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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1915-01-08 · Heft 2 (8.1.1915) · page 13

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
79 (1915)
Issue
Heft 2 (8.1.1915)
Date
1915-01-08
Page
– (sequence 13)
Language
German
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79. Jahrgang Nr. 2 Der Oemeindevote. Berlin, 8. Januar ivia Beilasr zur „Allgemeinen Leitung des Judentums". lkorrrlpondrnzrn und Oachrichtm. ie SeutlchlsnL. S2 Berlin, 5. Januar. Die Zentrale für private Fürsorge E. B., Berlin W 35, Flottw ellstraße 4, ** die auf dem Gebiete der Groß-Berliner Wohlfahrtspflege eine bedeutsame Stellung einnimmt, versendet einen ausführlichen Bericht über ihre Kriegsarbeit während der ersten Monate nach Kriegsausbruch. Schon in den Mobilmachungstagen hat sie ihren großen Betrieb den neuen unerwarteten Verhältnissen angepaßt und entit sprechend ausgebaut. Die Fürsorge für zahlreiche alte Schützlinge, :, deren Lage der Krieg verschlimmerte, mußte erweitert werden; dar neben galt es schon in den ersten beiden Kriegsmonaten in 4000 l, neuen Notstandsfällen zu helfen, die unmittelbar durch den Kriegsg nusbruch bedingt waren. Die älteren geschulten Mitarbeiter der i Zentrale mußten zur Bewältigung dieser Kriegsnothilse ihre Kräfte l, verdoppeln, und sie hatten außerdem mehrere hundert neueingestellte ) Kameraden auszubilden. Eine schnell geschaffene besondere K r i e g st a b t e i l u n g ermöglichte schleunige Behandlung dringlicher Fälle, s Ein von Freunden der Zentrale aufgebrachter „Kriegsfonds" gestattete t ein Eingreifen mit.Geldmitteln überall da, wo es erforderlich war. {) . Mit allen wichtigen Stellen, sowohl Behörden als Wohlfahrtsein- - richtungen, wie der Handelskammer, den: Nationalen Frauendienst, t der Wohltütigkeitszentrale der Berliner Kaufmannschaft, der von \ Frau Kommerzienrat Loeser ins Leben gerufenen Stiftung, und anderen wurde ein planvoll-zielbewußtes Zusammenarbeiten einge- . leitet. Das Vertrauen, das die Zentrale als Beauftragte zahlreicher Einrichtungen und Privatpersonen genießt, kam in dieser schweren > Zeit zahlreichen Bedürftigen besonders zugute. Die Unterweisung; der Mitarbeiter über die neuen, täglich sich mehrenden Einrichtungen in der Groß-Berliner Wohlfahrtspflege während des Krieges über- > nahm auf Grund ihres großen Materials die Abteilung „A r ch i v". Sie gab auch einen viel begehrten K r i e g s f ü h r e r durch die Wohlfahrtseinrichtungen Groß-Berlins heraus, der in den „Blättern I für die Berliner Armen- und Waisenpflege" erschien. Demnächst j wird er in zweiter, bedeutend erweiterter Auflage als Broschüre veröffentlicht. Ein mehrstündiger Abendkursus machte die neuen Mitarbeiter und zahlreiche Mitglieder anderer Organisationen mit den wichtigsten Fragen der Wohlfahrtspflege bekannt. (Dr. Albert Levy: Die öffentliche Armenpflege in Berlin; Siddy Wronsky: Die wichtigsten Einrichtungen der freien Liebestätigkeit in Groß- Berlin; Amtsgerichtsrat Dr. E. Friedeberg: Rechtliche Fragen in der Fürsorgearbeit; Gertrud Israel: Einiges aus der Versicherungsgesetzgebung; Luise Roloff: Grundsätzliches aus unserer pflegerischen Arbeit; Dr. Alice Salomon: Arbeitsvermittlung.) Das tägliche Wachsen der Kriegsaufgaben in der Wohlfahrtspflege stellt an die Zentrale für private Fürsorge immer neue Anforderungen. Sie wird ihnen mir gerecht werden können, wenn ihr in noch größerem Umfange als bisher Arbeitskräfte und vor allem Geldmittel zufließen. &&& Berlin, 5. Januar. Der Vorstand und die Repräsentanten der Berliner jüdischen Resormgemeinde haben an Herrn Rudolf Mosse, der am 1. d. Nt. auf ein Vierteljahrhundert ununterbrochener Zugehörigkeit zur Verwaltung dieser Gemeinde Zurückblicken konnte, folgendes Gratulationsschveiben gerichtet, das die Absender in gleicher Weise wie den Empfänger ehrt: Berlin, 1. Januar 1915. Hochgeehrter Herr Mosse! Aur heutigen Tage, dem 1. Januar 1915, sind 25 Jahre verflossen, seitdem Sie als Repräsentantenstellvertreter in die Verwaltung der jüdischen Reformgemeinde eingetreten sind. Der Ernst der Zeit ist nicht geeignet, Jubiläen als Jubelfeste zu feiern; aber Vorstand und Repräsentanten können diesen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne Ihnen und der Gemeinde zu diesem Ehrentage zu gratulieren. Wir wissen, daß Ihr und Ihrer Frau Gemahlin warmes Interesse für unsere Gemeinschaft uns auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Wir danken Ihnen für altes, was Sie in diesen 25 Jahren für die Reform gearbeitet und geleistet haben. Wir wünschen, daß das beginnende Jahr wie für das Vaterland und die Gemeinde, so auch für Sie und Ihr Haus ein gesegnetes und glückliches sein und alle Hoffnungen erfüllen möge. Ich verbleibe mit bestell Grüßen beider Kollegien Ihr ergebener G. Nt i n d e n. Berlin, 5. Januar. Das Eiserne Kreuz -erhielten: Dr. Alfred P-eyser, Vorstandsmitglied der jüdischen Reformgemeinde zu Berlin; Dr. Benno Latz, der als freiwilliger Zivilarzt bei einem Reserveinsanterieregiment steht; Landwehrmann Albert Nt i ch ne l i s; Unterarzt Dr. August Wilhelm P i n n e r , Sohn des verstorbenen Geheimrats Professor Dr. A. P inner; Stabsarzt Dr. Fritz Bleichr ö d e r; Oberleutnant d. R., Regierungsbanlneister Ludwig Netter, Mitinhaber der Firma Wolf Netter u. Jacobi; Vizefeldwebel ix L. Heinrich Saft, Inhaber der Firma Saft, Hamburger u. Eo.; Ehelnit.r Dr. Hermann P o l a k; Osfiziersteltvertreter H. R o s e n d a h l : Stabs- und Regimentsarzt Tr. M. L all d s b er ge r; Ossizierstellvertreter Erich Wolfs, Sohn des Kaufmanns Richard Wolfs; Feld- Unterarzt Fritz Jacobs o h u; Paul A b r a h a in; Bizelvachtmeister Ernst Maaß, Mitinhaber der Firma Adolf Maaß; Assistenzarzt Dr. Glaß; Kanonier Heinz Auerbach, Sohn des Kaufmanns Leopold Auerbach, des Inhabers der Berliner Agenturfirma Louis Auerbach; Oberarzt Tr. Martin Gold stein: Oberarzt d. R. Tr. Georg Hahn; Bizewachtmeister Hartwig Katz, Mitinhaber der Firma Katz Gebrüder; Oberarzt d. R. Dr. Felir K ö n i g s b e r g e r , Sohn des Juweliers Adolf Königsberger; Oberarzt Tr. Martin Ascher: Sanitätsoffizier Karl Wolfs: Oberarzt Dr. Alfred Horvitz; Willi Silber, Beamter der Firma Orensteiu u. Koppel; Unteroffizier Leo Wunsch, Mitinhaber der Firma M. Michaelis u. Eo.; Werner Rieß, Ncitinhaber der Firma G.br. Grumach; Bizewnchtmeister Georg Bing, Groß-Berlin; Oberarzt Tr. Willi Bloch, Bad Kndowa; Leutnant d. R., Gerichtsassessor Paul S a l o m o n , Schivelbein; Unterarzt Alex P e i s e r , Posen: Feldunterarzt im Jnfanterieregiurent Nr. 45 Fritz Simon, Königsberg: Oberarzt Dr. Robert B o n n i n, Sohn des Vorstehers der jüdischen Gemeinde in Wattenscheid, Sanitätsrat Dr. B o n n i n : Vizewachtmeister d. R. im- Dragonerregiment Nr. s Kurt Steruber g, Sohn des Kommerzienrats Ster n b e r g in Breslau: Feldwebel d. R. Dr. Albert Lewkowitz, Dozent am Rabbinerseininar in Breslau; Unteroffizier Fritz Jonas, Frankfurt a. Ni.: Stabsarzt Dr. M. Witkowski, Wiesbaden: Stabsarzt Dr. Mar B a r u eh , Assistent der chirurgischen Universitätsklinik Breslau: Dr. Alfred Dettinger, Sohn des Ziegelei de sitzers Moritz Dettinger in Rakwitz, Provinz Posen; Dr. Fritz Regensburger, Sohn des verstorbenen Fabrikbesitzers Mar Regensburger in Fürth: Mannfred Ben di t, kriegssreiwilliger Gefreiter, 16lA Jahre alt, unter besonderer Anerkennung seiner Tapferkeit (Fürth): Dr. Richard Levh. München, Stabsarzt im bayerischen 1. Reserve-Armeekorps: Dipl.-Jng. Willy Bin swang er, Leutnant d. R. und Mitglied des bayr. freiwilligen Automobilkorps: Landwehrmann Benni Basen aus Hülchrath b. Neuß; Alfred Israel, Bizewacht- Uleister d. L.. Mitinhalber der Tuchgroßfirura Gebr. Israel in Köln:! Referendar Ernst Löw, Unteroffizier d. R. im Reserve-Feldartillerieregiment Nr. 15, Sohn des Herrn Leopold Löw in Zoberuheim:! Dr. Karl Eisenberg, Oberarzt d. R. in München: Assisteuz-! arzt Dr. Levin, München: Gefreiter Gottlieb, beim Rej gimentsstab des daher. Reserve-Infanterieregiments Nr. 4, ans Frankenwinheim; Mar Frank, Einj.-Freiw. im bahr. 5. Infanterieregiment, aus Memelsdorf in Bayern; Assistenzarzt Tr. Heran Drexler, im bahr. 23. Infanterieregiment; Benno Mayer, Kriegsfreiwilliger im bahr. 18. Infanterieregiment: Siegfried S e l i g m a n n, Gefreiter im bayr. 22. Jnfanterieregirnent, lvclcher im heftigsten Kugelregen seinen verwundeten Hauptmann ans der Feuerlinie getragen; Unteroffizier Kurt Löwe nt hol im 19. bayr. Infanterieregiment, Sohn des Großkaufmanns Simon Löwenthal: Albert Neuburger, Unteroffizier d. L., Sohn des verstorbenen Gardinen - Fabrikanten Martin Neuburger in Stuttgart: Max

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