeutet für die ost-preußische Judenheit einen schweren Verlust. — Aus Breslau wird uns berichtet: Frau Jettka Finke n st e i n, die treMche Sängerin und Gesangspädagogiin, beging ain 3. «d. M. unter >der würr-mstien AnteM-cchime ihres großen Kreises von Freunden und Verehrern wie des gesamten musikübenden und nmsiWebenden Publikums ihr vierzigjähriges Künstlerjubiläum. — Die Breslauer Shnagogengemeiinde hat den Rabbiner Dr. Klein aus Chemnitz und den cand. theol. D a v i d s o h n ans Berlin als Religionslehrer für -den Bezirk 'der Synagogengemeinde angestellt. — Aus München wird gemeldet: Die Wahlen zürn Verband Bayerischer israelitischer Gerrveinden und zur Vertretung der Israelitischen Kuil'tu-sgemeinde München hatten, folgerndes Ergebnis: zwei Drittel der abgeg>ebenen Stinnnen fielen den Liberalen zu. Infolgedessen erhalten die Liberalen 10 Sitze iim Verband und 16 Sitze in der Gernei.ndevertretrmg. Bisher hatten die Orthodoxen und Zionisten zusammen 4 Sitze in der Gemeindevertretung. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Zahl der Mitglieder von 18 auf 24 erhöht worden ist. — Aus Heidelberg wird uns berichtet: Altstadtrat Max L i e b h o l d beging seinen 70. Geburtstag. Als Mitglied der früheren lmtionalliberalim Partei war er bis 1919 eifriges Mitglied des Stadtrates, dem er zehn Jahre angehört hat. Vorher war er drei Jahre Stadtverordneter. Außerdem ist er feit 26 Jahren Mitglied be* Synagogenrates und seit 6 Jahren Bezirksältester der Bezirkssynagoge Heidelberg. — In Basel starb der Bergingenieur Louis R o s e n th a l, der lange Jahre in Kassel gewohnt itnb sich nicht rau* in seinem Fach sondern auch als Novellist mit nicht unerheblichem Talent schriftstellerisch betätigt hat. In der Nummer vorn 4. März d. I. brachten wir «eine Besprechung feines im Verlag von Z. A. Henckelö Zwillingswerk - Solingen Fabrik feinster Gtaylwaren iiiiimmiii!i iiiiiiiimiiimiiinmiiiiiiiiiiiiiiimiiiKiiiiiiiiiiiiimiimiiiimmiiiiniiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiHiiiiiiiiimi mit -er bekannten Zwillingsmarke Volle Gewähr für jedes Stück. *<""* 9er|,n leipziger Straße 117/118. Niederlage: Eigene Derkaufsniederlagen: Kölna. Ah., Nresden-A., zranksuria. Rl.Hamburg. 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Diese Un-tersnchnng dauert nun schon zehn Monate und wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von Monat zu Monat verlängert. Die Staatsanwaltschaft stellt die Anklage dem Strafsenat nicht zu, p daß dieser gar nicht in der Lage ist, über eine Haftentlassung zu beschließen. — Unter dem Vorsitz von Sir Stuart Samuels wurde in London eine Organisatiou zu dein Zweck geschaffen, Propaganda für traditionelles Judentum zu treiben. Man wolle der Welt zeigen, daß auch der in England geborene Jude ein religiöser und ini jüdischen Dingen berv,anderter Jude fein kann. -- Im Verlaus der zweiten Märzwoche sind in Warschau 116 Juden gestorben. Die Sterblichkeit unter den Juden Warschaus erreichte damit die höchste Ziffer. — „Wie wohl bekannt ist," schreibt „Jewi-sh Ehroniole", „befindet sich in Hamadanein den: Andenken Mardochais und Esther geweihtes Mausoleum, das von ei nein uralten, schon längst außer Gebrauch gefetzten Begräbnisplatz umgeben ist. Ans der einen Seite des Monuments befindet sich die Wohnung zweier mohammedanischer Priester, während auf der anderen Seite eine mohammedanische Schule liegt. Seit langer Zeit wünscht nun die jüdische Gemeinde von Hamadan, diesen alten Friedhof durch Errichtung einer Schutzmauer zu erhalten. Das ist jedoch nicht gestattet worden, da die Priester selbst dieses alte Grundstück in Besitz nehmen mochten. Da die persische Regierung ein seitens der Jüdischen Gemeinde von Hamadan eingereichtes Gesuch zwecks Errichtung einer Mauer völlig ignoriert, hat sich die betreffende Gemeinde an die Zionistische Organisation in London gewandt mit der Bitte, diese Angelegenheit zu versolglen, damit dieses alte jüdische Baudenkmal nebst den es umgebenden Reliquien der Nachwelt erhalten bleiben möge." - - Aus Cincinnati wird gemeldet: Professor Dr. Köhler, der seit 1903 Leiter des Hebräischen Seminars ist, tritt am Ende dieses Jahres auf sein Ansuchen mit vollem Gehalt in den Ruhestand. Verantwortlicher Redakteur: Albert Katz in Berlin.Pankow, Florastraße 58. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. Druck und Verlag von Rudolf Moste. ORIEMT- Teppich« Neu Eingang besonders schöner und preiswerter Stucke. BerlinW Leipziger Str. 9-u 27^954 T

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