Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 78 (1914)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1914)
- Date
- 1914-03-20
- Page
- Seite 6 (sequence 18)
- Language
- German
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6 Majori sierung angegliedert. Nim hat der Abgeordnete von Brody, Präsident der Lemberger Lldvokatenkammer, Dr. Aschkenasy, im galizischen Landtag das Wort ergriffen, um dem schweren Unrecht gegen die jüdische Bevölkerung Ausdruck <;u geben. Der Redner führte unter anderem aus: Die bisherigen Landtage waren nicht imstande, die ruthenische Frage zu lösen; man hat ferner nichts für die Judenfrage getan. Das Erwerbsgebiet wird den Juden mit jedem Tage verkleinert. Hunderte jüdischer Familien ertrinken in Tränen, im Unglück: Unheil fällt auf diese Enterbten, wiewohl dies eine intelligente, arbeitsame und strebsame Bevölkerung ist. Die Ergebnisse der vom Landtag beschlossenen Enquete Liegen im Archiv des Landtages, während die jüdische Bevölkerung verkommt und zugrunde geht. Dr. Aschkenasy regte die Schaffung einer Art Patronat für die wirtschaftliche Lage der Juden an. Dieses Patronat soll den Zweck haben, das Elend der Juden zu lindern und der einseitigen Behandlungsweise dieser zahlreichen Bevölkerungsschichten entgegenzuwirken. — Ende Februar beging die fromme Brüderschaft (Chewra-Kadischa) in Baden bei Wien das Fest ihres 40jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß fand ein Festbankett zu 200 Gedecken statt, an der Abordnungen vieler auswärtiger Gemeinden teilnahmen. Unter den Anwesenden befand sich auch der Enkel des Gründers der Chewra- Kadischa, Max Scheu. Unter den vielen ein gelaufenen Glückwunschdepeschen befanden sich auch solche von Wien, Prag, Lemberg und vom Kammervirtuosen Professor Alfred Grünfeld. - Die Freiheitskämpfer vom Jahre 184S versammeln sich alljährlich in Wien, um den 18. März festlich zu begehen. Die Zahl der ehemaligen Legionäre wird naturgemäß immer geringer. Unter den wenigen noch lebenden Freiheitshelden, die heute in Wien versammelt sind, befinden sich drei israelitischen Glaubens. Dieselben stehen im Alter von 81 bis 79 Iah reu. Von Sah und jfern. — .Kaiserlicher Geheimer Legationsrat Dr. W i l h e l m E a h n in Charlottenburg feierte am 15. dieses Monats seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, in Mainz geboren, ward Philologe, kam dann in den sechziger Jahren nach Paris zur bayerischen Gesandtschaft und war B3 J. A. HENCKELS Zwillingswerk Messerwaren bester Qualität. Alle meine Fabrikate tragen mein Zwillingszeichen; wenn sie bei W i ed er verkaufern nich t z u haben sind, bitte sich zn wenden an die Niederlage: Berlin W. 66, Leipziger Strasse 118. Filialen in Köln a. Rh. - Dreaien-A. - Frankfurt a. M. Hamburg - München - Wien I - New York. Landeshuter Leinen- und Gebild - Weberei F. V. 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Klasse verliehen. — Der kürzlich verstorbene Bankier E m i l K a u f m a n n hat Bestimmungen über ein Kapital von 80 OO0Mnrk für eine Stiftung hinterlassen, die seinen und seiner Gattin Flamen tragen soll. Die Zinsen dieses Kapitals sollen alljährlich verschiedenen gemeinnützigen Zwecken Zugeführt werden. Außerdem sind 10O00 Mark zur sofortigen Verteilung an eine Anzahl von Wohlfahrtsinstituten bestimmt worden. — Der 69jährige Kommerzienrat Hermann Auerbach aus Berlin ist in Mentone ans einem Spaziergange plötzlich zusammengebrochen und verschieden. Tie Leiche wurde nach Berlin gebracht und auf dem Friedhof in Weißensee beigesetzt. — Dem königlichen Regierungsrat Herrn Gottl. G u m p r i ch in Regensburg ist in dankbarer Anerkennung der vielen Verdienste, die er sich beim Zustandekommen der Bahn Wutzlhofen—Falkenstein gerade für den Markt Falkenstein erworben hat, das E h r e n b ü r g e r recht der Gemeinde F a (k e n st e i u in der Oberpfalz verliehen worden. — In Bnrgknndstadt verstarb plötzlich Herr Tistriktsrabbiner Ezechiel G o i t e i n. — Aus F ranksurt a. M. wird berichtet: .Zum 60. Geburtstage des Geheimrats Professor Dr. Ehrlich hatten sich zahlreiche Deputationen eingefundeu, um Ehrlich die Glückwünsche der verschiedenen wissenschaftlichen und ärztlichen Korporationen zu überbringen. Ans' allen Teilen der Welt waren von seinen Schülern Telegramme eingelaufen. Die Stadt ließ durch Oberbürgermeister Dr. Voigt gratulieren. Eine Abordnung von Ehrlichs Schülern überreichte eine Festschrift, in der 37 bedeutende Männer der Wissenschaft, Lehrer und Führer aus medizinischem und naturwissenschaftlichem Gebiet in einzelnen Darstellungen das Lebenswerk die Nähmaschine des 20. Jahrhunderts. Neue Spezial-Apparate für den Hausgebrauch. Singer Go. Nähmaschinen Act. Ges« Berlin, Leipziger Strasse 92. i.- ■ -4 M l^oka Schokolade * Kakao MS, Beste Deutsche Marke! Franz Sobtzick Hoflieferant RATIBOR BRESLAU MÜNCHEN Beste Deutsche